Examensarbeit, 2007
195 Seiten, Note: 1,5
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Einleitende Bemerkungen
1.3 Definition „Internationale Klassenfahrten“
1.4 Zum Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Interkulturelles Lernen – Lernen in Kulturen
2.2 Die im Schüleraustausch zu entwickelnden Kompetenzen innerhalb der verschiedenen Stufen interkulturellen Lernens
2.2.1 Stufe 1 – Ethnozentrismus
2.2.2 Stufe 2 – Ethnorelativismus
2.3 Grenzen eines lern- und prozessorientierten Englischunterrichts - Ein Plädoyer für die internationale Klassenfahrt
3. Internationale Klassenfahrten – Begegnung mit anderen Kulturen
3.1 Der Wert internationaler Klassenfahrten
3.2 Verschiedene Typen internationaler Klassenfahrten
3.3 Internationale Klassenfahrten
3.3.1 Gestaltung der Planung
3.3.2 Gestaltung der Durchführung
3.3.3 Gestaltung der Nachbereitung
4. Fragebogenauswertungen
4.1 „Teil I: Persönliche Fragen“ (Fragen A1 bis A23)
4.2 „Teil II: Allgemeine Informationen zum Austausch an Ihrer Schule (englischsprachige Austausche)“ (Fragen B1 bis B29)
4.3 „Teil III: Meinungen zum Austausch“ (Fragen C1 bis C10)
4.4 Zusammenfassung
5. Fazit
9. Anhang
9.1 Musterfragebogen
9.2 Transkribierte Fragebögen
9.2.1 Lehrerin A
9.2.2 Lehrerin B
9.2.3 Lehrerin C
9.2.4 Lehrerin D
9.2.5 Lehrerin E
9.3 Tabellarische Fragebogenanalyse
9.3.1 Teil A
9.3.2 Teil B
9.3.3 Teil C
Die Arbeit untersucht, wie internationale Klassenfahrten gestaltet sein müssen, um interkulturelles Lernen effektiv zu initiieren und interkulturelle Kompetenzen der Schüler mithilfe der englischen Sprache als Kommunikationsmittel zu entwickeln. Dabei wird analysiert, wie Theorie und Praxis in diesem Bereich zusammenwirken.
Der Wert internationaler Klassenfahrten
Für den Wert internationaler Klassenfahrten für den Erwerb interkultureller Kompetenzen ergeben sich aus den oben dargestellten Erkenntnissen acht Thesen, die THOMAS in seinem 1988 herausgegebenen Buch Interkulturelles Lernen im Schüleraustausch formuliert hat. Weil sich aktuelle Publikationen auf THOMAS’ Erkenntnisse beziehen, sehe ich seine Thesen als aktuell und in diesem Gebiet führend an.
Beobachten, Erfahren und Bewußtwerden [sic] fremdkultureller Formen sozialer Interaktion mit gleich- und gegengeschlechtlichen Altersgenossen hat einen hohen Aufforderungswert. Es fördert das Gewahrwerden eigener Interaktionsgewohnheiten, erweitert das Spektrum der sozialen Interaktionsformen und erhöht somit die soziale Handlungskompetenz (Thomas 1988 66).
Es wird deutlich, dass Schüler, die in Kontakt mit peers kommen, motiviert sind, mit ihnen zu interagieren. Dabei tritt der besondere Faktor der Interkulturalität hinzu, der Schüler neugierig machen soll auf das Unbekannte. Zu erfahren, wie andere Jugendliche in ihrem Alter leben, was sie denken und fühlen, wie ihr Schulalltag aussieht und mit diesen Jugendlichen Freundschaften zu schließen, ist ein hoch motivierender Faktor.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Reisen für die Bildung und führt in die Thematik des interkulturellen Lernens im schulischen Kontext ein.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden wissenschaftliche Ansätze zu Kultur, interkulturellem Lernen und den zu entwickelnden Kompetenzen dargelegt.
3. Internationale Klassenfahrten – Begegnung mit anderen Kulturen: Dieses Kapitel beschreibt den Wert internationaler Fahrten und bietet praktische Ansätze für deren Planung, Durchführung und Nachbereitung.
4. Fragebogenauswertungen: Hier werden die Ergebnisse der Lehrerbefragungen ausgewertet und mit der zuvor diskutierten Theorie abgeglichen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, interkulturelles Lernen fest in den Schulalltag und internationale Austauschprojekte zu integrieren.
Interkulturelles Lernen, Schüleraustausch, Internationale Klassenfahrten, Interkulturelle Kompetenz, Fremdsprachenunterricht, Englisch, Ethnozentrismus, Ethnorelativismus, Schülerauswahl, Projektcharakter, Handlungsfähigkeit, Globalisierung, pädagogische Betreuung, Lehrerfortbildung, Bildungsziele.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie internationale Klassenfahrten gestaltet werden müssen, damit Schüler durch interkulturelle Begegnungen und die Nutzung der englischen Sprache nachhaltig interkulturelle Kompetenzen erwerben können.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des interkulturellen Lernens, die Analyse von Kompetenzstufen, der Vergleich von Unterricht mit realen Austauschsituationen sowie eine empirische Untersuchung mittels Fragebögen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie internationale Klassenfahrten optimal organisiert werden müssen, um interkulturelles Lernen zu fördern und die Kluft zwischen theoretischen Bildungsansprüchen und der Schulpraxis zu überbrücken.
Die Autorin führte eine qualitative Befragung durch, indem sie fünf Lehrerinnen, die internationale Klassenfahrten organisieren oder durchgeführt haben, mittels eines Fragebogens zu ihren Erfahrungen und Ansichten befragte.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Fundierungen, eine pädagogische Charakterisierung internationaler Begegnungen sowie eine detaillierte Auswertung der Lehrerbefragungen inklusive einer tabellarischen Analyse der Antworten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie interkulturelles Lernen, Schüleraustausch, Handlungsfähigkeit, pädagogische Vorbereitung und interkulturelle Kompetenz charakterisieren.
Die Planung ist laut Autorin entscheidend, da eine gute Vorbereitung die Ängste der Schüler mindert, interkulturelles Interesse weckt und sicherstellt, dass die Reise nicht nur touristischen Charakter hat, sondern einen echten Bildungsmehrwert bietet.
Die Unterbringung in Gastfamilien wird als eine der intensivsten Chancen für interkulturelles Lernen bewertet, da sie den Schülern ermöglicht, den fremden Alltag hautnah zu erleben und sprachlich sowie sozial voll integriert zu werden.
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