Diplomarbeit, 2007
113 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. UNTERSUCHUNGSGEBIET
2.1 Geographische Lage und Bodenverhältnisse
2.2 Klima
2.2.1 Temperatur
2.2.2 Niederschlag
2.3 Vegetation
3. MATERIAL UND METHODEN
3.1 Experimentelles Design
3.2 Saugfangmethode
3.3 Manipulation der Netzspinnendichte
3.3.1 Einmaliges Absaugen
3.3.2 Kontinuierliches Absammeln
3.3.3 Argiope bruennichi
3.4 Probenahmen
3.4.1 Saugfänge
3.4.2 Netzzählung
3.4.3 Ermittlung der Dichte von Argiope bruennichi
3.4.4 Vegetationsaufnahme
3.4.5 Entnahme von Bodenstreuproben
3.4.6 Mikroklimamessungen
3.5 Bearbeitung und Bestimmung der Fänge
3.6 Statistische Analysen
3.6.1 Varianzanalyse
3.6.2 Korrespondenzanalyse (Ordination)
3.7 Analyse der stabilen Isotope
4. ERGEBNISSE
4.1 Arthropodengemeinschaft
4.2 Netzbauende Spinnen
4.2.1 Manipulation der Netzspinnendichte
4.2.1.1 Netzspinnen - Gesamtdichte
4.2.1.2 Große Netzspinnen
4.2.1.3 Argiope bruennichi
4.2.1.4 Netzzählung
4.3 Vagante Spinnen
4.3.1 Vagante Spinnen - Gesamtdichte
4.3.2 Zoridae, Clubionidae und Lycosidae
4.3.3 Mimetidae
4.4 Auchenorrhyncha
4.4.1 Zikaden - Gesamtdichte
4.4.2 Zikadenarten
4.4.3 Fulgoromorpha - Larven
4.5 Korrespondenzanalyse
4.6 Heteroptera, Thysanoptera
4.7 Weitere Insektengruppen
4.8 Masse der Bodenstreu
4.9 Mikroklimamessungen
4.10 Analyse der stabilen Isotope 13C und 15N
5. DISKUSSION
5.1 Eignung der Saugfangmethode
5.2 Vergleich der Arthropodengemeinschaften beider Graslandhabitate
5.2.1 Habitatstrukturen
5.2.2 Arthropodenfauna
5.2.2.1 Araneida
5.2.2.2 Auchenorrhyncha
5.2.2.3 Heteroptera und Thysanoptera
5.3 Einflüsse der Netzspinnen auf die Herbivorengemeinschaften
5.3.1 Manipulation der Netzspinnendichte
5.3.2 Effekte auf Zikaden
5.3.3 Effekte auf weitere Insektengruppen
5.4 Erstellung eines Nahrungsnetzes durch die Analyse der stabilen Isotope
5.5 Beziehungen der untersuchten Arthropodengemeinschaft im Grasland
5.6 Schlussfolgerungen und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss netzbauender Spinnen, insbesondere der Wespenspinne Argiope bruennichi, auf herbivore Insekten in zwei unterschiedlich strukturierten Graslandökosystemen. Ziel ist es, durch Freilandexperimente und die Analyse stabiler Isotope direkte und indirekte top-down-Effekte sowie die Stellung der Prädatoren innerhalb des trophischen Beziehungsgefüges zu klären.
5.3 Einflüsse der Netzspinnen auf die Herbivorengemeinschaften
Um die Fragen nach der Intensität und Bedeutung direkter und indirekter Auswirkungen von netzbauenden Spinnen auf herbivore Insekten zu beantworten und die Ergebnisse statistisch absichern zu können, wurde der Freilandversuch in einem zweifaktoriellen Blockdesign angelegt. Zum Nachweis des direkten Fraßdrucks der Räuber auf die Pflanzenfresser wurde die Netzspinnendichte manipuliert. Um festzustellen, ob die Prädatoren auch Verhaltensänderungen (Fluchtverhalten) bei ihren Beutetieren auslösen, wurde die Bewegungsfreiheit der Arthropoden beeinflusst. Auf unbehandelten Kontrollflächen wurden die natürlichen Dichteverhältnisse der Arthropoden ermittelt, um durch die Manipulation hervorgerufene Fehler abzuschätzen.
Durch die Anordnung des Blockdesigns sollten die verschiedenen Varianten entlang eines mutmaßlichen Gradienten bezüglich der bodennahen Temperatur und Luftfeuchtigkeit gleichmäßig verteilt werden. Insbesondere in Atzenhausen wurden diese Umweltfaktoren durch die partielle Beschattung der Fläche beeinflusst. Einige Arthropodengruppen (z.B. Isopoda) reagierten darauf mit veränderten Abundanzen.
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der trophischen Kaskaden in Graslandhabitaten und die ökologische Rolle der Wespenspinne als Prädator.
2. UNTERSUCHUNGSGEBIET: Beschreibung der Standorte Atzenhausen und Gartetal hinsichtlich geographischer Lage, Klima und Vegetation.
3. MATERIAL UND METHODEN: Detaillierte Erläuterung des zweifaktoriellen Versuchsdesigns, der Saugfang- und Manipulationsmethoden sowie der statistischen Analysen und der Isotopenuntersuchung.
4. ERGEBNISSE: Präsentation der erhobenen Daten zu Arthropodengruppen, Spinnen- und Zikadenabundanzen, statistische Auswertungen der Manipulationseffekte und Darstellung des Nahrungsnetzes.
5. DISKUSSION: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf direkte und indirekte Prädationseffekte, Habitatsunterschiede und trophische Kaskaden unter Einbeziehung der Fachliteratur.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Kompakte Wiederholung der zentralen Untersuchungsmethoden und der wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Arbeit.
Argiope bruennichi, Netzspinnen, Grasland, Zikaden, Nahrungsnetz, stabile Isotope, top-down-Effekte, Prädation, trophische Kaskaden, Artenvielfalt, Habitatstruktur, Saugfangmethode, Arthropodengemeinschaft.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss netzbauende Spinnen, insbesondere die Wespenspinne, auf die Gemeinschaft pflanzenfressender Insekten in Graslandökosystemen ausüben.
Die zentralen Felder sind die trophischen Interaktionen zwischen Prädatoren (Spinnen) und Herbivoren (Zikaden, Wanzen) sowie der Vergleich unterschiedlicher Habitatstrukturen.
Das Ziel ist es, direkte Fraßeffekte von einer bloßen Abwanderung der Beute durch Verhaltensänderungen (indirekte Effekte) abzugrenzen und trophische Beziehungen durch Isotopenanalysen darzustellen.
Es wurde ein zweifaktorielles Freiland-Blockdesign zur Manipulation der Spinnendichte angewandt, ergänzt durch Saugfänge und Analysen stabiler Isotope (13C und 15N).
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die detaillierte Ergebnispräsentation der verschiedenen Insektengruppen und deren statistische Auswertung sowie die anschließende ökologische Diskussion.
Wichtige Begriffe sind Netzspinnen, Argiope bruennichi, Zikadenabundanz, Habitatstruktur, top-down-Kontrolle und Nahrungsnetz-Analysen.
Das Gartetal wies eine höhere Netzspinnendichte und eine größere Artenvielfalt auf als die Glatthaferwiese in Atzenhausen, was maßgeblich auf die feuchteren, schattigeren Habitatbedingungen zurückzuführen ist.
Die Umzäunung führte bei verschiedenen Zikaden- und Insektengruppen zu signifikanten Dichteänderungen, die teilweise auf Störeffekte oder den Ausschluss von Fluchtwegen zurückzuführen sind.
Die Isotopenanalyse ermöglichte die Einordnung der untersuchten Arten in trophische Ebenen und bestätigte, dass Netzspinnen und vagante Spinnen auf höheren Ebenen als die Zikaden und Wanzen im Nahrungsnetz stehen.
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