Diplomarbeit, 2007
71 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. High Potentials – Begriffsbestimmung
3. Identifizierung der High Potentials
3.1 Anforderungsanalyse
3.2 Organisationsspezifisches Kompetenzmodell
3.2.1 Fachkompetenz
3.2.2 Methodenkompetenz
3.2.3 Sozialkompetenz
3.2.4 Persönliche Kompetenz
3.2.5 Führungskompetenz
3.2.6 Operationalisierung der Kompetenzmerkmale
3.3 Potenzialanalyse
3.3.1 Gütekriterien potenzialanalytischer Verfahren
3.3.1.1 Validität
3.3.1.2 Reliabilität
3.3.1.3 Objektivität
3.3.1.4 Pragmatische Umsetzbarkeit
3.3.2 Methoden der Potenzialanalyse
3.3.2.1 Potenzialeinschätzung durch die Führungskraft
3.3.2.1.1 Statusorientierte Kompetenzeinschätzung
3.3.2.1.2 Zukunftsgerichtete Potenzialeinschätzung
3.3.2.1.3 Leistungs-Potenzial-Matrix
3.3.2.1.4 Wahrscheinlichkeitsaussage
3.3.2.1.5 Etwaige Problembereiche
3.3.2.2 Potenzialinterviews durch Human Resources
3.3.2.3 Potenzial-Assessment-Center
3.3.2.4 Development-Center
3.3.2.5 Sonstige Diagnostische Verfahren
3.3.3 Grenzen der Potenzialanalyse
4. Bindung von High Potentials
4.1 Allgemeine Einflussfaktoren im Rahmen der Mitarbeiterbindung
4.2 Einflussfaktoren bei High Potentials
4.2.1 Studie von THOM
4.2.2 Studie von KIRCHGEORG/LORBEER
4.2.3 Lebensphasenkonzept eines Mitarbeiters nach Glasl
4.2.4 Zwischenfazit
4.3 Methoden zur Bindung von High Potentials
4.3.1 Job-Rotation, Job-Enrichment und Job-Enlargement
4.3.2 Betriebsklima
4.3.3 Führung
4.3.4 Transparentes Karrieremanagement
4.3.5 Strukturiertes Bildungsmanagement
4.3.6 Work-Life-Balance
4.3.7 Unternehmenskultur
5. High Potentials in kleinen und mittleren Unternehmen
5.1 Kleine und mittlere Unternehmen – Definition
5.2 Rahmenbedingungen
5.3 Befragung von kleinen und mittleren Unternehmen
5.4 Ergebnisse der Befragung
5.4.1 Anforderungen an High Potentials
5.4.2 Identifizierung
5.4.3 High Potential-Programme
5.4.4 Bindung und Bindungserfolg
5.5 Zwischenfazit
6. Best Practise – Cycos AG
6.1 Cycos AG - das Unternehmen
6.2 Konzeptphase
6.3 Durchführung der Anforderungsanalyse
6.4 Definition des Kompetenzmodells
6.5 Potenzialeinschätzung und Diskussion der Potenzialkandidaten
6.6 Psychometrisches Verfahren
6.7 Durchführung des Potenzial-Assessment-Centers
6.8 Entwicklungs- und Maßnahmenplanung
6.9 Fazit und Ausblick
7. Abschließende Bemerkungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Möglichkeiten, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hochqualifizierte Leistungsträger (High Potentials) identifizieren und durch gezielte, ressourcenschonende Maßnahmen langfristig an das Unternehmen binden können, um im intensivierten Wettbewerb bestehen zu bleiben.
3.3.2.1 Potenzialeinschätzung durch die Führungskraft
Die Potenzialeinschätzung durch die verantwortliche Führungskraft, in der Regel der unmittelbare Vorgesetzte, verbindet eine aktuelle Leistungsbeurteilung mit der Einschätzung, wie sich der Mitarbeiter kurz- bis mittelfristig entwickeln wird. D. h. die Potenzialeinschätzung durch die Führungskraft setzt sich aus statusorientierter Kompetenzeinschätzung und zukunftsgerichteter Potenzialeinschätzung zusammen.
Im ersten Schritt, der statusorientierten Kompetenzeinschätzung, beurteilt die Führungskraft den aktuellen Fähigkeitsstatus des Mitarbeiters bezogen auf das zuvor erstellte Kompetenzmodell. Um die Bewertung quantitativ zu strukturieren, bietet es sich an, eine geeignete Skalierung zugrunde zu legen, etwa von 1 bis 4, wobei die einzelnen Werte für folgende Ausprägungen stehen können:
1 = die Anforderungen werden nicht erfüllt
2 = die Anforderungen werden in der Regel erfüllt
3 = die Anforderungen werden voll erfüllt
4 = die Anforderungen werden in besonderem Maße erfüllt und teilweise übertroffen
Auf einen „Wert in der Mitte“, beispielsweise 3 bei einer Skala von 1 bis 5 wird bewusst verzichtet, um der „Tendenz zur Mitte“ vorzubeugen, die regelmäßig zu Beurteilungsfehlern führen kann. Ferner ist darauf zu achten, dass die Bewertung nicht zu detailliert vorgenommen wird, beispielsweise mit zu vielen Skalenstufen, damit diese praktikabel bleibt. Die Bewertung sollte nicht zu „feinkörnig“ vorgenommen werden, d. h. die Anzahl der als wesentlich angenommen Kompetenzmerkmale wird auf ein sinnvolles Maß beschränkt.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Identifizierung und Bindung von High Potentials für KMU aufgrund von Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck.
2. High Potentials – Begriffsbestimmung: Definiert den Begriff High Potential anhand wissenschaftlicher Literatur und betont die Bedeutung individueller Anforderungsprofile.
3. Identifizierung der High Potentials: Erläutert systematische Ansätze zur Identifizierung durch Kompetenzmodelle und Potenzialanalysen.
4. Bindung von High Potentials: Analysiert materielle und immaterielle Einflussfaktoren für die Bindung und stellt Methoden wie Job-Rotation, Coaching und Work-Life-Balance vor.
5. High Potentials in kleinen und mittleren Unternehmen: Untersucht die speziellen Rahmenbedingungen von KMU und präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Befragung.
6. Best Practise – Cycos AG: Detaillierte Darstellung des ganzheitlichen "cyPATH"-Programms als praktisches Anwendungsbeispiel.
7. Abschließende Bemerkungen: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit strukturierter, aber pragmatischer Konzepte für KMU.
High Potentials, KMU, Mitarbeiterbindung, Potenzialanalyse, Anforderungsanalyse, Kompetenzmodell, Personalführung, Personalentwicklung, Leistungsbeurteilung, Retention-Management, Talent Management, Unternehmenskultur, Work-Life-Balance, Mitarbeiterführung, Fachkräftemangel.
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hochqualifizierte Mitarbeiter, sogenannte High Potentials, systematisch identifizieren und langfristig an sich binden können.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von High Potentials, Methoden zur Potenzialanalyse (z. B. Assessment-Center), Einflussfaktoren der Mitarbeiterbindung sowie die Besonderheiten in KMU im Vergleich zu Konzernen.
Das Ziel ist die Entwicklung und Vorstellung praxisorientierter Konzepte für KMU, die mit begrenzten Ressourcen eine effektive Identifizierung und Bindung von Talenten ermöglichen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Theoriebildung sowie eine qualitative Befragung von Personalverantwortlichen verschiedener Unternehmensgrößen, ergänzt durch eine Best-Practice-Fallstudie (Cycos AG).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Identifizierung und Bindung von High Potentials, eine Analyse der KMU-spezifischen Rahmenbedingungen und deren empirische Untersuchung.
Wichtige Begriffe sind High Potentials, Mitarbeiterbindung, KMU, Potenzialanalyse, Kompetenzmodell, Retention-Management und Personalentwicklung.
In KMU fehlen oft spezialisierte Personalentwicklungsabteilungen und große finanzielle Budgets, was die Anwendung hochkomplexer Standardverfahren erschwert und alternative, pragmatische Lösungen erforderlich macht.
Das "cyPATH"-Programm der Cycos AG ist ein ganzheitliches, auf die spezifischen Bedürfnisse eines mittelständischen Unternehmens zugeschnittenes Konzept, das verschiedene theoretische Methoden kombiniert, um Talente nicht nur zu identifizieren, sondern durch eine individuelle Maßnahmenplanung zu entwickeln.
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