Diplomarbeit, 2007
55 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung
2 Geld, Währung und internationale Währung
2.1 Allgemeine Betrachtung von Geld und Währung
2.2 Funktionen von internationalen Währungen
2.2.1 Internationale Tausch- und Zahlungsmittel
2.2.2 Internationale Recheneinheit
2.2.3 Internationale Wertaufbewahrungsmittel
3 Voraussetzungen für internationale Währungen
3.1 Kapitalmobilität und Konvertibilität
3.2 Politische Stabilität und internationale Führungsstellung
3.3 Wirtschaftskraft und außenwirtschaftliche Verflechtung
3.4 Währungsstabilität
3.5 Glaubwürdigkeit der Geldpolitik
3.6 Unabhängigkeit der Zentralbank
3.7 Internationale Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes
4 Gründe der Wahl einer internationalen Währung und Euromärkte
4.1 Kosten-Nutzen- Aspekte der Internationalisierung einer Währung
4.2 Euromarkt als Plattform für die Internationalisierung einer Währung
5 Währungsregimes und Währungshierarchie der Gegenwart
5.1 Fixe versus flexible Wechselkurse
5.2 Gegenwärtige Entwicklung der Währungsregimes
5.3 Gegenwärtige Währungshierarchien
6 Analyse der Voraussetzungen des russischen Rubels als internationale Währung
6.1 Konvertibilitätskriterien des Rubels
6.2 Innen- und außenpolitische Lage der Russischen Föderation
6.3 Wirtschaftlicher Entwicklungsstand der Russischen Föderation
6.4 Stabilität des Rubels
6.5 Geldpolitik der russischen Föderation
6.6 Zentralbank der Russischen Föderation
6.7 Russland als internationaler Finanzplatz
7 Der Rubel im internationalen Kapitalverkehr
8 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Rahmenbedingungen für die Internationalisierung einer Währung zu erarbeiten und diese als Leitfaden zu nutzen, um die zukünftige Rolle des russischen Rubels im internationalen Kapitalverkehr fundiert zu bewerten.
3.1 Kapitalmobilität und Konvertibilität
Eine notwendige Bedingung für die Internationalisierung einer Währung ist die Kapitalmobilität. Damit die Kapitalmobilität gewährleistet sein kann, muss eine Währung primär Konvertibilitätsbedingungen erfüllen. Eine vollkommene Konvertibilität ist dann gegeben, wenn der Staat eine unbeschränkte Umtauschbarkeit der nationalen Währung in Fremdwährungen - zu gegebenem Wechselkurs - zulässt. Dieses Konzept bezieht sich sowohl auf die privaten als auch auf die öffentlichen Teilnehmer und ermöglicht damit einen freien Zahlungsverkehr über die Grenzen hinaus.
Von Kapitalmobilität wird gesprochen, wenn die Transaktionen der Finanzaktiva grenzunabhängig stattfinden. Dazu gehören beispielsweise Wertpapiere im Rahmen von Portfolioinvestitionen. Wenn jede tatsächliche Zusammensetzung eines Portfolios der sofortigen und gewünschten Zusammensetzung des Anlegers entspricht, handelt es sich um eine vollkommene Kapitalmobilität. Dieser theoretische Entwurf zusammen mit vollkommener Konvertibilität bildet die notwendige und hinreichende Bedingung für perfekte Kapitalmobilität und entspricht somit einer vollkommenen Liberalisierung des internationalen Kapitalverkehrs (Gebauer, 2004: 59f.).
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der Währungsstabilität in der Globalisierung und führt in den russischen Transformationsprozess sowie das Ziel der Arbeit ein.
2 Geld, Währung und internationale Währung: In diesem Kapitel werden grundlegende Geldfunktionen sowie die Erweiterung dieser Funktionen auf die internationale Ebene definiert.
3 Voraussetzungen für internationale Währungen: Dieses Kapitel behandelt die essenziellen ökonomischen und politischen Bedingungen, wie Kapitalmobilität, Stabilität und Finanzmarkteffizienz, die für den internationalen Status einer Währung erforderlich sind.
4 Gründe der Wahl einer internationalen Währung und Euromärkte: Hier werden das Kosten-Nutzen-Kalkül für Emissionsländer sowie die Rolle von Euromärkten bei der Internationalisierung untersucht.
5 Währungsregimes und Währungshierarchie der Gegenwart: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Wechselkurssysteme sowie die dominierende Rolle einer kleinen Anzahl von Weltwährungen.
6 Analyse der Voraussetzungen des russischen Rubels als internationale Währung: Dieses zentrale Kapitel bewertet spezifisch die russische Situation hinsichtlich Konvertibilität, Politik, Wirtschaftsentwicklung, Stabilität und Geldpolitik.
7 Der Rubel im internationalen Kapitalverkehr: Dieses Kapitel beleuchtet den praktischen Status und die zunehmende Bedeutung des Rubels bei internationalen Investitionen.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten des Rubels als Nischenwährung.
Russischer Rubel, Internationale Währung, Kapitalmobilität, Konvertibilität, Geldpolitik, Zentralbank, Finanzplatz Russland, Wechselkurs, Wirtschaftstransformation, Devisenreserven, Euromärkte, Globalisierung, Kapitalverkehr, Währungsstabilität, Investitionspotenzial.
Die Arbeit untersucht, unter welchen theoretischen Voraussetzungen eine Währung eine internationale Rolle einnehmen kann und inwiefern der russische Rubel diese Kriterien erfüllt, um künftig im internationalen Kapitalverkehr an Bedeutung zu gewinnen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition internationaler Währungsfunktionen, die Bedingungen für Kapitalmobilität und Konvertibilität, die Rolle von Euromärkten sowie eine detaillierte Analyse der russischen Wirtschaft und Politik.
Ziel ist es, basierend auf erarbeiteten theoretischen Kriterien zur Internationalisierung, die praktische Eignung und die zukünftige Rolle des russischen Rubels im internationalen Kapitalverkehr zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, in der Kriterien für eine internationale Währung hergeleitet werden, die anschließend auf den empirischen Kontext der russischen Föderation angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Währungen und deren Voraussetzungen, Analysen zur Währungshierarchie sowie eine intensive Prüfung der russischen Rahmenbedingungen, inklusive Geldpolitik, Finanzmarktentwicklung und Bankensystem.
Wichtige Begriffe sind Russischer Rubel, Kapitalmobilität, Konvertibilität, Geldpolitik, Währungsstabilität und der Status Russlands als internationaler Finanzplatz.
Nach der Finanzkrise 1998 zunächst eingeschränkt, wurden durch gesetzliche Reformen in den Folgejahren sukzessive Liberalisierungen durchgeführt, die den Rubel formal zu einer vollkommen konvertiblen Währung machten.
Die Zentralbank agiert autonom bei der Geldpolitik, verfolgt Ziele der Preisstabilität und steuert über Interventionen am Devisenmarkt die Entwicklung des Rubels, wobei sie zunehmend auf Transparenz und Refinanzierungszinsen setzt.
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