Lizentiatsarbeit, 2006
125 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
1 Einleitung
2 Die Nachrichten des Schweizer Radios DRS (SR DRS)
2.1 Radionachrichten im Rückblick
2.2 Echo der Zeit – das «Flaggschiff» von SR DRS
3 Radionachrichten als Textsorte
3.1 Abgrenzung der Textsorte Radionachrichten
3.1.1 Kommunikativ-funktionaler Aspekt
3.1.2 Kontextueller Aspekt
3.1.3 Struktureller Aspekt
3.2 Beschreibung der Textsorten Radionachrichten und Nachrichtenjournal
4 Gesprochene und geschriebene Sprache – das Spannungsfeld zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
4.1 Sekundäre Oralität – Mündlichkeit der elektronischen Medienkommunikation
4.2 Medium und Konzeption
4.3 Merkmale gesprochener und geschriebener Sprache
5 Empirische Untersuchung der Abendnachrichten von SR DRS
5.1 Fragestellung und Hypothese
5.2 Methode der Datenerhebung
5.3 Untersuchungsgegenstand
5.4 Stichprobe
5.5 Transkription
5.6 Validität und Reliabilität
5.7 Kategoriensystem
5.7.1 Syntaktische Aspekte
5.7.1.1 Satzlänge
5.7.1.2 Syntaktische Komplexität
5.7.1.3 Stellung des finiten Verbs
5.7.1.4 Verbal-/Nominalstil
5.7.1.5 Tempus
5.7.1.6 Überdehnte Satzklammer
5.7.1.7 Erweiterte Partizipialattribute
5.7.1.8 Parenthesen
5.7.1.9 Redewiedergabe
5.7.2 Lexikalische Aspekte
5.7.2.1 Varianz/Redundanz
5.7.2.2 Mehrgliedrige Komposita
5.7.2.3 Abtönungspartikeln
5.7.2.4 Verschmelzungen
5.8 Auswertung und Interpretation
5.8.1 Syntaktische Aspekte
5.8.1.1 Satzlänge
5.8.1.2 Syntaktische Komplexität
5.8.1.3 Stellung des finiten Verbs
5.8.1.4 Verbal-/Nominalstil
5.8.1.5 Tempus
5.8.1.6 Überdehnte Satzklammern
5.8.1.7 Erweiterte Partizipialattribute
5.8.1.8 Parenthesen
5.8.1.9 Redewiedergabe
5.8.2 Lexikalische Aspekte
5.8.2.1 Varianz/Redundanz
5.8.2.2 Mehrgliedrige Komposita
5.8.2.3 Abtönungspartikeln
5.8.2.4 Verschmelzungen
5.9 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.10 Fazit und Ausblick
6 Bibliografie
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich die Sprache der Abendnachrichten des Schweizer Radios DRS (SR DRS) im Zeitraum von 1973 bis 2006 im Spannungsfeld von konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit verändert hat. Ziel ist es, empirisch zu belegen, ob die Nachrichtensprache im Zeitverlauf hörergerechter und damit verständlicher gestaltet wurde.
5.7.1.1 Satzlänge
Bei der Satzlänge handelt es sich um eine zuverlässige Kategorie zur groben Bestimmung der syntaktischen Beschaffenheit eines Textes. Zudem lässt sich die Satzlänge statistisch relativ leicht erheben. Der einfachste Weg führt über die Ermittlung der Anzahl Wörter in einem Satz. Wenn es gilt, einen Satz zu definieren, tauchen dagegen Schwierigkeiten auf – gehört doch die Frage «Was ist ein Satz?» zu einer Knacknuss der Linguistik. Grundsätzlich ist mit einem Satz immer eine Einheit gemeint, welche sich je nach Perspektive aber nach unterschiedlichen Kriterien bilden lässt.
Verschiedene Untersuchungen zur Satzlänge orientieren sich der Einfachheit halber an den Satzzeichen, welche letztlich der Markierung von Einheiten dienen. In der vorliegenden Untersuchung stellt jede Wortfolge, die mit den Satzzeichen Punkt, Semikolon, Fragezeichen oder Ausrufezeichen endet, einen Satz dar. Diese einfache Satzdefinition ist bei Radionachrichten-Texten umso mehr zu akzeptieren, als die Satzgrenzen in den meisten Fällen mit Sicherheit bestimmt bzw. die Satzzeichen normalerweise ohne ernsthafte Zweifel gesetzt werden können. Der Aspekt Teilsatz, der unter dieser Definition verloren geht, wird unter dem Parameter syntaktische Komplexität (Kap. 5.7.1.2) geprüft.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der hörergerechten Nachrichtensprache am Radio ein und legt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen dar.
2 Die Nachrichten des Schweizer Radios DRS (SR DRS): Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Nachrichtenvermittlung bei SR DRS und die Bedeutung des «Echos der Zeit» als Flaggschiff des Senders.
3 Radionachrichten als Textsorte: Hier erfolgt eine linguistische Einordnung der Radionachrichten als Textsorte anhand von Brinker's Modell, wobei kommunikative, kontextuelle und strukturelle Aspekte analysiert werden.
4 Gesprochene und geschriebene Sprache – das Spannungsfeld zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Mündlichkeit und Schriftlichkeit, inklusive der Konzepte sekundärer Oralität sowie der Modellierung von Medium und Konzeption.
5 Empirische Untersuchung der Abendnachrichten von SR DRS: Der empirische Hauptteil präsentiert die quantitative Inhaltsanalyse, das Kategoriensystem und die detaillierte Auswertung der syntaktischen und lexikalischen Daten über den Untersuchungszeitraum.
6 Bibliografie: Das Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Quellen.
Radionachrichten, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, SR DRS, Nachrichtensprache, Sprachwandel, Quantitative Inhaltsanalyse, Syntax, Lexik, Medienlinguistik, Konzeptionelle Mündlichkeit, Echo der Zeit, Textsorte, Satzlänge, Medienkommunikation
Die Lizenziatsarbeit untersucht die Nachrichtensprache des Schweizer Radios DRS im Zeitraum von 1973 bis 2006 und analysiert, wie sich diese hinsichtlich der konzeptionellen Mündlichkeit und Schriftlichkeit verändert hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der sprachwissenschaftlichen Abgrenzung von Radionachrichten als Textsorte sowie der empirischen Untersuchung von syntaktischen und lexikalischen Merkmalen (wie Satzlänge, Satzkomplexität und Wortwahl) im Kontext der Medienkommunikation.
Das Hauptziel besteht darin, die Hypothese zu überprüfen, ob sich die Sprache der Radionachrichten durch einen Prozess der Vermündlichung zu einer hörergerechteren Form entwickelt hat.
Der Verfasser nutzt primär die quantitative Inhaltsanalyse, um formale Textelemente zu erfassen und deren Häufigkeitsverteilung über drei ausgewählte Zeitpunkte (1973, 1990, 2006) statistisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Textsorten, Spannungsfeld von Mündlichkeit/Schriftlichkeit) und eine detaillierte empirische Analyse, bei der spezifische Parameter wie Satzklammern, Redewiedergabe oder Partizipialattribute anhand des Archivmaterials ausgewertet werden.
Wesentliche Begriffe sind "Konzeptionelle Mündlichkeit", "Distanz- vs. Nähe-Sprache" (nach Koch/Oesterreicher), "Nachrichtenjournal" und die "Textsortenkonstanz" von Radionachrichten.
Das Jahr 1973 bildet den Ausgangspunkt der diachronen Analyse, da für diesen Zeitraum genügend repräsentatives Archivmaterial vorliegt, um einen Vergleich mit moderneren Nachrichtenformaten wie dem "Echo der Zeit" zu ermöglichen.
Das "Echo der Zeit" dient als zentraler Untersuchungsgegenstand, da es als wichtigste politische Informationssendung von SR DRS gilt und die Entwicklung der Radionachrichten über Jahrzehnte hinweg repräsentiert.
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