Magisterarbeit, 2006
113 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit befasst sich mit der sprechakttheoretischen Untersuchung von Spruchweisheiten im Beowulf-Epos. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der illokutionären Kräfte, die durch die direkte Rede in der epischen Dichtung vermittelt werden. Ziel ist es, Muster illokutionärer Kräfte in Bezug auf Spruchweisheiten zu identifizieren. Dabei wird die Subjektivität der gefundenen Ergebnisse berücksichtigt, da die Interpretation des Kontextes eine wichtige Rolle spielt.
Das erste Kapitel behandelt die Gnomik in der altenglischen Dichtung und beleuchtet die Funktion von Spruchweisheiten in der angelsächsischen Gesellschaft und Kultur. Es werden Definitionen und Abgrenzungen zu Sprichwörtern sowie die strukturelle Funktion von Spruchweisheiten innerhalb einer Dichtung beleuchtet. Das zweite Kapitel erläutert die Theorie illokutionärer Akte anhand der Monographien von John R. Searle und Daniel Vanderveken sowie Eckard Rolf. Es werden die sechs Komponenten der illokutionären Kraft, die illokutionären Stammkräfte und die einfachen illokutionären Kräfte vorgestellt. Das dritte Kapitel analysiert die illokutionären Kräfte von Spruchweisheiten in ausgewählten Passagen des Beowulf. Hierbei werden verschiedene Textstellen aus dem Epos betrachtet und deren illokutionäre Kraft interpretiert.
Sprechakttheorie, Illokutionslogik, Gnomik, Spruchweisheiten, Beowulf, Altenglische Dichtung, Frühmittelalterliche Kultur, Direkte Rede, Illokutionäre Kräfte, Kontextanalyse, Subjektivität der Interpretation.
Die Arbeit analysiert die illokutionären Kräfte von Spruchweisheiten in der direkten Rede des Epos, um Muster sprachlichen Handelns aufzuzeigen.
Es bezeichnet die Absicht oder die Handlung, die ein Sprecher mit einer Äußerung vollzieht (z.B. raten, warnen, behaupten).
Gnomik bezieht sich auf Spruchweisheiten (Maximen), die in der angelsächsischen Gesellschaft zur Objektivierung und Weitergabe von Wissen und Normen dienten.
Diese Verben werden in Spruchweisheiten genutzt, um auszudrücken, wie Dinge "sein sollen" oder natürlicherweise "sind", was ihre normative Kraft unterstreicht.
Die Untersuchung stützt sich auf die Sprechakttheorien von John R. Searle und Daniel Vanderveken.
Die Arbeit untersucht unter anderem die direkten Reden des Küstenwächters und von Beowulf selbst in Bezug auf ihre gnomischen Aussagen.
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