Diplomarbeit, 2007
138 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Krankheitsbild Demenz
2.1.1 Begriffsklärung und Abgrenzung
2.1.2 Epidemiologie
2.1.3 Formen und Ursachen der Demenz
2.1.3.1 Primäre Demenzen
2.1.3.2 Sekundäre Demenzen
2.1.4 Verhalten und Reaktionsweisen
2.1.4.1 Symptome der Demenz
2.1.4.2 Verhaltensstörungen
2.1.4.3 Psychische Störungen
2.1.5 Stadien der Demenz
2.2 Wohn- und Betreuungsformen
2.2.1 Betreuung und Pflege zu Hause
2.2.1.1 Allein lebende Demenzkranke
2.2.1.2 Mit einer Betreuungsperson zusammenlebende Demenzkranke
2.2.1.3 Hilfe von Angehörigen und Verwandten
2.2.1.4 Weitere Möglichkeiten der Unterstützung
2.2.2 Teilstationäre Versorgung und Betreuung
2.2.2.1 Entlastung durch Nachtpflege
2.2.2.2 Tagespflege in Tageskliniken
2.2.2.3 Tagespflege in spezialisierten Tageszentren
2.2.2.4 Tagespflege in Pflegeheimen
2.2.2.5 Tagespflege in Betreuungsgruppen
2.2.2.6 Möglichkeiten der Unterstützung
2.2.3 Stationäre Versorgung und Betreuung
2.2.3.1 Betreutes Wohnen in Altenwohnanlagen
2.2.3.2 Wohnen im Altenheim
2.2.3.3 Versorgung im Pflegeheim
2.2.3.4 Begleitung Sterbender im Hospiz
2.2.3.5 Möglichkeiten der Unterstützung
2.2.4 Haus- und Wohngemeinschaften
2.2.4.1 Stationär integrierte Hausgemeinschaften
2.2.4.2 Hausgemeinschaftskomplexe
2.2.4.3 Ausgegliederte Hausgemeinschaften
2.2.4.4 Heimverbundene Hausgemeinschaft
2.2.4.5 Möglichkeiten der Unterstützung
3 Lebensqualität demenziell erkrankter Menschen in den Wohnformen
3.1 Begriffserklärung und Inhalte von Lebensqualität
3.1.1 Der Begriff Lebensqualität
3.1.2 Lebensqualität und Demenz
3.1.3 Bekannte Konzepte der Lebensqualität
3.1.3.1 Mehrdimensionales Lebensqualitätskonzept nach SEIFERT
3.1.3.2 Lebensqualitätskonzept nach ALLARDT
3.1.4 Erfassung der Lebensqualität demenziell erkrankter Menschen
3.1.4.1 Krankheitserleben demenziell erkrankter Menschen
3.1.4.2 Schwierigkeiten bei der Erfassung von Lebensqualität
3.1.4.3 Feststellung der Lebensqualität und Ergebnisse
3.1.5 Konzept zur Betrachtung der Wohn- und Betreuungsformen
3.1.6 Erweitertes Konzept der Lebensqualität demenziell erkrankter Menschen
3.1.6.1 Betrachtung des Modells
3.1.6.2 Erklärung der Dynamik des Modells
3.2 Kritische Beurteilung der Wohn- und Betreuungsformen
3.2.1 Wohnen zu Hause
3.2.2 Teilstationäre Versorgung
3.2.3 Stationäre Versorgung
3.2.4 Haus- und Wohngemeinschaften
3.3 Standards für Lebensqualität
3.3.1 Wohnraum – Lebensraum
3.3.1.1 Ziele und Möglichkeiten der Innenraumgestaltung
3.3.1.2 Kriterien der Innenraumgestaltung
3.3.2 Betreuungsansätze
3.3.2.1 Die Basale Stimulation
3.3.2.2 Das Snoezelenkonzept
3.3.2.3 Die Pflegetheorie nach BÖHM
3.3.2.4 Validation nach NAOMI FEIL
3.3.3 Personal
3.3.3.1 Mögliche Personen zur Betreuung demenziell erkrankter Menschen
3.3.3.2 Aufgaben des Personals
4 Zusammenfassung und Ausblick
5 Anhang
5.1 Gedicht von Ingrid Popp
Die Arbeit untersucht, welche Wohn- und Betreuungsformen demenziell erkrankten Menschen die höchste Lebensqualität ermöglichen. Ziel ist die Beantwortung der zentralen Forschungsfrage, wie durch individuelle Voraussetzungen, Betreuungskonzepte und personelle Standards ein Höchstmaß an Zufriedenheit und Lebensqualität für Betroffene in verschiedenen Wohnumgebungen sichergestellt werden kann.
Die Pflegetheorie nach BÖHM
Zuerst muss die Seele bewegt werden. Auf Verstandesebene sind demenziell erkrankte Menschen normalerweise kaum noch zu erreichen. Daher hilft auch Argumentieren nichts. Wenn etwas erreicht werden soll, muss der demenziell erkrankte Mensch auf der Gefühlsebene angesprochen werden. Es muss herausgefunden werden, welche Werte dieser Mensch in sich trägt (Erziehung, Sozialisation) und was ihn im Leben tief bewegt (geprägt) hat. Dies sind die Ansatzpunkte, um mit psychosozialen und pflegerischen Interventionen mehr Lebensqualität für demenziell erkrankte Menschen zu schaffen.
Es gilt weiterhin als Maxime ein Daheimgefühl beim Bewohner zu erzeugen. Es ist niemals möglich das echte Zuhause zu kopieren. Dennoch kann der Einsatz von nostalgischen Einrichtungsgegenständen, Gebrauchsartikeln, Dekorationen usw. aus dem Altgedächtnis eine therapeutische Funktion hervorragend erfüllen und Weglauftendenzen vermeiden. Diese haben oft damit zu tun, dass der Erkrankte das Gefühl hat, nicht am rechten Ort zu sein.
Weiterhin sieht BÖHM die Auffälligkeiten im Verhalten in einer Regression, also einer Zurückentwicklung auf frühere Entwicklungsstufen. Dies bezeichnet er als Umkehrphänomen und wird durch Schreien, Weinen, Kratzen und Jammern deutlich. Bei seinem Konzept unterscheidet er sieben Abbaustufen und möchte, dass sich jede Kommunikation auf die jeweilige Stufe bezieht. Der Mensch muss dort abgeholt werden, wo er steht und darf weder über- noch unterfordert werden. Stattdessen muss der Kommunikationsstil der betreuenden Personen und die jeweiligen Interventionen auf die Person abgestimmt werden.
1 Einführung: Einleitung in die demografische Situation und die wachsende Zahl an Demenzkranken, die das Thema für die Soziale Arbeit relevant macht.
2 Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung des Krankheitsbildes Demenz sowie ein Überblick über die verschiedenen Wohn- und Betreuungsformen in Deutschland.
3 Lebensqualität demenziell erkrankter Menschen in den Wohnformen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Lebensqualität, Vorstellung des dynamischen Modells und kritische Prüfung der Wohnformen anhand spezifischer Standards.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur zentralen Frage, welche Wohnform die höchste Lebensqualität bietet.
5 Anhang: Ergänzende Inhalte, insbesondere ein Gedicht zum Thema.
Demenz, Lebensqualität, Wohn- und Betreuungsformen, Altenhilfe, Pflegemodelle, Bedürfnisanalyse, Validation, Basale Stimulation, stationäre Pflege, ambulante Pflege, Hausgemeinschaften, Gerontopsychiatrie, demografischer Wandel, Wohlbefinden, Biografiearbeit.
Die Diplomarbeit untersucht die Lebensqualität von Menschen mit Demenz in verschiedenen Wohn- und Betreuungssituationen, um herauszufinden, wie ihre spezifischen Bedürfnisse am besten erfüllt werden können.
Die Arbeit behandelt die medizinischen und psychologischen Grundlagen der Demenz, die verschiedenen Versorgungsmodelle in der Altenhilfe sowie Konzepte zur Steigerung der Lebensqualität durch räumliche Gestaltung und Betreuungsansätze.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Wohnform demenziell erkrankten Menschen ein möglichst hohes Maß an Zufriedenheit und damit Lebensqualität ermöglicht.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert und ein eigenes "Dynamisches Modell von Lebensqualität" für Demenzkranke entwickelt und anwendet.
Im Hauptteil werden neben dem Krankheitsbild und den Wohnformen insbesondere die Dimensionen der Lebensqualität, das Modell zur Bedürfniserfüllung sowie Standards für Betreuungskonzepte und Personalschlüssel ausführlich diskutiert.
Die zentralen Schlagworte sind Demenz, Lebensqualität, Altenhilfe, stationäre/ambulante Pflege, Wohngemeinschaften und personenzentrierte Betreuungskonzepte wie Validation.
Es verknüpft die Bedürfnisse der Demenzkranken direkt mit der Lebensqualität und macht transparent, wie diese in verschiedenen Stadien der Erkrankung und unterschiedlichen Wohnformen erfüllt werden können.
Biografiearbeit ist essenziell, da Demenzkranke sich oft stärker an frühe Lebensabschnitte erinnern können. Sie hilft, ihre Bedürfnisse zu verstehen und den Pflegealltag (z.B. durch nostalgische Einrichtungsgegenstände) individuell zu gestalten.
Da Demenzkranke unter Desorientierung leiden, unterstützen überschaubare Raumstrukturen, gute Beleuchtung und Barrierefreiheit die Orientierung und fördern das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Es fokussiert primär auf die Stimulation der Sinne durch eine speziell gestaltete Umgebung, um Entspannung zu fördern und den Kontakt zu Menschen auf einer sinnlichen, statt rein rationalen Ebene zu ermöglichen.
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