Diplomarbeit, 2007
90 Seiten, Note: 1,7
1. Normative Rahmenbedingungen
1.1 Basel II
1.2 Shareholderinteressen
1.3 Stakeholderinteressen
1.4 Liquiditätskennzahlen
1.5 Gesetzliche Vorschriften
1.5.1 Diagnosis Related Groups
1.5.2 Ambulante Operation
1.5.3 Vor – und Nachstationäre Behandlung
1.5.4 Privatambulanz
1.5.5 Notfallambulanz/Notfallscheine
1.5.6 Ermächtigung
1.5.7 BG – Ambulanz/ D – Arzt – Abrechnung
1.5.8 Physikalische Therapie
1.5.9 Weitere Institutsleistungen
2. Instrumente des Forderungsmanagements
2.1 Buchhaltung und Mahnwesen
2.2 Factoring
3. Methodische Vorgehensweise
3.1 Ausgangslage
3.2 Ablauf der Diplomarbeit und aufgetretene Schwierigkeiten
3.3 Datenerhebung, Auswertung und Berichterstattung
4. Empirische Befunde der Auswertung
4.1 Allgemeine Informationen zu den an der Studie teilnehmenden Häusern
4.1.1 Fragen zur Trägerschaft, Versorgungsstufe und dem Bundesland
4.1.2 Fragen zur Bettenanzahl, zum Medizinischen Versorgungszentrum und zur Integrierten Versorgung
4.1.3 Fragen zur Abrechnung und Arztdokumentation
4.2 Selbstabrechner
4.2.1 Fragen zur Abrechnung und Rechnungslegung
4.2.2 Fragen zur Preispflege von Arzneimitteln und Überwachung der Punktwerte in Verträgen
4.2.3 Fragen zum Abrechnungspersonal
4.2.3.1 Fragen zum Abrechnungspersonal I
4.2.3.2 Fragen zum Abrechnungspersonal II
4.2.3.3 Fragen zur Mitarbeiterschulung und Fortbildung
4.2.4 Fragen zur Abrechnungssoftware
4.2.5 Zahlungsüberwachung und Mahnwesen
4.2.5.1 Fragen zum Zahlungsvorgang
4.2.5.2 Fragen zur Abrechnung
4.2.5.3 Fragen zur Reklamationen durch diverse Kostenträger
4.3 Privater Dienstleister
4.3.1 Fragen zum privaten Dienstleister
4.3.2 Fragen zur Reklamation durch die Kostenträger und zur Zufriedenheit mit dem Dienstleister
5. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Abrechnungsverhalten in deutschen Krankenhäusern zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf nichtstationäre Leistungen und die damit verbundenen organisatorischen sowie finanziellen Herausforderungen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Effizienz der Abrechnungsprozesse, der Organisation der personellen Zuständigkeiten und den Unterschieden zwischen internen Abrechnungsverfahren und der Auslagerung an externe Dienstleister.
1.1 Basel II
Mit dem Inkrafttreten der neuen Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) zum 31.12.2006, welche durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossen wurde, hat sich die Kreditvergabe der Finanzinstitute, vor allem an die Wirtschaft verändert. Kern von Basel II ist es, die Kapitalanforderungen an Banken stärker als bisher vom ökonomischen Risiko dieser abhängig zu machen und neuere Entwicklungen an den Finanzmärkten sowie im Risikomanagement der Institute zu berücksichtigen.
Die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung der Banken besteht daher aus drei sich gegenseitig ergänzenden Säulen um die Stabilität des nationalen und des internationalen Bankensystems besser abzusichern. Diese drei Säulen sind: 1. Mindestkapitalanforderungen, 2. Bankenaufsichtlicher Überprüfungsprozess, 3. Erweiterte Offenlegung.
In der Praxis bedeutet das, dass Kreditinstitute zukünftig weniger Eigenkapital für Kreditschuldner mit guter Bonität, im Gegensatz zu Kreditschuldnern mit schlechter Bonität, vorhalten müssen. Somit werden die Banken zu einer risikogerechteren Zinspreisgestaltung erzogen.
Durch diese Regelung hat es der Kunde, der einen Kredit benötigt, weitgehend selbst in der Hand, den von ihm an die Bank zu zahlenden Kreditpreis durch eine gezielte Steuerung seiner Bonität zu beeinflussen. Die Bonität stellt somit ein Urteil über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens dar. Die Einteilung der Kreditwürdigkeit in Skalen wird als Bonitätsrating (kurz Rating) bezeichnet.
1. Normative Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen und gesetzlichen Grundlagen, die den Krankenhausbetrieb und dessen Finanzierung beeinflussen, einschließlich Basel II und diverser SGB-V-Vorschriften.
2. Instrumente des Forderungsmanagements: Es werden die notwendigen Werkzeuge und Methoden wie Buchhaltung, Mahnwesen und Factoring dargestellt, um die Liquidität von Krankenhäusern zu sichern.
3. Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel beschreibt den wissenschaftlichen Ansatz der Studie, von der Konzeption des Fragebogens bis zur Datenerhebung und Auswertung mittels SPSS.
4. Empirische Befunde der Auswertung: Hier werden die Ergebnisse der Befragung detailliert präsentiert, unterteilt in allgemeine Klinikinformationen, Selbstabrechnungsstrukturen und Erfahrungen mit externen Dienstleistern.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für ein effizienteres Abrechnungsmanagement in Kliniken ab.
Krankenhausabrechnung, DRG, Forderungsmanagement, Liquidität, Basel II, Ambulante Operationen, SGB V, Kostenträger, Reklamationsquote, Abrechnungssoftware, Patientenabrechnung, Leistungserbringer, Factoring, Klinikmanagement, Arztdokumentation
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Analyse des Abrechnungsverhaltens in deutschen Krankenhäusern, insbesondere unter Berücksichtigung nichtstationärer Leistungen und deren Einfluss auf die finanzielle Stabilität der Kliniken.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Abrechnungen, die Anwendung von Forderungsmanagement-Instrumenten, die Organisation der Arztdokumentation sowie die Wirtschaftlichkeit von internen gegenüber externen Abrechnungsstellen.
Das Ziel besteht darin, Abrechnungsmethoden und die damit verbundenen Herausforderungen zu identifizieren, die Bearbeitungsdauer zu evaluieren und die Auswirkungen von Honorarausfällen sowie Reklamationen auf die Klinikfinanzen aufzuzeigen.
Es wurde eine standardisierte quantitative Befragung (Fragebogen) in deutschen Krankenhäusern durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend mittels statistischer Analysesoftware (SPSS) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die rechtlichen Grundlagen und Instrumente des Forderungsmanagements sowie einen umfangreichen empirischen Teil, der die Auswertung der Fragebögen zu Abläufen, Personal, Software und Dienstleistern enthält.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Krankenhausabrechnung, DRG, Forderungsmanagement, Liquidität, SGB V, Reklamationsquote und Abrechnungssoftware.
Die Studie zeigt, dass bei vielen Häusern die Vertretungsregelung nicht ausreicht, um bei Ausfällen den vollen Arbeitsumfang zu bewältigen, was zu Verzögerungen in der Abrechnung führt.
Eine verspätete Dokumentation führt laut den Ergebnissen zu einer verzögerten Rechnungslegung, was wiederum die Liquidität der Krankenhäuser durch spätere Zahlungseingänge belastet.
Die empirischen Daten deuten darauf hin, dass Krankenhäuser, die ihre Abrechnung extern vergeben, tendenziell niedrigere Honorarausfälle und geringere Reklamationsquoten verzeichnen als Selbstabrechner.
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