Bachelorarbeit, 2007
57 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Konzeptionelle Grundlagen der Balanced Scorecard
2.1 Die Balanced Scorecard als Managementsystem
2.1.1 Defizite traditioneller Kennzahlensysteme
2.1.2 Die Neuheiten der BSC
2.1.3 Der Ansatz von Kaplan und Norton: Vier Perspektiven
2.1.4 Die Integration der vier Perspektiven in der BSC
2.2 Die Struktur der Balanced Scorecard
2.2.1 Vision, Mission und Strategie des Unternehmens
2.2.2 Die Identifizierung von Zielen und die Festlegung von Maßnahmen
2.2.3 Die Überprüfung durch Kennzahlen
2.2.4 Prozessorientierte Anmerkungen zur Einführung einer BSC
3. Eine modifizierte Balanced Scorecard für Non-Profit Organisationen
3.1 Wissenswertes zu NPOs und ihr Bezug zur Balanced Scorecard
3.1.1 Abgrenzung und Tätigkeitsfelder
3.1.2 Das Management von NPOs
3.1.3 Die Bedeutung von Kennzahlen in NPOs
3.1.4 Die Eignung des Grundkonzepts der BSC für NPOs
3.2 Grundlegende Bestandteile einer Balanced Scorecard für NPOs
3.2.1 Nochmals: Vision, Mission und Strategie
3.2.2 Die Auswahl spezifischer Perspektiven
3.2.3 Allgemeines Beispiel einer BSC für NPOs
4. Eine BSC für NPOs am Beispiel der stationären Altenhilfe
4.1 Die Ausgangslage in der Altenhilfe
4.1.1 Anforderungen an Einrichtungen der stationären Altenhilfe
4.1.2 Die Notwendigkeit einer BSC in der Altenhilfe
4.2 Die Struktur einer BSC in der stationären Altenhilfe
4.2.1 Festlegung von relevanten Perspektiven
4.2.2 Erstellung eines Aktionsplans
5. Die Balanced Scorecard für NPOs - Zusammenfassung, Bewertung, Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, die Eignung der Balanced Scorecard für Non-Profit Organisationen (NPOs) kritisch zu untersuchen und ein modifiziertes Managementsystem darzustellen, das den spezifischen Anforderungen des NPO-Sektors gerecht wird.
2.1.1 Defizite traditioneller Kennzahlensysteme
Kennzahlen oder Messgrößen werden in der Unternehmenspraxis bereits sehr lange verwendet und besitzen einen hohen Aussage- und Erkenntniswert: „If you can’t measure it, you can’t manage it.“
Sie sind Daten in Form von absoluten Zahlen (z.B. Anzahl der Klienten), Verhältniszahlen (z.B. Anteil der weiblichen Mitarbeiter in einem Betrieb) oder Indikatoren (z.B. Anzahl der Krankmeldungen als Indikator für Mitarbeiterzufriedenheit), die wichtige betriebliche Tatbestände ermitteln und dem innerbetrieblichen Vergleich, dem zwischenbetrieblichen Vergleich oder dem Soll-Ist-Vergleich zur Kontrolle oder Planung dienen. Informationen, die durch Kennzahlen ermittelt werden können, sind hierbei z.B. Kundenzufriedenheit oder Mitarbeiterzufriedenheit.
Da Kennzahlen das Verhalten von Menschen innerhalb und außerhalb von Organisationen beeinflussen, sollte das jeweilige Managementsystem aus der Strategie und den Potentialen der eigenen Organisation abgleitet werden. Häufig sind diese Ansätze bisher jedoch eindimensional auf finanzielle und vergangenheitsbezogene Größen spezialisiert und eine Überbetonung von finanzwirtschaftlichen, kurzfristigen Ergebnissen führt dazu, kurzfristig zu hoch zu investieren und somit langfristige Entwicklungen zu vernachlässigen. Daher sind rein finanzielle Kennzahlen nur schwache Indikatoren für Fehler in der Vergangenheit und sagen nichts über die nötigen zukünftigen Maßnahmen aus.
Des Weiteren sind klassische Kennzahlensysteme meist auf ein oder mehrere nicht miteinander verbundenen Ziele ausgerichtet und dadurch auf viele einzelne, voneinander unabhängige Kennzahlen konzentriert. Dies führt zu einer unübersichtlichen Fülle von Zielen und Kennzahlen, dessen Daten hauptsächlich aus dem Rechnungswesen herangezogen werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Druck auf den öffentlichen Sektor und NPOs sowie die Notwendigkeit moderner, strategischer Steuerungsinstrumente wie der Balanced Scorecard.
2. Konzeptionelle Grundlagen der Balanced Scorecard: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente der BSC als Managementsystem, ihre Struktur mit den vier klassischen Perspektiven und deren Bedeutung als Bindeglied zwischen Strategie und Umsetzung.
3. Eine modifizierte Balanced Scorecard für Non-Profit Organisationen: Hier werden die Besonderheiten von NPOs dargelegt und geprüft, wie das Grundkonzept der BSC unter Berücksichtigung dieser Spezifika modifiziert werden kann.
4. Eine BSC für NPOs am Beispiel der stationären Altenhilfe: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung der modifizierten BSC anhand der spezifischen Anforderungen in einer Einrichtung der stationären Altenhilfe.
5. Die Balanced Scorecard für NPOs - Zusammenfassung, Bewertung, Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet kritisch die Chancen und Herausforderungen der Implementierung in NPOs und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Balanced Scorecard, Non-Profit Organisationen, Strategisches Management, Kennzahlensysteme, Altenhilfe, Zielerreichung, Strategieumsetzung, Leistungsmessung, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Mitarbeiterzufriedenheit, Controlling, Gemeinwohl, Qualitätsmanagement.
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des Managementinstruments Balanced Scorecard auf den Non-Profit-Sektor und entwickelt dafür ein modifiziertes Konzept.
Die zentralen Themen umfassen strategische Steuerung, Performance-Messung in NPOs, die Anpassung klassischer Managementmodelle und deren praktische Anwendung in sozialen Einrichtungen wie der Altenhilfe.
Das primäre Ziel ist es, eine Modifizierung der Balanced Scorecard für NPOs darzustellen und auf dieser Basis eine fundierte Bewertung der Eignung und Einsatzmöglichkeiten dieses Instruments zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementkonzepte, die durch eine kritische Auseinandersetzung und die Illustration an einem konkreten Fallbeispiel (stationäre Altenhilfe) ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Balanced Scorecard, die spezifische Anpassung an die Struktur von NPOs und die praktische Anwendung am Beispiel der Altenhilfe, inklusive Zieldefinitionen und Aktionsplänen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Balanced Scorecard, NPO, strategische Steuerung, Kennzahlen, Altenhilfe und Qualitätsmanagement charakterisiert.
Da NPOs nicht primär gewinnorientiert sind, sondern dem Gemeinwohl verpflichtet, muss die finanzielle Perspektive in der BSC oft zugunsten sozialer Ziele oder der Kundenperspektive neu gewichtet werden.
In NPOs ist die Kommunikation entscheidend, da sie den "Top-Down"-Prozess der BSC-Entwicklung für Mitarbeiter transparent macht und die für den Erfolg notwendige Akzeptanz in flachen Hierarchien fördert.
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