Examensarbeit, 2006
52 Seiten, Note: 2
1. Einleitende Worte
2. Unterrichtsvoraussetzungen
2.1 Allgemeine Voraussetzungen
2.2 Spezielle Voraussetzungen
3. Planung der Unterrichtsreihe
3.1 Sachstrukturanalyse
3.1.1 Medienkompetenz und Schule
3.1.2 Fotografien im Geschichtsunterricht
3.1.2.1 Bedeutung für Geschichtswissenschaft und Geschichtsunterricht
3.1.2.2 Einsatzmöglichkeiten im Geschichtsunterricht
3.1.3 Quellenarbeit mit Fotografien
3.1.4 Lebens- und Arbeitsverhältnisse im Kaiserreich
3.2 Rahmenplanbezug
3.3 Reihenlernziele
3.4 Reduktion und didaktisch- methodische Vorüberlegungen
3.5 Überblick über die Reihe
4. Durchführung und Analyse der Unterrichtsreihe
4.1 Evaluationsinstrumente zur Analyse
4.2 Analyseansatz und Stundenauswahl
4.3 Die zweite Stunde: Fotografien als Zeitdokument nutzen. Veränderung von Leben und Arbeit durch die Technisierung –eine schöne neue Welt?
4.4 Die fünfte Stunde: Fotografien – Abbildungen der Realität? Das Proletariat – Leben am Existenzminimum
4.5 Die achte Stunde: Quellenwert von Fotografien. Die Landarbeiter – Das schöne Leben auf dem Land?
5. Gesamtreflexion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der gezielte Einsatz historischer Fotografien im Geschichtsunterricht dazu beitragen kann, die Medienkompetenz von Schülern zu fördern, um sie zu einem kritischen Umgang mit diesem Medium zu befähigen.
3.1.2.1 Bedeutung für Geschichtswissenschaft und Geschichtsunterricht
Fotografien bestimmen heute unseren Alltag mit. In Zeitungen werden Nachrichten durch Fotografien visualisiert, in nahezu jeder Wohnung hängen Familienfotos, in Alben werden die wichtigsten Etappen im Leben der Familienmitglieder festgehalten, um nur einige Aspekte der Verbreitung zu nennen. „Wir leben in einem ‚visuellen Zeitalter’, in dem überall auf der ganzen Welt die gleichen Bilder konsumiert werden können.“ Der Einfluss von Bildern auf die Gesellschaft ist nicht neu und der Übergang vom Bild zur Fotografie kein plötzlicher. Bereits in der Antike wurden Herrscherportraits auf Münzen verbreitet, Holzschnitt-Drucke berichteten über Zeitereignisse der Reformation und im 19. Jahrhundert wurden Bilderserien von Ereignissen veröffentlicht. Doch erst durch die Entwicklung der Fotografie wurden Bilder zu einem Massenphänomen. „Mit der Fotografie wurde das Bild endgültig massenhaft, in Produktion, Reproduktion und Konsum.“
In der Geschichtswissenschaft kommt Fotografien hinsichtlich ihres Quellencharakters eine wachsende Bedeutung zu, vor allem in Bezug auf die Rezeption und Deutung der neueren Geschichte. Viele historische Spezialdisziplinen sind häufig auf die Interpretation der Überlieferung in Fotodokumenten angewiesen. In der historischen Kulturwissenschaft und Verhaltensforschung können über Fotografien nicht sprachliche Bereiche, wie Normen der Körpersprache, alltägliche Arbeitsverrichtungen oder die Handhabung von Werkzeugen, erkannt und interpretiert werden. Zudem können in Fotografien repräsentierte Bildvorstellungen über den mentalitätsgeschichtlichen Wandel innerhalb einer Gesellschaft Aufschluss geben.
1. Einleitende Worte: Der Autor führt in die Bedeutung des Mediums Fotografie im Unterricht ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Förderung der Medienkompetenz durch den Einsatz historischer Fotografien.
2. Unterrichtsvoraussetzungen: Dieses Kapitel analysiert die allgemeine Klassenzusammensetzung sowie die speziellen Vorkenntnisse der Schüler im Umgang mit Bildquellen.
3. Planung der Unterrichtsreihe: Hier werden die theoretischen Grundlagen (Medienkompetenz, Quellenarbeit) mit den didaktischen Zielen und der strukturellen Planung der Unterrichtsreihe verknüpft.
4. Durchführung und Analyse der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel dokumentiert und reflektiert die praktische Umsetzung in ausgewählten Unterrichtsstunden sowie die erzielten Lernerfolge.
5. Gesamtreflexion und Ausblick: Der Autor zieht ein Fazit über den Erfolg der Reihe, diskutiert aufgetretene Probleme und gibt Empfehlungen für den zukünftigen Einsatz von Fotografien als Quellen.
Medienkompetenz, Geschichtsunterricht, Historische Fotografien, Kaiserreich, Quellenkritik, Bildinterpretation, Sozialgeschichte, Medienpädagogik, Lebensverhältnisse, Arbeitsbedingungen, Bildanalyse, Quellencharakter, Handlungsorientierung, Realitätsverfälschung, Geschichtsbewusstsein
Die Arbeit behandelt die didaktische Einbindung historischer Fotografien im Geschichtsunterricht einer 9. Klasse, um die Medienkompetenz der Schüler nachhaltig zu fördern.
Neben der theoretischen Fundierung der Medienkompetenz stehen die Analyse von Lebens- und Arbeitsverhältnissen im deutschen Kaiserreich sowie die methodische Erschließung von Fotografien als Quellen im Vordergrund.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Einsatz von Fotografien als Quelle im Geschichtsunterricht die Fähigkeit der Schüler verbessern kann, sich kritisch mit dem Medium Fotografie auseinanderzusetzen.
Der Autor nutzt einen stundenorientierten Analyseansatz, um anhand der Lerntagebücher der Schüler und der durchgeführten Unterrichtsreihe die Entwicklung der Medienkompetenz schrittweise aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Sachstrukturanalyse sowie die konkrete Durchführung und anschließende Evaluation ausgewählter Unterrichtsstunden zu verschiedenen gesellschaftlichen Schichten des Kaiserreichs.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Quellenkritik, historische Fotografie, Kaiserreich und Bildanalyse charakterisieren.
Fotografien dieser Untersuchung dienen als zentrales Anschauungsmaterial, um die Lebensverhältnisse des Proletariats zu thematisieren und die Schüler gleichzeitig für die manipulationsanfällige Wirkung von Bildquellen zu sensibilisieren.
Das Modell dient dazu, die Schüler schrittweise vom bloßen Betrachten einer Fotografie hin zur komplexen Interpretation und Quellenkritik zu führen, orientiert an ihrem jeweiligen Vorwissen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

