Diplomarbeit, 2007
70 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Lern- und Verhaltenstheoretische Annahmen des Selbstwirksamkeitskonzeptes
2.1. Sozial-kognitive Theorie in Abgrenzung zu anderen Theorien
2.2. Grundlegende menschliche Fähigkeiten im reziproken Determinismus
2.3. Konzept der Selbstwirksamkeit
2.3.1. Begriffsklärung
2.3.2. Dimensionen der Selbstwirksamkeit
2.3.3. Determinanten der Selbstwirksamkeit
3. Untersuchung der Selbstwirksamkeit in der Organisation
3.1. Auswirkungen der Selbstwirksamkeit
3.1.1. Selbstwirksamkeit und Gedankenführung
3.1.2. Selbstwirksamkeit und Motivation
3.1.3. Selbstwirksamkeit und Wohlbefinden
3.1.4. Selbstwirksamkeit und Wahlverhalten
3.1.5. Moderierende Einflussgrößen auf die Wirkungsrelationen
3.2. Trainingsmaßnahmen zur Beeinflussung der Selbstwirksamkeit in der Organisation
3.2.1. Verhaltensmodellierung
3.2.2. Angeleitete Erfolgsmodellierung
3.2.3. Kognitive Modellierung
3.2.4. Selbstmanagement und Zielsetzung
3.2.5. Bewertendes Feedback
3.2.6. Beurteilung der Maßnahmen
3.3. Kritische Einschätzung des Selbstwirksamkeitskonzeptes in der Organisation
4. Kritischer Vergleich der Selbstwirksamkeit mit potentiellen Alternativkonzepten
4.1. Allgemeinheitsstufe der Selbstwirksamkeit als Vergleichsgrundlage
4.2. Selbstwirksamkeit vs. Selbstwertschätzung
4.3. Selbstwirksamkeit vs. Kontrollüberzeugung
4.4. Diskussion des Vergleichs
5. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht kritisch das Konzept der Selbstwirksamkeit im organisationalen Kontext. Das primäre Ziel ist es, die Brauchbarkeit und den Nutzen der Selbstwirksamkeit für Organisationen darzustellen, ihre Auswirkungen auf das Mitarbeiterverhalten zu analysieren und sie von verwandten psychologischen Konstrukten abzugrenzen.
2.2. Grundlegende menschliche Fähigkeiten im reziproken Determinismus
Den der sozial-kognitiven Theorie vorhergehenden Theorien ist gemeinsam, dass sie menschliches Verhalten als nur einseitig bestimmt betrachten, entweder durch äußere Einflüsse oder durch innere Werte. Dagegen postuliert die sozial-kognitive Theorie zur Verhaltenserklärung einen reziproken Determinismus, der die dynamischen Beziehungen widerspiegelt, in denen der Mensch agiert. Hierbei handelt es sich um eine dreiseitige kausale Beziehung zwischen dem Verhalten, den kognitiven sowie weiteren persönlichen Faktoren und den Umweltbedingungen (Vgl. Abb. 1). Alle drei Variablen beeinflussen sich dabei wechselseitig. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Stärke des Einflusses zwischen zwei Faktoren gleich hoch sein muss oder dieser gegenseitige Einfluss gleichzeitig stattfindet. Vielmehr variieren die Stärke und der Eintritt dieser Einflüsse je nach Person, Handlung und den gegebenen Umständen. Durch diese wechselseitige Beeinflussung können Menschen daher sowohl als Schöpfer ihrer Umwelt als auch deren Geschöpf betrachtet werden (Vgl. Bandura 1986, S. 23ff.).
Die sozial-kognitive Theorie erklärt den Charakter dieser wechselseitigen Einflüsse, die dem Menschen eine aktive Rolle in der Gestaltung seiner Umwelt beimisst und ihn nicht nur passiv auf diese reagieren lässt, mit folgenden grundlegenden menschlichen Fähigkeiten.
Laut Bandura (1986) besitzt der Mensch mit der Symbolisierungsfähigkeit ein außergewöhnliches Mittel, das ihm erlaubt, seine Umwelt zu verändern und sich ihr anzupassen. Durch den Gebrauch von Symbolen ist es ihm möglich unmittelbare Erfahrungen zu verarbeiten und sie in innere kognitive Modelle umzuformen, die ihm dann als Anleitung für zukünftiges Handeln dienen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Selbstwirksamkeitskonzeptes in einer sich wandelnden Arbeitswelt ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Lern- und Verhaltenstheoretische Annahmen des Selbstwirksamkeitskonzeptes: Dieses Kapitel erläutert die sozial-kognitive Theorie nach Bandura und definiert das Konzept der Selbstwirksamkeit sowie dessen Dimensionen und Determinanten.
3. Untersuchung der Selbstwirksamkeit in der Organisation: Das Kapitel analysiert empirische Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Selbstwirksamkeit auf Leistung und Motivation und diskutiert Trainingsmaßnahmen zu ihrer Beeinflussung.
4. Kritischer Vergleich der Selbstwirksamkeit mit potentiellen Alternativkonzepten: Hier erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Selbstwirksamkeit zu den Konstrukten der Selbstwertschätzung und der Kontrollüberzeugung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und würdigt den Stellenwert der Selbstwirksamkeit als Prädiktor für Arbeitsverhalten kritisch.
Selbstwirksamkeit, Sozial-kognitive Theorie, Motivation, Arbeitsleistung, Organisationspsychologie, Verhaltensänderung, Modelllernen, Zielsetzung, Selbstmanagement, Feedback, Selbstwertschätzung, Kontrollüberzeugung, Personalführung, Organisationswandel, Personalentwicklung
Die Arbeit untersucht das Konzept der Selbstwirksamkeit innerhalb von Organisationen und bewertet, wie dieser Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit das Verhalten von Mitarbeitern beeinflusst.
Die zentralen Themen sind die lerntheoretischen Grundlagen des Konzepts, seine Auswirkungen auf Motivation und Leistung sowie die praktische Anwendung von Trainingsmaßnahmen zur Steigerung der Selbstwirksamkeit.
Das Ziel ist es, die Brauchbarkeit und den Nutzen des Selbstwirksamkeitskonzeptes für Unternehmen aufzuzeigen und eine kritische Betrachtung sowie Abgrenzung zu alternativen Konzepten vorzunehmen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit theoretischen sowie empirischen Forschungsergebnissen aus dem Bereich des Organizational Behavior.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (kapitel 2), eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen und Beeinflussungsmöglichkeiten in der Organisation (Kapitel 3) und einen kritischen Vergleich mit verwandten Konzepten (Kapitel 4).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbstwirksamkeit, Motivation, Arbeitsleistung, Organisationspsychologie, Trainingsmethoden, Selbstwertschätzung und Kontrollüberzeugung.
Während Selbstwirksamkeit aufgaben- und kontextspezifisch den Glauben an die eigene Handlungsfähigkeit beschreibt, ist die Selbstwertschätzung eine globale, zeitstabile Beurteilung der eigenen Person.
In einer Arbeitswelt, die durch Wandel und hohe Komplexität geprägt ist, hilft ein hohes Selbstwirksamkeitsbewusstsein Mitarbeitern dabei, Herausforderungen anzunehmen, Anforderungen besser zu bewältigen und die eigene Motivation langfristig aufrechtzuerhalten.
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