Diplomarbeit, 2004
195 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung
1.1 Warum Risikomanagement?
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Begriffliche Abgrenzung
1.4.1 Risiko und Chance
1.4.2 Problem
1.4.3 Unternehmenskrise (Krise)
1.4.4 Risikomanagement
1.4.4.1 Strategisches Risikomanagement
1.4.4.2 Operatives Risikomanagement
1.4.5 Krisenmanagement als Teil des Risikomanagements
2. Strategisches Risikomanagement
2.1 Hintergrund und gesetzliche Grundlagen
2.2 Elemente des Risikomanagementsystems
2.2.1 Balanced Scorecard als Controllinginstrument zur strategischen Risikoplanung und -steuerung
2.3 Prozess des integrierten Risikomanagementsystems
2.3.1 Formulierung der Risikostrategie
2.3.2 Festlegung der Maßnahmen des Risikomanagements
2.3.3 Risikoidentifikation
2.3.3.1 Strategische Risiken
2.3.3.2 Finanzielle Risiken
2.3.3.3 Operationelle Risiken
2.3.3.4 Externe Risiken
2.3.4 Risikoanalyse
2.3.5 Risikobewertung
2.3.6 Risikosteuerung
2.3.7 Darstellung der Risikosituation
2.3.8 Vergleich der Risikosituation mit den Vorgaben der Risikostrategie
2.3.9 Die Verantwortlichkeiten im Risikomanagement-Prozess
2.4 Voraussetzungen für effektive Risikomanagementsysteme
2.4.1 Der Wille zum Risikomanagement
2.4.2 Kommunikation und flache Hierarchiestufen
2.4.3 Unternehmenskultur als Grundlage
2.4.4 Landeskultur
2.5 Zusammenfassung
3. Operatives Risikomanagement von Projekten
3.1 Auswahl der Projekte
3.2 Unvorteilhafter Umgang mit Risiken
3.2.1 Risiken ignorieren
3.2.2 Risiko-Rendite Paradoxon
3.3 Umsetzung des operativen Risikomanagements
3.3.1 Risikoanalyse
3.3.2 Risiken managen
3.3.2.1 Risiken, die nicht gemanagt werden müssen
3.4 Voraussetzungen für effektives operatives RM
3.4.1 Eigenschaften des Projektmanagers
3.4.2 Unvereinbare Managementstile
3.4.3 Die Unternehmenskultur als Grundlage
3.5 Was spricht gegen Risikomanagement?
3.5.1 Die Risikokosten sind zu hoch
3.5.2 Der Kunde verkraftet die Wahrheit nicht
3.5.3 Die Unsicherheit ist einfach zu groß
3.5.4 Lange Zeitpläne laden zu schlechten Leistungen ein
3.5.5 Ein „erfolgsorientierter“ Managementansatz ist besser
3.6 Zusammenfassung
4. Das Forschungsprojekt – am Beispiel eines internationalen Chemiekonzerns
4.1 Der Untersuchungsgegenstand – der Chemiekonzern
4.2 Zielsetzung der Untersuchung
4.3 Untersuchungsvorgang
4.4 Risikomanagement des untersuchten Chemiekonzerns – Auswertung der Umfrage
4.4.1 Projektprobleme
4.4.2 Risikokultur im Konzern
4.4.3 Allgemeine Zusammenhänge
4.4.3.1 Der Zusammenhang zwischen Risikoreserve und Projekten, die Probleme aufwiesen
4.4.3.2 Der Zusammenhang zwischen eingesetzter Zeit und Projekten, die Probleme aufwiesen
4.4.4 Einstellung zum Risikomanagement
4.4.5 Argumente gegen Risikomanagement
4.4.5.1 Der Kunde verkraftet die Wahrheit nicht
4.4.5.2 Ein „erfolgsorientierter“ Managementansatz ist besser
4.4.5.3 Lange Zeitpläne laden zu schlechten Leistungen ein
4.4.6 Risikomanagementmethoden
4.4.6.1 Risikoidentifikation
4.4.6.2 Risikobewertung
4.4.6.3 Zusammenhang zwischen der für RM eingesetzten Zeit und der Häufigkeit der Methoden
4.5 Handlungsansätze zur Verbesserung der Situation
5. Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein ganzheitliches Verständnis von Risikomanagement zu vermitteln, indem sie sowohl strategische als auch operative Aspekte beleuchtet und die praktische Umsetzung durch eine empirische Analyse innerhalb eines internationalen Chemiekonzerns untersucht.
Warum Risikomanagement?
Das Umfeld der Unternehmen im 21. Jahrhundert zeichnet sich sowohl durch eine hohe Dynamik des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Wandels aus, als auch durch den zunehmenden Wettbewerbs- und Rationalisierungsdruck, durch die Internationalisierung der Märkte sowie die immer größer werdenden Ansprüche an die Unternehmensleitung. Die Entscheidungsträger sehen sich tagtäglich mit mehr Unsicherheit, höherer Komplexität, steigendem Informationsaufwand und wachsender Verantwortung konfrontiert. Besonders die Verschmelzung der Weltmärkte führt zu grundsätzlichen Veränderungen, denen sich besonders exportabhängige Industrieunternehmen nicht entziehen können, wenn sie weiterhin wettbewerbsfähig bleiben wollen. Unternehmen müssen immer neue Märkte erschließen, ständig neue Verfahren umsetzen und neue Produkte auf den Markt bringen, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Ein gutes Beispiel ist dabei der amerikanische Broker Marrill Lynch in den 90er Jahren gewesen. Er ignorierte die Entwicklung des Online-Trading und sah sich bald darauf mit einer Vielzahl von Konkurrenten wie z.B. Fidelity und Schwab konfrontiert, die es trotz der enormen Risiken gewagt hatten, sich auf Online-Trading einzulassen. Fidelity und Schwab verzeichneten in den 90ern aggressive Zuwächse, während Marrill Lynch gerade sein Geschäftsvolumen halten konnte.
Gerade weil Chancen nur genutzt werde können, indem man eine Vielzahl von Risiken eingeht, haben Unternehmen heute mit vielen verschiedenen Arten von Risiken zu kämpfen. Angefangen von finanziellen und strategischen Unternehmensrisiken bis hin zu externen Risiken und operationellen Risiken des Tagesgeschehens. Die immer komplexer werdenden Abläufe und komplizierteren Verfahren machen es dabei den Unternehmen zunehmend schwerer, Risiken früh zu erkennen und schnell zu reagieren. Der starke Druck zur Wertschaffung bzw. Wertsicherung unter zunehmend risikoreichen Bedingungen bringt somit effizientes Risikomanagement immer mehr in den Kernbereich der unternehmerischen Tätigkeit. Die angemessene Verankerung von Risikomanagement in den Führungsstrukturen ist ein großes Thema für das Überleben der Unternehmen und dient dazu, Risiken im Unternehmen frühzeitig zu erkennen, bewerten und damit steuerbar zu machen.
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Komplexität und Unsicherheit des unternehmerischen Umfelds ein und begründet die Notwendigkeit eines effektiven Risikomanagements.
2. Strategisches Risikomanagement: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und die zentralen Elemente eines Risikomanagementsystems beschrieben, darunter Frühwarnsysteme, interne Überwachung und Controlling.
3. Operatives Risikomanagement von Projekten: Dieses Kapitel widmet sich dem Management von Projektrisiken, analysiert typische Managementfehler und stellt Methoden zur Risikoidentifikation und -steuerung vor.
4. Das Forschungsprojekt – am Beispiel eines internationalen Chemiekonzerns: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Umfrage unter Projektmanagern zur gelebten Risikokultur und den angewandten Methoden in der chemischen Industrie.
5. Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Bedeutung von Risikomanagement als Chance zur Existenzsicherung zusammen und weist auf den anhaltenden Handlungsbedarf in Unternehmen hin.
Risikomanagement, Strategisches Risikomanagement, Operatives Risikomanagement, Projektmanagement, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikokultur, Unternehmenskrise, Frühwarnsystem, Risikomatrix, Chemieindustrie, empirische Analyse, Risikokosten, Unsicherheit, KonTraG
Die Arbeit behandelt die Bedeutung und Implementierung von strategischem und operativem Risikomanagement als wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des Risikomanagements, der Abgrenzung zwischen strategischen und operativen Ansätzen, kulturellen Einflüssen auf das Risikoverhalten sowie der praktischen Anwendung in Projekten.
Ziel der Arbeit ist es, ein umfassendes Verständnis für das Risikomanagement zu schaffen, dessen Notwendigkeit darzulegen und die Ist-Situation sowie Vorgehensweisen innerhalb eines internationalen Chemiekonzerns empirisch zu analysieren.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Themas sowie eine empirische Umfrage unter 52 Projektmanagern, deren Ergebnisse mittels statistischer Auswertung (u.a. SPSS) untersucht wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der Risikomanagement-Prozesse (strategisch und operativ) und die anschließende empirische Auswertung zur Projektrisikokultur in einem Chemiekonzern.
Wichtige Begriffe sind Risikomanagement, Projektmanagement, Risikokultur, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Unternehmenskrise und die spezifischen Anforderungen der chemischen Industrie.
Die Arbeit zeigt auf, dass das Risikoverhalten von Managern stark durch kulturelle Dimensionen (nach Hofstede), wie etwa die Unsicherheitsvermeidung und Machtdistanz, beeinflusst wird, was wiederum die Implementierung von Risikomanagement-Systemen prägt.
Die Autorin identifiziert diese Einstellung als ein gefährliches, aber verbreitetes Phänomen, bei dem Risiken ignoriert oder verdrängt werden, anstatt sie systematisch zu managen.
Die Umfrage zeigte, dass trotz des Bewusstseins für die Wichtigkeit von Risikomanagement (93% Zustimmung) nur ein geringer Teil der Arbeitszeit für dessen Umsetzung aufgewendet wird und Verbesserungspotenzial bei der Nutzung von Risikodatenbanken besteht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

