Diplomarbeit, 1998
67 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
2 Iterationsverfahren
2.1 Abstand zwischen Unterraumen
2.2 Konvergenz von Unterraumiterationen
3 Ritz-Werte
3.1 Rayleigh-Ritz-Methode
3.2 Fehlerabschatzungen
4 Krylov-Methoden
4.1 Nichthermitesches Lanczos-Verfahren
4.2 Konvergenz der Eigenpaare
5 Hermitesche Eigenwertprobleme
5.1 Courant-Fischer-Theorem
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Konvergenz von Krylov-Verfahren bei der numerischen Lösung großer Eigenwertprobleme, um den hohen Rechen- und Speicheraufwand klassischer Verfahren zu reduzieren. Der Fokus liegt dabei auf der theoretischen Herleitung von Konvergenzraten und der mathematischen Fundierung von Projektionsmethoden wie dem Lanczos-Verfahren.
3.1 Rayleigh-Ritz-Methode
Für einen Eigenvektor x \in \mathbf{C}^n der Matrix A mit Eigenwert \lambda \in \mathbf{C} gilt Ax = \lambda x oder Ax - \lambda x \perp \mathbf{C}^n.
Für die Approximation an den Eigenvektor x \in \mathbf{C}^n wird der Raum \mathbf{C}^n mit großer Dimension durch den Raum \mathcal{W} mit kleiner Dimension ersetzt, und somit kann das Problem wie folgt dargestellt werden: (PG) Auk - \theta_k u_k \perp \mathcal{W}, mit u_k \in \mathcal{V} \subset \mathbf{C}^n und \theta_k \in \mathbf{C}, wobei \dim \mathcal{V} = \dim \mathcal{W} = m sein soll. (PG) heißt Petrov-Galerkin-Bedingung und für den Spezialfall, daß \mathcal{W} = \mathcal{V} ist, wird (3.1) Galerkin-Bedingung genannt und die Projektion ist eine orthogonale Projektion.
Definition 3.1: Seien \mathcal{V}, \mathcal{W} \subseteq \mathbf{C}^n Unterräume. \theta_k \in \mathbf{C} heißt Ritz-Wert von A bzgl. \mathcal{V} mit Ritz-Vektor u_k (0 \neq u_k \in \mathcal{V}), falls gilt: Au_k - \theta_k u_k \perp \mathcal{W}. Somit erfüllt ( \theta_k, u_k) die Petrov-Galerkin-Bedingung. Das Paar (\theta_k, u_k) heißt Rayleigh-Ritz-Approximation.
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der Eigenwertberechnung in naturwissenschaftlich-technischen Anwendungen und definiert den Rahmen für große Matrizen.
2 Iterationsverfahren: Leitet mathematische Grundlagen zur Konvergenz von Unterraumiterationen ab, insbesondere das Maß für den Abstand zwischen Unterräumen.
3 Ritz-Werte: Führt die Rayleigh-Ritz-Methode zur Approximation von Eigenpaaren ein und liefert präzise Fehlerabschätzungen für diese Projektionen.
4 Krylov-Methoden: Analysiert das nichthermitesche Lanczos-Verfahren und die Konvergenz der damit approximierten Eigenpaare.
5 Hermitesche Eigenwertprobleme: Behandelt den Spezialfall hermitescher Matrizen und beweist zentrale Aussagen wie das Courant-Fischer-Theorem.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit numerischen Methoden zur effizienten Berechnung von Eigenwerten und Eigenvektoren großer Matrizen, die in Wissenschaft und Technik auftreten.
Die Schwerpunkte liegen auf Iterationsverfahren, Rayleigh-Ritz-Approximationen, der Theorie der Krylov-Räume sowie spezifischen Algorithmen wie dem Lanczos-Verfahren.
Ziel ist es, die Konvergenz von Krylov-Verfahren mathematisch zu durchdringen, um effiziente Approximationen von Spektralanteilen großer Systeme zu ermöglichen.
Es werden methodische Ansätze aus der linearen Algebra verwendet, insbesondere Projektionsmethoden und die Theorie der Resolventen zur Fehleranalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Unterraumiterationen, die Approximation mittels Rayleigh-Ritz-Verfahren und die Konvergenzanalyse von Lanczos-Methoden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Eigenwertprobleme, Krylov-Verfahren, Lanczos-Algorithmus, Ritz-Werte und Konvergenzanalyse.
Es ermöglicht die Konstruktion von Krylov-Räumen mit geringem Rechen- und Speicheraufwand, da nur Matrix-Vektor-Multiplikationen benötigt werden.
Es bietet fundamentale Optimalitätseigenschaften für Eigenwerte hermitescher Matrizen und dient als Basis für die Fehlerabschätzung der Ritz-Werte.
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