Wissenschaftlicher Aufsatz, 2007
74 Seiten
Teil I: Grundlagen
1. Ausgangsposition
2. IGLU
2.1 Vorbemerkungen
2.2 Qualität der Lesekompetenz
2.3 Ergebnisse
3. PISA
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Kompetenzstufen
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Mathematische Kompetenz
3.3.2 Lesekompetenz
3.3.3 Naturwissenschaftliche Kompetenz
3.3.4 Problemlösungskompetenz
3.3.5 Schlussfolgerungen
4. DESI
4.1 Vorbemerkungen
4.2 Kompetenzstufen
4.3 Ergebnisse
4.3.1 Lesekompetenz
4.3.2 Sprachkompetenz
4.3.3 Sozioökonomischer Hintergrund
4.3.4 Förderung im Deutschunterricht
4.3.5 Quintessenz und Ausblick
5. TIMSS
5.1 Vorbemerkungen
5.2 Kompetenzniveaus
5.3 Kompetenzstufen
5.4 Ergebnisse
5.4.1 Probleme
5.4.2 Entwicklungsperspektiven
Teil II: Qualitätsentwicklung
1. Probleme der Qualitätsentwicklung
2. Konzept der Qualitätsentwicklung
2.1 Externes QM
2.1.1 Strukturen des Bildungswesens
2.1.2 Prozesse des Bildungswesens
2.1.3 Ergebnisse des Bildungswesens
2.2 Internes QM
2.3 Systematik von Bildungszielen, -standards und –kompetenzen
2.3.1 Funktion von Bildungszielen
2.3.2 Funktion von Bildungsstandards
2.3.2.1 Professionelle Standards
2.3.2.2 Outputorientiere Standards
2.4 Funktion der Kompetenzbestimmung
2.5 Kontext zur qualitätsorientierten Bildungsberichterstattung
3. Zusammenfassung
Das Ziel der Arbeit ist die Erörterung von Ansätzen zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen auf Basis internationaler Vergleichsstudien. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Bildungsziele, -standards und Kompetenzen systematisch in ein Qualitätsmanagement-Modell integriert werden können, um eine effektive Steuerung des Bildungssystems zu ermöglichen.
3.3.5 Schlussfolgerungen
„Hervorzuheben ist, dass die Kopplung der Kompetenz mit Merkmalen der sozialen Herkunft in jenen Ländern geringer ist, die ein hohes Kompetenzniveau erzielen. Ein Weg zur Verringerung des Zusammenhangs mit der sozialen Herkunft besteht darin, konsequent den unteren Leistungsbereich zu fördern. Im Vergleich der Länder in Deutschland konnten 2003 drei Länder mit einer wünschenswerten Verbindung von hohem Kompetenzniveau und relativ geringer Kopplung mit Merkmalen der sozialen und soziokulturellen Herkunft (ESCS) identifiziert werden. Auch hier besteht weiterhin die große Herausforderung, Anstrengungen zur Entkopplung – also gezielte und frühzeitige Förderung – fortzusetzen bzw. zu verstärken. Dies schließt mit ein, Jugendliche gemäß ihrer Leistung und unabhängig von der sozialen Herkunft in den geeigneten Schularten zu unterrichten.
Die Autoren der PISA-E-Studie weisen im Hinblick auf die Kompetenzentwicklung auf einen nicht unerheblichen Einfluss des sozioökonomischen bzw. Migrationshintergrundes hin (Varianzaufklärung international 16,8%, national 22,6%). Dies deutet an, dass in Deutschland die Bildungskompetenzen sehr viel stärker vom sozioökonomischen Hintergrund abhängen als in anderen OECD-Ländern. Letztendlich kommen sie zu dem Schluss, dass nach wie vor in erster Linie die Qualität des Lehrens und Lernens im schulischen Unterricht ausschlaggebend für die Kompetenzentwicklung sei. Dies deutet zunächst auf den Fokus der Unterrichtsqualität hin, der bislang nicht hinreichend in der Qualitätsdiskussion berücksichtigt wird. Unterrichtsqualität erschöpft sich aber nicht in der Messung von Outputfaktoren, sondern die Entwicklung von Unterrichtsstandards ist maßgebend, d.h. professionelle Qualitätsstandards, die konzipiert und implementiert werden müssen und mittels Selbst- und Fremdevaluation überprüft werden können.“
1. Ausgangsposition: Erläutert die bildungspolitische Relevanz von Bildungszielen, Kompetenzen und nationalen Standards als Grundlage für das Qualitätsmanagement.
2. IGLU: Stellt die internationale Grundschul-Lese-Untersuchung vor und analysiert die verschiedenen Kompetenzstufen der Lesekompetenz.
3. PISA: Analysiert die Ergebnisse der PISA-Studie und deren Einfluss auf die mathematische, naturwissenschaftliche und Problemlösungskompetenz von Schülern.
4. DESI: Untersucht die Schülerleistungen im Bereich Deutsch und Englisch und deren Abhängigkeit vom sozioökonomischen Hintergrund.
5. TIMSS: Beleuchtet die Studie zum Mathematik- und Physikunterricht mit Fokus auf Unterrichtsqualität und den Wissenserwerb.
Qualitätsmanagement, Bildungswesen, Schulleistungsstudien, PISA, IGLU, TIMSS, DESI, Bildungsstandards, Kompetenzniveaus, Unterrichtsqualität, Bildungsberichterstattung, Qualitätsindikatoren, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Strukturqualität
Die Arbeit untersucht das Qualitätsmanagement im Bildungswesen und wie dieses auf Basis internationaler Studien (wie PISA oder IGLU) effektiver gestaltet werden kann.
Im Zentrum stehen die Konzepte der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sowie die Verzahnung von Bildungszielen, Standards und Kompetenzmessungen.
Es soll ein Modell für ein konsistentes Qualitätsmanagement entwickelt werden, das nicht nur Schulleistungen misst, sondern die Professionalisierung der Lehrkräfte und die Qualität des Unterrichts in den Mittelpunkt stellt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse internationaler Vergleichsstudien und wertet deren Daten und Schlussfolgerungen im Kontext des Qualitätsmanagements aus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme internationaler Studien in Teil I und eine methodische Konzeptentwicklung zur Qualitätsentwicklung in Teil II.
Zu den zentralen Begriffen gehören Qualitätsmanagement, Bildungsstandards, Kompetenzstufen, Unterrichtsqualität und Bildungsberichterstattung.
Der Autor sieht in der Professionalisierung der Lehrkräfte den entscheidenden Gelenkpunkt, da die Unterrichtsqualität maßgeblich durch deren Handeln und die Standardisierung von Handlungsabläufen bestimmt wird.
Sie ist essentiell, um Verantwortlichkeiten zu klären: Während das externe Management Rahmenbedingungen setzt, muss das interne Management (an der Schule) Prozesse der Selbstregulation und Unterrichtsentwicklung fördern.
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