Diplomarbeit, 2000
88 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Überblick
2. „Der Westen“ als Ziel.
2.1 Die türkische „Westbindung“.
2.1.1 Das Konzept
2.1.2 Die Westbindung der Republik Türkei.
2.1.3 Die Assoziierung mit der Europäischen Gemeinschaft.
2.2 „Kopenhagen“ – die Regeln für den Beitritt.
3. Die Türkei – ein Europäischer Staat?
3.1 Politisches System und Demokratische Strukturen.
3.1.1 Parlament und Regierung
3.1.2 Justizwesen und Korruptionsbekämpfung.
3.1.3 Politischer Einfluß des Militärs.
3.2 Menschenrechte und Minderheiten.
3.2.1 Menschenrechtsverletzungen.
3.2.2 Die Todesstrafe.
3.2.3 Minderheitenprobleme und Minderheitenschutz.
3.3 Zwischenergebnis: die Türkei – ein Europäischer Staat.
4. Reif für den Binnenmarkt?
4.1 Warum eine Zollunion? Der theoretische Rahmen.
4.2 Die Praxis türkischer Wirtschaftskraft: zwischen Estland und Polen.
4.2.1 Die „gespaltene“ Volkswirtschaft.
4.2.2 Der Arbeitsmarkt: wird Europa „überflutet“?
4.3 Schon integriert? Der türkische Außenhandel.
4.3.1 Der Zollunionvertrag und die Zollunion.
4.3.2 Gemeinsame Handelsbeziehungen in der Zollunion.
4.4 Viel Arbeit: der „Gemeinschaftsrechtliche Besitzstand“.
4.4.1. Das Paket „Zollunion“.
4.4.2. Das Paket „Europäische Strategie“.
4.4.3. Sonstige Bereiche des GRBSt.
4.5 Zwischenergebnis: nicht reif für den Binnenmarkt.
5. Gefährdet Ankara die Stabilität der EU?
5.1 Die Türkei und die GASP.
5.1.1 Die außenpolitische Lage der Türkei.
5.1.2 Der Streit mit Griechenland I: Die Zypernfrage.
5.1.3 Der Streit mit Griechenland II: Die Ägäisfrage.
5.2 Weitere Fragen einer türkischen EU-Mitgliedschaft.
5.2.1 Auswirkungen auf das institutionelle Gleichgewicht.
5.2.2 Die Positionen der Mitgliedstaaten und der anderen Kandidaten.
5.3 Zwischenergebnis: überschaubare Risiken für die EU.
6. Ankara muß ins Boot. Plädoyer für eine glaubwürdige Beitrittsstrategie.
Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis zwischen der Europäischen Union und der Türkei in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und unter welchen Voraussetzungen die Türkei eine realistische Perspektive auf eine EU-Vollmitgliedschaft besitzt und ob eine solche Aufnahme im Interesse beider Seiten liegt.
3.1.3 Politischer Einfluß des Militärs.
„In der Türkei muß man stets zwischen Worten und Taten unterscheiden. Erstere sind wohlfeile, doch wertlose Münze der Politiker. Handeln aber tun immer noch die Generäle.“
Als absolutes Unikum in westlichen Staaten – und mit den Standards moderner Demokratien unvereinbar – kann der Einfluß des „Nationalen Sicherheitsrats“ gelten. Zwar ist er formal weitgehend ein Beratungsorgan, doch in der politischen Praxis spielt er eine Schlüsselrolle bei „formulation and implementation of national security policy and also covers a wide range of political matters“. Er „ist das eigentliche Machtzentrum der Türkei. Die ,Empfehlungen’ des faktisch vom Militär dominierten Rats sind für jedes türkische Kabinett Befehle, denen sofort Folge zu leisten ist.“ Eingerichtet wurde der Nationale Sicherheitsrat durch die Verfassung von 1961, vor allem, um der Militärführung eine weitreichende Kontrolle des politischen Systems zu ermöglichen. Seitdem hat diese Institution alle Verfassungsreformen überlebt – schon die öffentliche Diskussion über das Gremium war bis vor kurzem praktisch unmöglich.
1. Einleitung: Einführung in die komplexe Beitrittsthematik und Vorstellung der zentralen Fragestellung der Arbeit.
2. „Der Westen“ als Ziel.: Analyse der historischen Grundlagen der türkischen Westorientierung und ihrer Assoziierung mit der EU.
3. Die Türkei – ein Europäischer Staat?: Untersuchung der demokratischen Strukturen, der Menschenrechtslage und des Einflusses des Militärs unter Berücksichtigung der Kopenhagener Kriterien.
4. Reif für den Binnenmarkt?: Bewertung der türkischen Wirtschaftskraft, der Zollunion und der Herausforderungen bei der Übernahme des Gemeinschaftsrechts.
5. Gefährdet Ankara die Stabilität der EU?: Analyse der außenpolitischen Spannungsfelder wie der Zypern- und Ägäisfrage im Kontext der GASP.
6. Ankara muß ins Boot. Plädoyer für eine glaubwürdige Beitrittsstrategie.: Fazit und Empfehlungen für eine strukturierte Beitrittsstrategie zwischen der EU und der Türkei.
Europäische Union, Türkei, Beitritt, Zollunion, Kopenhagener Kriterien, Menschenrechte, Minderheitenschutz, Militär, Demokratisierung, Zypernfrage, Ägäisfrage, Außenpolitik, Wirtschaftsintegration, Kemalismus, Reformprozess.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach einer möglichen EU-Mitgliedschaft der Türkei, wobei sie insbesondere die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen sowie die historische Entwicklung beleuchtet.
Die zentralen Themen sind die politische Transformation der Türkei, der Einfluss des Militärs auf die Zivilgesellschaft, die Menschenrechtslage sowie die wirtschaftliche Integration durch die Zollunion.
Das Ziel ist es, den aktuellen Stand des EU-Türkei-Verhältnisses zu bewerten und zu analysieren, ob die Türkei die notwendigen Voraussetzungen für einen Beitritt erfüllt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Dokumenten der EU-Kommission, rechtlichen Verträgen, politikwissenschaftlicher Literatur und aktuellen Medienberichten aus dem Untersuchungszeitraum.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Kopenhagener Kriterien, die Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit außenpolitischen Konflikten.
Zu den prägenden Schlagworten gehören EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Zollunion, Menschenrechte, Zivil-Militär-Verhältnis und regionale Stabilität.
Das Militär stellt durch seinen großen politischen Einfluss im Nationalen Sicherheitsrat ein erhebliches Hindernis für die demokratische Konsolidierung dar, was von der EU konsequent als Beitrittshindernis angeführt wird.
Die Zollunion wird als ein wirtschaftlicher Integrationsschritt gewertet, der jedoch aufgrund der türkischen Wirtschaftsstruktur und fehlender begleitender Strukturhilfen die erhofften positiven Effekte für die Türkei bisher nur begrenzt entfaltet hat.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

