Diplomarbeit, 2007
78 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Entdeckung der Elektrizität und deren Bedeutung heute
2.1 Weltenergiemarktsituation
2.2 Bedeutung des Standortfaktors Energie für die Gesamtwirtschaft
3 Entwicklung und Struktur der Stromversorgung in Deutschland
3.1 Akteure
3.1.1 Erzeuger
3.1.2 Zwischenhändler
3.1.3 Abnehmer
3.2 Versorgungsnetz und Zuverlässigkeit
4 Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland
4.1 Kernenergie
4.2 Braunkohle
4.2.1 Steinkohle
4.3 Erdgas
4.4 Erneuerbare Energiequellen
5 Der Strompreis und seine Entwicklung in Deutschland
5.1 Zusammensetzung des Strompreises
5.1.1 Stromsteuer
5.1.2 Konzessionsabgabe
5.1.3 Abgabe aus dem Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)
5.1.4 Abgabe aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK)
5.1.5 Abgabe aus der Mehrwertsteuer (MWst)
5.1.6 CO2-Verschmutzungszertifikate
5.2 Strompreisentwicklung in den ersten Jahren der Liberalisierung (1998-2002)
5.3 Weitere Strompreisentwicklung im Zuge der Liberalisierung ab 2002
5.4 Unbundling
5.5 Wettbewerbsmodelle
5.5.1 Durchleitungsmodell
5.5.2 Poolmodell
5.5.3 Alleinabnehmermodell
6 Wesentliche Änderungen des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) als Anstoß zur Liberalisierung
7 Liberalisierung des deutschen Strommarktes
7.1 Gewinner
7.2 Verlierer und Gründe
7.3 Zukünftige Entwicklungen am Markt
7.4 Lösungsansätze für mehr Wettbewerb
8 Strommarkt in Europa
8.1 Marktöffnung auf europäischen Strommärkten
8.1.1 Norwegen
8.1.2 Finnland
8.1.3 Österreich
8.1.4 Großbritannien
8.2 Stromhandel in Europa
8.2.1 Strombörsen
8.2.2 Stromexport/-import
8.3 Strompreisentwicklungen
8.4 Zukünftige Entwicklung auf dem europäischen Strommarkt
8.5 Lösungsansätze für einen verbesserten europäischen Strommarkt
9 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den deutschen Elektrizitätsmarkt sowie ausgewählte europäische Märkte, um die Konsequenzen der Liberalisierung zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf der Preisentwicklung für Haushaltskunden vor und während der Liberalisierung liegt.
3.2 Versorgungsnetz und Zuverlässigkeit
Das deutsche Stromversorgungsnetz umfasst eine Strecke bestehend aus Kabeln und Leitungen von 1.586.800 Kilometer Länge quer durch die Republik (Stand: 2002). Die Leitungen werden von mehr als einer halben Million Transformatoren gespeist, welche eine jährliche Versorgungsleistung von ca. 635 Mrd. kWh zur Verfügung stellen (Stand: 2006). Trotz dieses riesigen Netzumfangs gilt das deutsche Stromnetz als eines der zuverlässigsten Netzsysteme weltweit.
Die Zuverlässigkeit des deutschen Stromnetzes ist vor allem mit der gut ausgebauten Struktur des Netzes und mit seiner ständigen Wartung begründet. Einzelne Ausfälle bzw. Störungen des Erzeugerparks sind daher leicht von anderen Kraftwerken zu kompensieren. Falls doch Kraftwerke und deren Leitungen im Betriebsablauf gestört sein sollten, betreffen diese Ausfälle oft nur eine kleine Anzahl von Bürgern und nicht die ganze Republik. Stromausfälle, die ganze Nationen lahm legen können, wie in Italien am 23. September 2003, sind in Deutschland unvorstellbar. Schon oft berichteten die Medien in der Vergangenheit über stundenlange Stromausfälle, die ganze Teile der USA und andere Länder lahm legten. Oft sind diese Ausfälle durch Naturkatastrophen begünstigt oder lösen diese sogar aus.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Liberalisierung des deutschen Strommarktes ein und erläutert das Ziel der Arbeit, den Markt und die Preisentwicklung im europäischen Vergleich zu betrachten.
2 Entdeckung der Elektrizität und deren Bedeutung heute: Dieses Kapitel behandelt die historischen Grundlagen der Stromgewinnung und die wachsende Bedeutung von Elektrizität für die moderne Gesellschaft und Wirtschaft.
3 Entwicklung und Struktur der Stromversorgung in Deutschland: Hier wird die historische Entwicklung der Versorgungsstrukturen in Deutschland sowie die Rolle der verschiedenen Akteure (Erzeuger, Zwischenhändler, Abnehmer) analysiert.
4 Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Energiemix, unterteilt in konventionelle Energieträger wie Kernenergie, Kohle und Erdgas sowie erneuerbare Energiequellen.
5 Der Strompreis und seine Entwicklung in Deutschland: Es wird detailliert auf die Zusammensetzung des Strompreises eingegangen, insbesondere auf staatliche Abgaben und Steuern sowie die Preisentwicklung während der Liberalisierungsphasen.
6 Wesentliche Änderungen des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) als Anstoß zur Liberalisierung: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Reformen, die den rechtlichen Weg zur Marktöffnung in Deutschland geebnet haben.
7 Liberalisierung des deutschen Strommarktes: Hier werden die Ergebnisse der Liberalisierung, die Identifikation von Gewinnern und Verlierern sowie die zukünftigen Entwicklungen und Lösungsansätze am deutschen Markt bewertet.
8 Strommarkt in Europa: Dieser Abschnitt vergleicht die Situation in Deutschland mit anderen europäischen Ländern, untersucht den Stromhandel und bietet Ausblicke auf künftige Entwicklungen im europäischen Binnenmarkt.
9 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Analyse zusammen und reflektiert den Liberalisierungsprozess im europäischen Vergleich.
Liberalisierung, Strommarkt, Energiewirtschaft, Strompreis, Wettbewerb, Energieversorgungsunternehmen, Elektrizität, Stromhandel, Netzstruktur, Ökosteuer, Energiemix, Unbundling, Regulierungsbehörde, Energiepolitik, Stromnetze
Die Arbeit analysiert die Konsequenzen der Liberalisierung des deutschen Strommarktes und setzt diese in den Kontext der Entwicklungen in anderen europäischen Ländern.
Zu den zentralen Themen gehören die Struktur der Stromversorgung, die Preisentwicklung und deren Determinanten, der Wettbewerbsprozess sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft.
Das Hauptziel ist es, die Auswirkungen der Liberalisierung auf die Strompreise für private Haushalte zu untersuchen und zu bewerten, warum die erhofften Preissenkungen in Deutschland weitgehend ausblieben.
Der Autor führt eine qualitative Analyse durch, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten, gesetzlichen Regelungen und der Untersuchung von Preisentwicklungen in verschiedenen europäischen Märkten basiert.
Im Hauptteil werden der Energiemix, die Komponenten des Strompreises (wie Steuern und Abgaben), die Akteure am Markt, die Auswirkungen des Unbundlings sowie die Unterschiede zwischen deutschen und europäischen Strommärkten detailliert beschrieben.
Wichtige Schlüsselwörter sind Liberalisierung, Strommarkt, Wettbewerb, Strompreis, staatliche Abgaben, Energiemix und Netzregulierung.
Laut der Arbeit wurde der Effekt des Wettbewerbs durch neu auferlegte staatliche Zusatzlasten (Steuern und Abgaben) sowie die Marktmacht der großen Energiekonzerne neutralisiert.
Das Unbundling (die Trennung von Netzbetrieb und Vertrieb) wird als notwendige Voraussetzung für fairen Wettbewerb gesehen, um Diskriminierungen beim Netzzugang zu verhindern.
Die Märkte weisen deutliche Unterschiede in ihrem Energiemix, den Steuersätzen auf Elektrizität und der Ausprägung des Wettbewerbs auf, wobei nordische Länder wie Norwegen und Finnland als Vorreiter für Wettbewerb gelten.
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