Diplomarbeit, 2005
86 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Kredit, Kreditrisiko und Credit Spread
3. Kreditderivate
3.1. Definition des Begriffes Kreditderivate
3.2. Der Markt der Kreditderivate
3.2.1. Historie und Entstehungsfaktoren
3.2.2. Bisheriger Innovationsprozess
3.2.3. Struktur des Marktes
3.2.3.1. Marktanteile der Kreditderivatetypen
3.2.3.2. Marktteilnehmer
3.2.3.3. Aufteilung nach Rating
3.2.3.4. Laufzeiten der Kreditderivate
3.2.4. Zukünftige Entwicklung
3.3. Vertragselemente der Kreditderivate
3.3.1. Underlying und Reference Asset
3.3.2. Credit Event
3.3.3. Credit Event Payment
3.3.4. Credit Fee
3.4. Ausprägungsformen der Kreditderivate
3.4.1. Asset Swap als Grundstein der Kreditderivate
3.4.2. Grundformen der Kreditderivate
3.4.2.1. Credit Default Produkte
3.4.2.2. Credit Spread Produkte
3.4.2.3. Total Return Produkte
3.4.2.4. Credit Linked Notes
3.4.3. Exotische Kreditderivate
3.4.3.1. Exotische Varianten des Credit Default Swap
3.4.3.1.1. Digital und Recovery Credit Default Swap
3.4.3.1.2. Basket Credit Default Swap
3.4.3.2. Exotische Varianten des Asset Swap
3.4.3.2.1. Callable Asset Swap
3.4.3.2.2. Synthetischer Asset Swap Put
3.5. Preisermittlung von Kreditderivaten
3.5.1. Theoretische Modelle
3.5.1.1. Klassische Optionspreismodelle
3.5.1.2. Neuere Ansätze der Contingent Claims Analysis
3.5.1.2.1. Das Ratingmodell
3.5.1.2.2. Das Asset-Class-Modell
3.5.2. Marktorientierte Modelle
4. Kreditrisikomanagement
4.1. Definition des Begriffes Risikomanagement
4.2. Aktivmanagement
4.2.1. Absicherung von Krediten
4.2.2. Übernahme von Kreditrisiken
4.2.3. Optimierung des Kreditportfolios
4.3. Kreditlinienmanagement
4.4. Passivmanagement
4.5. Eigenhandel
4.6. Die Rolle von Informationsasymmetrien
4.6.1. Adverse Selektion
4.6.2. Moral Hazard
4.7. Ausnutzung von Steuervorteilen
4.8. Vorteile gegenüber konventionellem Risikomanagement
4.8.1. Vorteile im Hinblick auf die Risikoübertragung
4.8.2. Vorteile im Hinblick auf die Risikobegrenzung
4.8.3. Vorteile im Hinblick auf die Diversifikation von Kreditrisiken
4.8.4. Sonstige Vorteile
4.9. Risiken aus Kreditderivaten
5. Aufsichtsrechtliche Behandlung von Kreditderivaten
5.1. Allgemeines
5.2. Behandlung im Grundsatz I
5.2.1. Voraussetzungen für die Anerkennung der Besicherungswirkung
5.2.1.1. Wirksamkeit des Risikotransfers
5.2.1.2. Gleichartigkeit von Referenzaktivum und zu besicherndem Aktivum
5.2.1.3. Laufzeitkriterium im Anlagebuch
5.3. Darstellung ausgewählter Kreditderivate im Anlage- und Handelsbuch
5.3.1. Credit Default Swap (CDS)
5.3.1.1. CDS und Kreditrisiken im Anlagebuch
5.3.1.2. CDS und Kursrisiken im Handelsbuch
5.3.2. Credit Linked Note (CLN)
5.3.2.1. CLN und Kreditrisiken im Anlagebuch
5.3.2.2. CLN und Kursrisiken im Handelsbuch
5.4. Fazit
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendungsmöglichkeiten und die aufsichtsrechtliche Behandlung von Kreditderivaten innerhalb des Risikomanagements von Banken. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern diese Instrumente zur aktiven Steuerung von Kreditrisiken und zur Optimierung der Eigenkapitalstruktur beitragen können.
3.1. Definition des Begriffes Kreditderivate
Unter Derivaten im Allgemeinen (lat. „derivare“ = ableiten) versteht man Finanzinstrumente, deren Wert aus der Wertentwicklung anderer Finanztitel (Underlying, Basisinstrument) abgeleitet wird. Zu den Basisinstrumenten gehören sowohl konkrete, als auch synthetische Vermögensgegenstände, wie z. B. Aktien, Zinsen oder Indizes.
Derivate können als vertragliche Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Parteien verstanden werden, aus denen sich zukünftige Zahlungen ergeben, wenn ein bei Vertragsabschluss festgelegter Zustand eintritt.
Derivative Geschäfte können sowohl börslich als auch außerbörslich (over the counter, OTC) gehandelt werden. Typisch für außerbörslich getätigte derivative Geschäfte ist, dass es weder feste Ausstattungsmerkmale, noch feste Abwicklungsmodalitäten gibt. In der Praxis haben sich aber mittlerweile gewisse Standardisierungen in Form von Rahmenverträgen, beispielsweise von der International Swaps and Derivatives Association (ISDA), herausgebildet, auf welche sich die Vertragspartner beziehen.
Bei Kreditderivaten handelt es sich um Finanzinstrumente, die individuell vereinbart und nur auf außerbörslichen Märkten gehandelt werden. Sie ermöglichen es, Kreditrisiken von Darlehen, Anleihen und anderen Kreditpositionen außerbilanziell zu trennen, sie neu zu bündeln und auf andere Marktteilnehmer zu übertragen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Kreditrisikomanagements vor dem Hintergrund zunehmender Insolvenzen und verschärften Wettbewerbs und definiert das Ziel der Untersuchung.
2. Kredit, Kreditrisiko und Credit Spread: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Kreditbegriffe sowie die Klassifikation von Kreditrisiken und deren Messbarkeit über den Credit Spread.
3. Kreditderivate: Das Kapitel bietet eine detaillierte Marktanalyse, stellt Vertragselemente vor und kategorisiert verschiedene Derivate sowie deren Preisermittlungsmodelle.
4. Kreditrisikomanagement: Hier werden spezifische Anwendungsgebiete von Kreditderivaten wie Aktiv-, Passiv- und Linienmanagement sowie deren Rolle im Umgang mit Informationsasymmetrien analysiert.
5. Aufsichtsrechtliche Behandlung von Kreditderivaten: Dieses Kapitel diskutiert die regulatorischen Anforderungen des Grundsatzes I sowie die Behandlung der Instrumente in Anlage- und Handelsbüchern.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Entwicklung von Kreditderivaten und einer Prognose über künftige Herausforderungen und Wachstumschancen in Deutschland.
Kreditderivate, Kreditrisikomanagement, Credit Default Swap, Credit Linked Note, Asset Swap, Risikotransfer, Bankenaufsicht, Grundsatz I, Handelsbuch, Anlagebuch, Ausfallrisiko, Kreditspread, Portfoliomanagement, Informationsasymmetrie, Finanzinnovation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle und Funktion von Kreditderivaten als Instrumente zur Steuerung und Übertragung von Kreditrisiken in deutschen Bankinstituten.
Zentrale Themen sind die Marktstruktur von Kreditderivaten, deren technische Ausgestaltung, Anwendungsszenarien im Risikomanagement sowie die aufsichtsrechtliche Regulierung.
Ziel ist es, die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Kreditderivaten aufzuzeigen und zu analysieren, wie diese zur Effizienzsteigerung und Risikominimierung in Bankportfolios beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung der Marktentwicklungen, ergänzt durch die Analyse bankaufsichtsrechtlicher Regelwerke und theoretischer Preisbildungsmodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktstrukturanalyse, die Darstellung konkreter Risikomanagement-Instrumente, deren Preismodelle sowie eine ausführliche Diskussion der aufsichtsrechtlichen Behandlung.
Kreditderivate, Kreditrisikomanagement, Credit Default Swap, Credit Linked Note, Risikotransfer und Aufsichtsrecht sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Asset Swaps dienen als Vorläufer und Grundlage synthetischer Kreditprodukte; sie kombinieren Anleihen mit Zinsswaps, um das isolierte Kreditrisiko handelbar zu machen.
Es gilt als das geeignetste Modell unter den theoretischen Ansätzen, da es die Abhängigkeiten zwischen dem Default-Prozess, dem risikolosen Zins und der Recovery Rate sowie branchenspezifische Faktoren integriert.
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