Examensarbeit, 2006
120 Seiten, Note: 1,3
A Einleitung
B Betrachtung und Vergleich konventioneller und extensiv begrünter Flachdächer
I Historischer Rückblick
1 Das Flachdach
2 Rückblick auf die Entwicklung von Dachabdichtungen
II Technische Angaben zum Aufbau der zu untersuchenden Dachkonstruktionen
1 Arten, Aufgaben und Materialien der Bauteilschichten
1.1 Tragende Flachdachkonstruktion
1.2 Trennschichten/ Ausgleichsschichten
1.3 Dampfsperre/ Dampfbremse
1.4 Wärmedämmung
1.5 Abdichtung
1.6 Oberflächenschutz
1.7 Wurzelschutz
2 Das Umkehrdach
2.1 Aufbau
2.2 Funktion
3 Die zu untersuchenden Dachkonstruktionen
3.1 Das konventionelle, ungenutzte und unbegrünte Flachdach mit bituminöser Abdichtung
3.2 Das extensiv begrünte Flachdach
3.2.1 Extensive Bepflanzung im Mehrschichtenaufbau / Vegetationssubstrate
3.2.2 Extensive Bepflanzung mittels Vegetationsmatten
3.2.3 Extensive Bepflanzung mit System „Floratherm“ / „ZinCo-DUO-Dach“
III Vergleich des konventionellen und extensiv begrünten Flachdaches
1 Städtebauliche und gesellschaftliche Anforderungen an das Bauen
1.1 Rechtsvorschriften
1.2 Auswirkungen des Bauens auf den Menschen
1.3 Zwischenfazit
2 Eine Bewertung der Konstruktionen unter dem Aspekt Dauerhaftigkeit
3 Die bauphysikalischen und mechanischen Beanspruchungen – Anforderungen an die zu untersuchenden Konstruktionen
3.1 Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV)
3.2 Wärmeschutz / Tauwasserschutz / Verhalten bei Wassereinwirkung
3.2.1 Grundlagen des Tauwassernachweises
3.2.2 Tauwassernachweis nach Glaser
3.2.3 Bewertung der Konstruktionen
3.3 Brandschutz
3.4 Die mechanische Beanspruchung Windsog
3.4.1 Berechnung der Windsoglasten
3.4.2 Lagesicherheit auf dem bituminös abgedichteten Flachdach
3.4.3 Lagesicherheit der extensiven Dachbegrünung
4 Eine ökologische Bewertung der Dachkonstruktionen
4.1 Herstellung
4.2 Eigenschaften auf dem Dach
4.3 Rückbau und Entsorgung
4.4 Zwischenfazit
C Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten Vergleich zwischen konventionellen, unbegrünten Flachdächern und extensiv begrünten Flachdächern durchzuführen. Dabei wird untersucht, welchen Beitrag die Begrünung zur Flächenentsiegelung leistet und welche Anforderungen an das Bauwerk sowie den Menschen gestellt werden, um eine nachhaltige Bauweise unter Berücksichtigung von Dauerhaftigkeit, Bauphysik und Ökologie zu gewährleisten.
2 Rückblick auf die Entwicklung von Dachabdichtungen
„Mache dir einen Kasten aus Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen.“
Mit diesem Zitat aus dem Alten Testament zeigt Cziesielski, dass Menschen schon im Altertum, also 3000-1000 v. Chr. wussten, Bauwerke abzudichten. Die Abdichtungstechnik mit industriell hergestellten Abdichtungsmaterialien ist dagegen relativ jung.
Den Sündenfall auslassend, beschäftigt sich dieses Kapitel vornehmlich mit der Abdichtung von Dächern, die der Bauwerksabdichtung ausdrücklich nicht zuzuordnen ist, so Cziesielski. Bei dieser sind die Abdichtungen grundsätzlich ständig bedeckt und können nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr gewartet werden. Im Gegensatz dazu sind Dachabdichtungen weitgehend freiliegend. Auch wenn sie mit einem Oberflächenschutz (Kies, Plattenbelag, Dachbegrünung) bedeckt sind, können sie regelmäßig instand gehalten werden, so Cziesielski.
Die Bezeichnung „Pech“ aus dem Bibelzitat lässt auf ein Abdichtungsmaterial schließen, dessen Grundstoff auch heute noch sowohl für die Bauwerksabdichtung als auch für die Dachabdichtung gebraucht wird: Das Erdöl (Rohöl). Wo heute tiefe Bohrungen den immer knapper werdenden fossilen Rohstoff zutage fördern müssen, gelangte in vergangener Zeit das Erdöl aufgrund geologischer Formationen bis zur Erdoberfläche. Im Erdöl vorhandene flüchtige Bestandteile verflüchtigten sich unter der Sonneneinstrahlung und ließen als Destillationsrückstand ein bitumenähnliches Produkt zurück, welches die Menschen zur Bauwerksabdichtung heranzogen.
A Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Problematik der zunehmenden Flächenversiegelung und führt in das Forschungsziel ein, konventionelle und extensiv begrünte Flachdächer zu vergleichen.
B Betrachtung und Vergleich konventioneller und extensiv begrünter Flachdächer: Dieses Kapitel liefert einen historischen Kontext zur Entwicklung von Flachdächern und Dachabdichtungen sowie detaillierte technische Beschreibungen der Schichtaufbauten.
III Vergleich des konventionellen und extensiv begrünten Flachdaches: Dieser Abschnitt analysiert und bewertet die Dachkonstruktionen hinsichtlich städtebaulicher Anforderungen, Dauerhaftigkeit, bauphysikalischer Aspekte, Brandschutz, Windsog und ökologischer Nachhaltigkeit.
C Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der untersuchten Konstruktionen aus architektonischer, dauerhaftigkeits- und bauphysikalischer Perspektive.
Flachdach, Dachbegrünung, Bitumen, Abdichtung, Bauphysik, Wärmeschutz, Tauwassernachweis, Ökologie, Dauerhaftigkeit, EnEV, Umkehrdach, Nachhaltigkeit, Wurzelschutz, Dachabdichtung, Materialwahl.
Die Arbeit untersucht und vergleicht konventionelle, ungenutzte Flachdächer mit extensiv begrünten Dachkonstruktionen.
Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die Aspekte der Dauerhaftigkeit, die bauphysikalischen Anforderungen und eine ökologische Bewertung.
Ziel ist es, Bauherren und Planern Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, um Dächer den Bedürfnissen von Mensch, Bauwerk und Umwelt entsprechend zu gestalten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, den Vergleich technischer Schichtaufbauten sowie exemplarische bauphysikalische Berechnungen nach Glaser.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen des Schichtenaufbaus, eine detaillierte Gegenüberstellung der Konstruktionsvarianten und deren ökologische sowie bauphysikalische Bewertung.
Zentrale Begriffe sind Flachdach, Dachbegrünung, Abdichtung, Wärmeschutz, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit.
Beim Umkehrdach soll Feuchtigkeit ungehindert ausdiffundieren können, weshalb auf eine Dampfsperre verzichtet wird, um Bauschäden wie Schimmelpilzbildung zu vermeiden.
Sie schützt die Dachabdichtung vor dem aggressiven Wurzelwachstum der Begrünung, da andernfalls das Abdichtungsmaterial zerstört werden könnte.
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