Diplomarbeit, 2007
73 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Der Begriff und das Wesen von Information
2.1 Erster Einblick in den Informationsbegriff
2.1.1 Herkunft des Begriffs
2.1.2 Information in der Semiotik
2.1.3 Der Informationsbegriff nach SHANNON und WEAVER
2.2 Informationen in der Betriebswirtschaftslehre
2.2.1 Definitionen von Information
2.2.2 Aufstellen einer zweckmäßigen Definition
2.2.3 Eigenschaften von Informationen
2.2.4 Informationen als wirtschaftliches Gut
3 Die Produktion von Dienstleistungen
3.1 Der Dienstleistungsbegriff
3.2 Das Produktionssystem der Dienstleistungserstellung
3.2.1 Der Produktionsbegriff und das allgemeine Produktionssystem
3.2.2 Der Input
3.2.2.1 Die Produktionsfaktoren
3.2.2.2 Der externe Faktor
3.2.3 Der Transformationsprozess
3.2.3.1 Die Vorkombination
3.2.3.2 Die Endkombination
3.2.4 Der Output
3.3 Die Probleme des Produktionsfaktors Information
3.4 Die Produktion von Information
3.5 Stand der Produktionsforschung für Dienstleistungen
3.5.1.1 Dienstleistungen als Problemlösung
3.5.1.2 Prozessorientiertes Konzept
4 Fallbeispiel: Die Unternehmensberatung
4.1 Das Wesen von Unternehmensberatungen
4.2 Der Produktionsprozess von Unternehmensberatungsdienstleistungen
4.3 Informationsverarbeitung und -produktion in Unternehmensberatungen
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den produktionstheoretischen Hintergrund von Dienstleistungen vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung von Informationen als zentralem Wettbewerbsfaktor. Das primäre Ziel ist es, den Begriff der Information zu definieren, die Rolle von Informationen im Produktionsprozess von Dienstleistungen zu analysieren und ein Verständnis für die damit verbundenen produktionstheoretischen Herausforderungen zu entwickeln.
3.2.3.2 Die Endkombination
In die Endkombination, welche die zweite Phase der Dienstleistungsproduktion darstellt, fließen die in der Vorkombination erstellte Leistungsbereitschaft, interne Produktionsfaktoren und der externe Faktor ein. Mithilfe dieser Faktoren wird schließlich die fertige Dienstleistung erstellt. Hierbei kommt dem externen Faktor eine große Bedeutung zu, da er die „grundlegende Voraussetzung für die Endkombination“ darstellt. Aus diesem Grund wird speziell in der Phase der Endkombination der Fokus auf diesen vom Dienstleistungsnachfrager bereitgestellten Faktor gerichtet. Die Endkombination beginnt erst mit dem Eintritt des externen Faktors in den Produktionsprozess. Dabei ist der externe Faktor für die Erstellung einer Dienstleistung als causa efficiens zu betrachten. Das entstehende marktfähige Dienstleistungsprodukt steht dabei in starker Abhängigkeit zu dem mengenmäßigen Einsatz des externen Produktionsfaktors.
GÖSSINGER beschreibt die Phase der Endkombination folgendermaßen: „In der Endkombination wird für einen oder mehrere Nachfrager durch Nutzung des Leistungspotentials im Sinne eines aggregierten Produktionsfaktors eine beabsichtigte Änderung von Eigenschaften des externen Produktionsfaktors vorgenommen. Dieser Prozeß wird durch das Einbringen des externen Produktionsfaktors in den Dienstleistungsprozeß initiiert.“ Eine Besonderheit des Produktionsprozesses stellt dabei die Beziehung zwischen der Beschaffung des externen Faktors und dem Absatz der Leistung dar, da diese zeitgleich ablaufen. Der Dienstleistungsanbieter hat folglich, im Gegensatz zur Sachgüterproduktion, nicht die Möglichkeit die Beschaffung des externen Faktors seinen eigenen produktionsbedingten Erfordernissen anzugleichen. Anhand der zeitlichen Parallelität von Produktion und dem Absatz der Leistung lässt sich ebenfalls schließen, dass Dienstleistungen nicht lagerfähig sind. Infolgedessen können Absatzschwankungen nicht durch Lagerhaltung der Dienstleistungen ausgeglichen werden, was wiederum einige Probleme für den Produzenten der Dienstleistung mit sich bringt. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber der Sachgüterproduktion liegt in der Unmöglichkeit der Begutachtung der Leistung vor dessen Erbringung.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und beschreibt den Gang der Untersuchung.
2 Der Begriff und das Wesen von Information: In diesem Kapitel wird der Informationsbegriff sowohl aus einer allgemeinen Perspektive als auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht definiert und analysiert.
3 Die Produktion von Dienstleistungen: Der Schwerpunkt dieses Kapitels liegt auf der detaillierten Untersuchung des Produktionssystems von Dienstleistungen sowie der Rolle und Problematik des Faktors Information in diesem Prozess.
4 Fallbeispiel: Die Unternehmensberatung: Dieses Kapitel verdeutlicht die theoretischen Erkenntnisse anhand des Beispiels der Unternehmensberatung als informationsintensive Dienstleistung.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammenfassend bewertet und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Produktionstheorie für Dienstleistungen gegeben.
Information, Dienstleistungsproduktion, Produktionstheorie, Dienstleistungsgesellschaft, Unternehmensberatung, Externer Faktor, Leistungsbündel, Informationsmanagement, Produktivitätsforschung, Produktionsfaktoren, Informationsverarbeitung, Transformationsprozess, Leistungsbereitschaft, Vorkombination, Endkombination.
Die Arbeit untersucht die Produktion von Dienstleistungen aus einer produktionstheoretischen Perspektive, wobei der Fokus insbesondere auf dem Faktor Information liegt.
Zentrale Themen sind der Informationsbegriff, das Produktionssystem von Dienstleistungen, die Herausforderungen bei der Integration des externen Faktors und die Anwendung dieser Konzepte auf die Unternehmensberatung.
Das Ziel ist es, den produktionstheoretischen Hintergrund von Dienstleistungen vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Informationen zu erhellen und kritische Forschungspunkte aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um Begriffe und Modelle der Betriebswirtschaftslehre und Produktionstheorie auf Dienstleistungen zu übertragen und kritisch zu hinterfragen.
Im Hauptteil werden zunächst Informationsbegriffe analysiert, anschließend wird das Dienstleistungsproduktionssystem detailliert beschrieben und abschließend wird die Unternehmensberatung als Fallbeispiel herangezogen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dienstleistungsproduktion, Information, Produktionstheorie, externer Faktor und Unternehmensberatung charakterisieren.
Der externe Faktor, meist der Kunde mit seinem Mitwirken, ist eine zwingende Voraussetzung für die Dienstleistungserstellung und stellt den Produzenten vor besondere Herausforderungen bei der Planung und Steuerung.
Die Unternehmensberatung dient als Beispiel, da sie eine hochgradig informationsintensive Dienstleistung darstellt, bei der der Produktionsprozess besonders stark vom Faktor Information abhängt.
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