Diplomarbeit, 2007
84 Seiten, Note: 1,7
1 Asset Backed Securities als eine multivariate Form der Unternehmensfinanzierung
2 Charakterisierung der Finanzierungsstruktur von Asset Backed Securities
2.1 Finanzierungsziele des Forderungsverkäufers
2.2 Begriff und Konstruktionselemente einer Asset Backed Transaktion
2.3 Risikoanalyse von Asset Backed Securities
2.3.1 Risiken der Finanzierungsstruktur
2.3.2 Strukturimmanente Risikoabsicherung
2.4 Die Bedürfnisse der Investoren als entscheidende Erfolgsdeterminante der Finanzierungsstruktur
3 Risikotransfer durch den Einsatz von Credit Enhancements
3.1 Das Instrumentarium der Credit Enhancements
3.2 Monetärer Zusatznutzen der Credit Enhancements
3.3 Determinanten des monetären Zusatznutzens
4 Beitrag der Credit Enhancements zur Realisierung der Finanzierungsziele
4.1 Senkung der Finanzierungskosten
4.2 Außerbilanzielle Finanzierung
4.3 Maximierung der erzielbaren Liquidität
4.4 Erschließung neuer Finanzierungsquellen
5 Ziel- und anlegerorientierte Gestaltung der Finanzierungsstruktur durch den Einsatz von Credit Enhancements
Die Arbeit untersucht den Einfluss von bonitätsverändernden Maßnahmen (Credit Enhancements) auf die Finanzierungsstruktur von Unternehmen, wobei der Fokus auf dem Einsatz von Asset Backed Securities (ABS) liegt. Zentrales Ziel ist die Eruierung der Bedeutung dieser Instrumente sowie die Klärung ihrer Vorteilhaftigkeit aus Sicht des Forderungsverkäufers, insbesondere hinsichtlich einer Senkung der Finanzierungskosten und der Realisierung spezifischer Unternehmensziele.
2.3.1 Risiken der Finanzierungsstruktur
Die Gestaltung einer 'True Sale'-Verbriefungsstruktur erfordert einen enormen Aufwand, um die vielfältigen rechtlichen sowie aufbau- und ablauforganisatorischen Anforderungen an eine insolvenzfeste Transaktionsgestaltung zu erfüllen und damit eine von der Finanzkraft des Originators unabhängige Bonitätsbeurteilung der Aktiva zu erzielen. Aus dieser Komplexität heraus erwächst eine Vielzahl an Risiken, die den Erfolg des finanziellen Engagements der Investoren gefährden. Mit der Anlage ihrer Finanzmittel investieren die Anleger deshalb nur indirekt in den unterlegten Forderungspool. Vielmehr handelt es sich bei solch einer Investition um ein direktes Engagement in die gesamte Transaktionsstruktur, von deren Funktionstüchtigkeit eine vertragsgemäße Bedienung der Wertpapiere im entscheidenden Maße abhängt.
Ist die Kreditqualität der verbrieften Aktiva noch so hoch, kann eine nicht intakte Struktur zu hohen (unerwarteten) Verlusten bei den Investoren führen und im äußersten Fall sogar einen Totalausfall der Cashflows hervorrufen. Aus diesem Grund spielen nicht nur die dem Forderungspool immanenten Asset-Risiken, sondern auch strukturelle Risiken eine entscheidende Rolle bei der Risikobewertung von ABS-Transaktionen.
1 Asset Backed Securities als eine multivariate Form der Unternehmensfinanzierung: Das Kapitel führt in das Konzept der Unternehmensfinanzierung ein und stellt ABS als objektgestützte Finanzierungslösung vor, die den Zusammenhang zwischen Originator-Bonität und Finanzierungskosten lösen kann.
2 Charakterisierung der Finanzierungsstruktur von Asset Backed Securities: Hier werden die Finanzierungsziele des Forderungsverkäufers analysiert, die Struktur einer ABS-Transaktion definiert sowie eine detaillierte Risikoanalyse der Finanzierungsstruktur durchgeführt.
3 Risikotransfer durch den Einsatz von Credit Enhancements: Dieses Kapitel widmet sich dem Instrumentarium der Credit Enhancements, untersucht den monetären Zusatznutzen durch Risikoumverteilung und beleuchtet die Determinanten dieses Zusatznutzens.
4 Beitrag der Credit Enhancements zur Realisierung der Finanzierungsziele: Eine Bewertung der Instrumente hinsichtlich ihrer Eignung zur Senkung der Finanzierungskosten, der außerbilanziellen Finanzierung, der Liquidität und der Erschließung neuer Quellen.
5 Ziel- und anlegerorientierte Gestaltung der Finanzierungsstruktur durch den Einsatz von Credit Enhancements: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Einfluss der Instrumente auf die zielorientierte Gestaltung der Finanzierungsstruktur.
Asset Backed Securities, Credit Enhancement, Finanzierungsstruktur, Forderungsverkäufer, Risikotransfer, Unternehmensfinanzierung, Rating, Bonitätsverbesserung, Liquidität, Risikoanalyse, ABS-Struktur, Kapitalmarkt, True Sale, Forderungspool, Finanzierungskosten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bedeutung von Credit Enhancements, also bonitätsverändernden Maßnahmen, bei der Nutzung von Asset Backed Securities zur Unternehmensfinanzierung.
Zentrale Themen sind die Risikostruktur von ABS, die verschiedenen Instrumente zur Risikoabsicherung, deren Einfluss auf das Rating sowie der Beitrag dieser Instrumente zur Erreichung spezifischer Finanzierungsziele des Forderungsverkäufers.
Primäres Ziel ist es, den Beitrag von Credit Enhancements zur Finanzierungsstruktur zu ergründen und die Frage zu beantworten, ob diese Instrumente aus Sicht des Forderungsverkäufers tatsächlich zu einer vorteilhaften Senkung der Finanzierungskosten führen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen und literaturgestützten Analyse des ABS-Marktes, ergänzt durch eine kritische Hinterfragung ökonomischer Argumente (wie dem Nullsummenspiel) und fallbeispielorientierte Berechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung der ABS-Struktur, die detaillierte Analyse der Risikotransferinstrumente, die Bewertung der Instrumente hinsichtlich der Finanzierungsziele und eine zusammenfassende Betrachtung zur zielorientierten Gestaltung.
Schlüsselbegriffe sind Asset Backed Securities, Credit Enhancement, Finanzierungsstruktur, Risikotransfer und bonitätsorientierte Unternehmensfinanzierung.
Interne Instrumente nutzen den Cashflow der Transaktion oder Haftungszusagen des Originators, während externe Instrumente auf der Risikoübernahme durch unabhängige Dritte gegen Prämie basieren.
Das Rating ist die Voraussetzung für den Marktzutritt und bestimmt maßgeblich die Finanzierungskosten; es vermittelt Investoren Sicherheit und ermöglicht eine risikoadäquate Preisfestsetzung.
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