Magisterarbeit, 2006
70 Seiten, Note: 2,0
Diese Magisterarbeit untersucht, inwieweit die Aussagen von Maxim Biller über die Darstellung von Krieg und Soldatenfiguren in der Nachkriegsliteratur auf Heinrich Bölls Werk zutreffen. Der Fokus liegt dabei auf Bölls Frühwerk, insbesondere auf den Texten „Das Vermächtnis“, „Der Zug war pünktlich“ und „Wo warst du, Adam?“.
Das erste Kapitel befasst sich mit der Rolle des Zweiten Weltkriegs in der deutschen Nachkriegsliteratur und analysiert verschiedene Ansätze in der Darstellung des Krieges in Erzählungen und Romanen. Im zweiten Kapitel wird Heinrich Böll als Schriftsteller vorgestellt, mit besonderem Augenmerk auf sein Selbstverständnis als Autor und die charakteristischen Elemente seines Werkes. Im dritten Kapitel werden die kritischen Positionen von Maxim Biller und Ernestine Schlant im Hinblick auf die Behandlung des Holocaust in der deutschen Nachkriegsliteratur beleuchtet. Das vierte Kapitel analysiert die Soldatenfiguren in Bölls Texten „Das Vermächtnis“, „Der Zug war pünktlich“ und „Wo warst du, Adam?“, um ihre Darstellung von Krieg und deren Einstellungen zu Nationalsozialismus, Krieg und Kriegsverbrechen zu untersuchen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Krieg, Soldatenfiguren, Nachkriegsliteratur, Heinrich Böll, Kriegserfahrung, Moral, Schuld, Vergangenheit, Erinnerung, Vergessen, deutsche Nachkriegsgesellschaft, literarische Darstellung von Krieg, Maxim Biller, Ernestine Schlant, „Das Vermächtnis“, „Der Zug war pünktlich“, „Wo warst du, Adam?“.
Böll nutzt seine eigenen Erfahrungen als Soldat, um den Krieg oft als sinnloses Leid darzustellen, wobei er pazifistische und moralische Positionen einnimmt.
Biller kritisierte, dass Nachkriegsautoren wie Böll ihre Soldatenfiguren fast ausschließlich als passive Opfer darstellten und persönliche Schuldeingeständnisse ausblieben.
Böll teilt seine Figuren oft in Kategorien wie „Gut/Böse“ oder „Büffel/Lämmer“ ein, um moralische Konflikte zu verdeutlichen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Texte „Das Vermächtnis“, „Der Zug war pünktlich“ und „Wo warst du, Adam?“.
Die Arbeit untersucht, ob bestimmte historische Hintergründe oder Aspekte wie die Beteiligung an Kriegsverbrechen in Bölls Texten bewusst verschwiegen wurden.
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