Diplomarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitende Bemerkung
2. Praktika in Deutschland – Chronologie und Jurisdiktion
2.1 Der Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen
2.2 Die nominelle Entstehung der „Generation Praktikum“
2.3 Das Praktikum aus arbeitsrechtlicher Sicht
3. Postgraduelle Praktika aus theoretischer Perspektive
3.1 Mikroökonomische Ansätze
3.1.1 Verhaltensorientierte Ansätze
3.1.1.1 Motivationstheorien
3.1.1.2 Anreiz-Beitrags-Theorie
3.1.1.3 Equity-Theorie
3.1.1.4 Das Äquivalenzprinzip nach Kosiol
3.1.2 Ökonomische Ansätze
3.1.2.1 Vertragstheorie
3.1.2.2 Humankapitaltheorie
3.2 Makroökonomische Betrachtung
3.2.1 Arbeitsmarktpolitische Sichtweise
3.2.2 Bildungspolitische Sichtweise
3.2.3 Finanzierungstechnische Sichtweise
4. Hypothesen
4.1 Charakteristika graduierter Praktikanten
4.2 Merkmale und Funktionen postgradueller Praktika
4.3 Praktikanten beschäftigende Unternehmen
4.4 Gesamtwirtschaftliche Implikationen
5. Überprüfung der Hypothesen
5.1 Was kennzeichnet die Situation von Studenten und Absolventen?
5.2 Wer sind „die Praktikanten“?
5.3 Was zeichnet postgraduelle Praktika aus?
5.4 Welche Unternehmen beschäftigen Praktikanten?
6. Resümee der Ergebnisse – Maslows Empfehlung
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen der sogenannten „Generation Praktikum“, indem sie postgraduelle Praktika auf Basis wirtschaftswissenschaftlicher Theorien analysiert und an der Realität prüft, um zu klären, ob diese Form der Beschäftigung einen sinnvollen Berufseinstieg darstellt oder eine Form prekärer Arbeit ist.
3.1.1.1 Motivationstheorien
Motivationstheorien verfolgen das Ziel, das Zustandekommen menschlichen Verhaltens zu erklären. Die Existenz von Bedürfnissen sowie die Wahrnehmung von Möglichkeiten zu deren Befriedigung werden dabei als Faktoren begriffen, mit denen Motivation ausgelöst und gesteuert wird. Motivation bedeutet somit die „aktivierte Verhaltensbereitschaft eines Individuums im Hinblick auf die Erreichung bestimmter Ziele“. Ausgangspunkt ist „die Frage nach dem ‚Warum’ des menschlichen Verhaltens.“ Häufig wird in der Motivationsforschung zwischen Inhaltstheorien und Prozesstheorien unterschieden.
Ungeachtet zahlreicher Kritikpunkte und ihrer empirisch schwachen Ausprägung gilt als eine der meist zitierten inhaltlichen Motivationstheorien jene, die von Abraham Harold Maslow begründet wurde. Auf Basis klinischer Untersuchungen teilt Maslow die menschlichen Bedürfnisse bzw. Motive in fünf Kategorien ein, welche eine aufsteigende Hierarchie aufweisen. Dabei handelt es sich um physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe, Bedürfnisse nach Achtung sowie das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Maslow geht davon aus, dass die Motive einer übergeordneten Ebene stets nur dann verhaltenswirksam werden können, wenn die Motive aller untergeordneten Ebenen befriedigt sind. Gleichzeitig wirken bereits befriedigte Bedürfnisse nicht mehr motivationssteigernd.
1. Einleitende Bemerkung: Die Einleitung führt in die Problematik der "Generation Praktikum" ein und umreißt die wissenschaftliche Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Praktika in Deutschland – Chronologie und Jurisdiktion: Dieses Kapitel definiert Praktika arbeitsrechtlich und skizziert die historische sowie aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen.
3. Postgraduelle Praktika aus theoretischer Perspektive: Hier werden mikro- und makroökonomische Theorien (u.a. Maslow, Herzberg, Humankapitaltheorie) genutzt, um postgraduelle Praktika aus wissenschaftlicher Sicht einzuordnen.
4. Hypothesen: Basierend auf den theoretischen Erkenntnissen werden überprüfbare Hypothesen zu Charakteristika, Funktionen, Auswirkungen und Unternehmensmotiven abgeleitet.
5. Überprüfung der Hypothesen: In diesem Kapitel werden die aufgestellten Hypothesen mithilfe von Studien und einer eigenen empirischen Erhebung mit Absolventen abgeglichen.
6. Resümee der Ergebnisse – Maslows Empfehlung: Dieses Kapitel bewertet die Datenlage kritisch und beantwortet abschließend die titelgebende Frage nach Maslows Empfehlung zu postgraduellen Praktika.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und konstatiert, dass Praktika nach dem Studium arbeitsrechtlich umstritten sind und Absolventen kritisch mit ihrer eigenen Position am Markt umgehen sollten.
Generation Praktikum, Hochschulabsolventen, Arbeitsmarkt, Postgraduelle Praktika, Humankapitaltheorie, Motivationstheorie, Maslow, Equity-Theorie, Anreiz-Beitrags-Theorie, Arbeitsrecht, Prekäre Beschäftigung, Praktikantenvergütung, Berufseinstieg, Unternehmensstrategie.
Die Diplomarbeit untersucht kritisch die Bedeutung und Verbreitung postgradueller Praktika nach einem erfolgreich abgeschlossenen Studium, auch bekannt unter dem Begriff „Generation Praktikum“.
Die Arbeit behandelt arbeitsrechtliche Definitionen, verhaltenswissenschaftliche und ökonomische Motivationstheorien sowie die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte.
Das Ziel ist es, aus einer wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive zu bewerten, ob postgraduelle Praktika eine sinnvolle berufliche Einstiegsoption darstellen oder eine Form von ausbeuterischer Beschäftigung sind.
Der Autor verknüpft eine fundierte theoretische Analyse durch bestehende Literatur mit einer eigenen empirischen Online-Befragung unter Absolventen sowie der Auswertung bestehender Studien.
Im Hauptteil werden verschiedene ökonomische Ansätze (z.B. Humankapitaltheorie, Anreiz-Beitrags-Theorie) auf die Praktikantensituation übertragen und Hypothesen abgeleitet, die anschließend anhand von Daten überprüft werden.
Wichtige Begriffe sind „Generation Praktikum“, Humankapitaltheorie, Equity-Theorie, Arbeitsmarkt, prekäre Beschäftigung und Berufseinstieg.
Maslow dient als theoretischer Rahmen, um die Motive von Absolventen zu hinterfragen und zu prüfen, ob ein unbezahltes oder unterbezahltes Praktikum mit den Bedürfnissen nach Sicherheit und sozialer Zugehörigkeit vereinbar ist.
Die Arbeit stellt fest, dass ein Hochschulabsolvent nach abgeschlossener Ausbildung eigentlich einen Anspruch auf eine reguläre, angemessen entlohnte Beschäftigung gemäß BGB hat und ein Praktikum arbeitsrechtlich oft problematisch ist.
Die Umfrage zeigt unter anderem, dass der erste Kontakt zu Unternehmen das dominante Motiv für Praktika ist und dass viele Absolventen in Praktika Alternativen zur Arbeitslosigkeit sehen.
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