Examensarbeit, 2007
117 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit untersucht die literarische Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Im Fokus stehen dabei die Romane "Pawels Briefe. Eine Familiengeschichte" von Monika Maron und "Ein unsichtbares Land. Familienroman" von Stephan Wackwitz. Die Arbeit analysiert, wie diese Autoren mit dem Erbe der NS-Zeit und den damit verbundenen Erinnerungslücken innerhalb ihrer Familien umgehen.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Gedicht "Erinnerung" von Annemarie Schnitt und leitet so in das Thema der Arbeit ein. Es werden die ambivalente Struktur der Erinnerung und die Wechselbeziehung von Erinnern und Vergessen beleuchtet. Anschließend wird die aktuelle Debatte über die Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur erläutert. Das zweite Kapitel behandelt die Konzepte des kollektiven Gedächtnisses und der öffentlichen und familiären Erinnerungsdiskurse.
Im dritten Kapitel wird Monika Marons Roman "Pawels Briefe. Eine Familiengeschichte" analysiert. Es wird untersucht, wie Maron sich mit dem Schicksal ihres jüdischen Großvaters auseinandersetzt und wie sie die Erinnerungen ihrer Mutter verarbeitet. Der Fokus liegt auf den unterschiedlichen Formen der Erinnerung und des Vergessens innerhalb der Familie. Das vierte Kapitel widmet sich Stephan Wackwitz' Roman "Ein unsichtbares Land. Familienroman" und betrachtet die Familiengeschichte aus der Perspektive des Enkels.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Familiengeschichte, Erinnerung, Vergessen, kollektives Gedächtnis, Erinnerungsdiskurse, Generationsromane, deutschsprachige Gegenwartsliteratur, Monika Maron, Stephan Wackwitz, Pawels Briefe, Ein unsichtbares Land, NS-Zeit, Vergangenheitsbewältigung.
Die Arbeit untersucht, wie deutschsprachige Gegenwartsliteratur das Erinnern und Vergessen innerhalb von Familien thematisiert, insbesondere im Hinblick auf die Zeit des Nationalsozialismus.
Es werden Monika Marons "Pawels Briefe" und Stephan Wackwitz' "Ein unsichtbares Land" analysiert, zwei Romane, die sich intensiv mit der eigenen Herkunft und den Leerstellen in der Familiengeschichte auseinandersetzen.
Das kollektive Gedächtnis umfasst die gesellschaftliche Erinnerung, während das Familiengedächtnis private, oft fragmentarische Überlieferungen und transgenerationelle Austauschprozesse zwischen Angehörigen beinhaltet.
Fotografien dienen als visuelle Erinnerungsmedien, die helfen, eine Verbindung zu Personen herzustellen, die man selbst nicht kennenlernen konnte, wie etwa den ermordeten jüdischen Großvater Pawel.
Wackwitz nutzt Erinnerungskladden seines Großvaters, um dessen Verstrickung in den Nationalsozialismus zu reflektieren und hinterfragt dabei kritisch die eigene Identität und die Verweigerung der vorangegangenen Generation zur Auseinandersetzung.
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