Bachelorarbeit, 2006
47 Seiten, Note: 1
1. Einleitung - Was ist Ostalgie?
2. Meine Wahl der literarischen Werke
3. Die Beschreibung der einzelnen Bücher und deren Autoren
3.1 Thomas Brussig – Am kürzeren Ende der Sonnenallee
3.2 Jana Hensel – Zonenkinder
3.3 Cladia Rusch - Meine freie deutsche Jugend
3.4 Michael Tetzlaff – Ostblöckchen
3.5 Zusammenfassung
4. Abschluss
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Ostalgie in der zeitgenössischen deutschen Literatur. Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, wie junge Autoren, die ihre Kindheit in der DDR verbracht haben, diese Zeit in ihren Werken reflektieren und welche Rolle dabei die Verarbeitung persönlicher Erinnerungen spielt.
3.1 THOMAS BRUSSIG – AM KÜRZEREN ENDE DER SONNENALLEE
Das Buch, von dem schon Vieles geschrieben wurde. Das Buch, das schon in mehreren Auflagen herausgegeben wurde. Das Buch, dank dem sein Verfasser in den Kreis der erfolgreichsten gegenwärtigen Schriftsteller trat. Das Buch, das an den Ausbruch dieses großen Phänomens – der Ostalgie-Welle Anteil hatte. Alle diese Merkmale verbindet das Buch Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig.
Thomas Brussig wurde 1965 in Berlin geboren und verbrachte dort seine Jugend. Nach dem Abitur arbeitete er als Museumspförtner, Tellerwäscher und Reiseleiter, bevor er an der Filmhochschule Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg Dramaturgie studierte. Seit 1995 ist er als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Er lebt in Berlin.
Sein erster Roman, Wasserfarben, wurde 1991 unter einem Pseudonym veröffentlicht. Vier Jahre später erschien sein Roman Helden wie wir. Sein dritter Roman Am kürzeren Ende der Sonnenallee wurde 1999 zum Bestseller. Am 7. Oktober – der 50. Jahrestag der DDR-Gründung - kommt der Film Sonnenallee in die deutschen Kinos. Regie führte Leander Haußmann. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Thomas Brussig. Der Film wurde zum erfolgreichsten deutschen Kinofilm des Jahres. Im Februar 1999 wurden die beiden Autoren mit dem Drehbuchpreis der Bundesregierung ausgezeichnet.
1. Einleitung - Was ist Ostalgie?: Diese Einführung definiert den Begriff der Ostalgie und erläutert deren wachsende Bedeutung und Kritik in der zeitgenössischen deutschen Literatur.
2. Meine Wahl der literarischen Werke: Hier werden die Auswahlkriterien für die untersuchten literarischen Werke dargelegt, wobei der Fokus auf klassischen und neuen Titeln der Ostalgie-Literatur liegt.
3. Die Beschreibung der einzelnen Bücher und deren Autoren: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Analyse und Charakterisierung von vier ausgewählten Romanen sowie deren Autoren.
3.1 Thomas Brussig – Am kürzeren Ende der Sonnenallee: Das Kapitel behandelt den Hintergrund, die Handlung und die erzählerische Gestaltung des Romans sowie dessen Rezeption als ostalgischer Bestseller.
3.2 Jana Hensel – Zonenkinder: Hier wird der Essayband hinsichtlich der kollektiven Erfahrung der "Zonenkinder" und der entpolitisierten Sicht auf die DDR-Kindheit untersucht.
3.3 Cladia Rusch - Meine freie deutsche Jugend: Dieses Kapitel analysiert, wie die Autorin persönliche DDR-Alltagsgeschichten mit der politischen Dimension ihres oppositionellen Elternhauses verknüpft.
3.4 Michael Tetzlaff – Ostblöckchen: Die Analyse konzentriert sich auf die komische Perspektive des Autors, der seine Kindheit als Reihe von Anekdoten und humorvollen Missverständnissen darstellt.
3.5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die gemeinsamen Themen der behandelten Werke, wie etwa den Umgang mit Verboten und die Funktion der Literatur als persönliches Zeugnis.
4. Abschluss: Der Abschluss reflektiert die zukünftige Bedeutung der Ostalgie-Literatur für die Vergangenheitsbewältigung und deren Relevanz für kommende Generationen.
Ostalgie, DDR-Literatur, Erinnerungskultur, Kindheit in der DDR, Thomas Brussig, Jana Hensel, Claudia Rusch, Michael Tetzlaff, Vergangenheitsbewältigung, Ostdeutschland, Identität, DDR-Alltag, Sonnenallee, Zonenkinder, Zeitgeschichte
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Ostalgie in der modernen deutschen Literatur und wie dieses Phänomen durch die Werke junger Autoren, die in der DDR aufgewachsen sind, literarisch verarbeitet wird.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Kindheit in der DDR, die Verarbeitung von Erinnerungen, die Auswirkungen der politischen Systeme auf den Alltag und die Suche nach einer eigenen Identität nach der Wende.
Das primäre Ziel ist es, den Stellenwert dieser Literatur innerhalb der deutschen Literaturgeschichte zu bestimmen und zu verstehen, warum die Darstellung von DDR-Alltagserlebnissen sowohl bei Lesern als auch bei Kritikern so unterschiedliche Reaktionen hervorruft.
Die Arbeit nutzt eine beschreibende und analytische Methode, bei der zentrale literarische Werke ausgewählt, in ihren historischen Kontext eingeordnet und inhaltlich auf ihre Erzählweise sowie ihre thematischen Schwerpunkte untersucht werden.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung und Analyse von vier spezifischen Werken: "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" von Thomas Brussig, "Zonenkinder" von Jana Hensel, "Meine freie deutsche Jugend" von Claudia Rusch und "Ostblöckchen" von Michael Tetzlaff.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ostalgie, DDR-Literatur, Erinnerungskultur, Vergangenheitsbewältigung, Autobiografik und den DDR-Alltag charakterisiert.
Während Brussig den Fokus eher auf eine humorvolle, pointierte Darstellung einer jugendlichen Clique in der Sonnenallee legt, reflektiert Hensel in ihren Essays stärker über die kollektive Erfahrung einer ganzen Generation und den emotionalen Bruch durch die Wende.
Die Rolle der Politik ist unterschiedlich ausgeprägt: Bei Claudia Rusch ist sie aufgrund ihres oppositionellen Hintergrunds sehr präsent, während Autoren wie Michael Tetzlaff die DDR eher durch die "kindliche Brille" betrachten und das politische System oft nur im Kontext von komischen Missverständnissen oder Anekdoten thematisieren.
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