Magisterarbeit, 2001
105 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Nachhaltige Entwicklung: eine Handlungsaufforderung an Kommunen
2.1 Sustainable Development als Leitbild für eine zukünftige Umwelt- und Entwicklungspolitik
2.1.1 Ansätze einer interdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung
2.2 Neun Jahre nach Rio – ein Jahr vor Johannesburg
2.2.1 Der Lokale Agenda 21 - Prozess
2.2.1.1 Impulse für Kommunen
3. Kommunalpolitische Handlungsspielräume: zwischen globaler Herausforderung und lokaler Gestaltungsmöglichkeit
3.1 Restitution der kommunalen Selbstverwaltung
3.2 Die Kommunen vor der Zukunft
3.2.1 Die Stadt als Ort der Glokalisierung
3.2.2 Die Stadt als Dienstleistungskommune
3.2.3 Die Stadt als Bürgerkommune
3.2.4 Die Stadt als Experimentierfeld
4. Agenda 21 - Arbeit in Thüringen
4.1 Ausgangsbedingungen
4.2 Die Anfänge einer thüringenweiten Agenda-Bewegung
4.3 Die Organisationsstruktur
4.3.1 Transferstelle zur Lokalen Agenda 21
4.3.2 Regionale Transferstellen
4.4 Die Anzahl der kommunalen Agenda 21-Prozesse
4.5 Fortbildungsmöglichkeiten
4.6 Die Leitlinien der Landesregierung
4.7 Indikatoren
4.8 Förderrichtlinien
4.9 Nachhaltige Wirtschaft
4.10 Ein kurzes Resümee
5. Lokale Agenda 21 – Prozesse in den kreisfreien Städten Thüringens
5.1 Die Anfänge für Initiativen zur Lokalen Agenda 21
5.2 Der Beschluss über die Lokale Agenda 21 in der Kommune
5.3 Der Prozessaufbau
5.3.1 Die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle
5.3.2 Der Auftakt zum Lokalen Agenda 21 – Prozess
5.3.3 Die Arbeitskreise
5.3.3.1 Die Themenwahl der Arbeitskreise
5.3.4 Lokale Agenda 21 - Gremien
5.3.5 Die Ressourcen der Prozesse
5.3.6 Der Zeit- und Arbeitsplan
5.4 Anregungen und Austausch ... „Wie machen das die anderen?“
5.5 Dialog und Beteiligung ... Zwischen Begeisterung und „Was soll das?“
5.5.1 Beteiligungsinstrumente
5.5.2 „Wer engagiert sich?“
5.5.2.1 Schlussfolgerungen zur Akteursebene
5.5.3 Die Qualität der Beteiligung
5.6 Öffentlichkeitsarbeit
5.7 Die Verabschiedung eines Leitbildes und das Aufstellen eines Maßnahmenplanes
5.8 Projekte ... „Nichts motiviert mehr als das gute Beispiel.“
5.9 Prozesskontrolle
6. Schlussfolgerungen
6.1 Chancen ... „Agendalust“
6.2 Restriktionen ... „Agendafrust“
6.3 Das Ergebnis
6.4 Ausblick
7. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Magisterarbeit verfolgt das Ziel, eine wissenschaftliche Zwischenbilanz über die Umsetzung von "Lokalen Agenda 21"-Prozessen in den kreisfreien Städten Thüringens zu ziehen. Dabei werden die Organisationsstrukturen, Akteure und Projekterfolge untersucht, um zu prüfen, ob die Agenda 21 als zentrales kommunales Programm zur Belebung der Kommunalpolitik und zur Mobilisierung gesellschaftlicher Gruppen beitragen kann.
Die Stadt als Ort der Glokalisierung
Der Ausdruck der „Glokalisierung“ beschreibt das Zusammenspiel von lokaler Ebene und internationalen Veränderungen. Die Entwicklungen auf internationaler und nationaler Ebene wirken sich auch auf die kommunale Ebene aus. Städte sind keine nach außen abgeschlossenen Gebilde, sondern vielmehr Verdichtungszonen zusammenlebender Menschen, die Beziehungen in vielfältige Räume pflegen. Hier machen sich gesellschaftliche Entwicklungen und Umbrüche wie einem „Brennglas“ bemerkbar.
Durch die Globalisierung hat sich einerseits der Gestaltungsspielraum für Kommunen erweitert, andererseits ist die Kommune nur ein Element eines umfassenderen Systems, so dass der Anpassungs- und Handlungsdruck zunimmt. Die Kommunen müssen in Anbetracht der internationalen Arbeitsteilung und den Anforderungen im Zusammenhang mit der europäischen Integration ihre Entwicklungs- und Wettbewerbsfähigkeit sichern. Es vollzog sich eine Entwicklung vom Stadt-Land-Verhältnis zum Stadt-Weltmarkt-Verhältnis. „Städtische Politik scheint in der Zwickmühle der an sie gestellten Erwartungen festzuklemmen, ohne einen Ausweg formulieren zu können.“ Bisherige Versuche, durch exogene Strukturpolitiken um steuerzahlende Großunternehmen oder Touristen zu werben, führen die Kommunen teilweise in gegenseitige Konkurrenzverhältnisse, die das eigene Handeln noch mehr beschneiden. „Die Städte putzen sich raus, um private Investitionen anzuziehen.“ Vor allem die Konkurrenz um Wirtschaftsstandorte und damit um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen schieben das Thema Agenda 21 in der Kommunalpolitik in den Hintergrund.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, Herleitung der globalen Bedeutung von Nachhaltigkeit und Definition des Untersuchungsgegenstands in Thüringen.
2. Nachhaltige Entwicklung: eine Handlungsaufforderung an Kommunen: Theoretische Einordnung von Sustainable Development und der Agenda 21 als Diskurs- und Aushandlungsprozess.
3. Kommunalpolitische Handlungsspielräume: zwischen globaler Herausforderung und lokaler Gestaltungsmöglichkeit: Analyse der kommunalen Rolle und der Spannungsfelder zwischen Selbstverwaltung, Globalisierung und Verwaltungsmodernisierung.
4. Agenda 21 - Arbeit in Thüringen: Darstellung der Rahmenbedingungen, der landesweiten Unterstützung und der Entwicklung der lokalen Agenda-Prozesse in Thüringen.
5. Lokale Agenda 21 – Prozesse in den kreisfreien Städten Thüringens: Zentrale Bestandsaufnahme und detaillierte Untersuchung der Wege, Methoden und Prozessabläufe in den sechs kreisfreien Städten.
6. Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, Reflexion über erreichte Erfolge, identifizierte Hindernisse und ein Ausblick auf die Weiterentwicklung der Agenda-Arbeit.
Lokale Agenda 21, Nachhaltige Entwicklung, Kommunalpolitik, Bürgerbeteiligung, Stadtentwicklung, Thüringen, Verwaltungsreform, Bürgerkommune, Agenda-Büro, Prozessindikatoren, Konsultationsprozess, nachhaltige Wirtschaft, Standortwettbewerb, zukunftsfähige Kommune.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand und die Umsetzung von Lokalen Agenda 21-Prozessen in den kreisfreien Städten Thüringens unter Berücksichtigung lokaler und globaler Rahmenbedingungen.
Dazu gehören die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, die Rolle der Kommunen als Akteure im globalen Kontext, die spezifische Situation der Agenda-Arbeit in Thüringen sowie eine detaillierte Prozessanalyse in den Städten.
Das Ziel ist eine wissenschaftliche Zwischenbilanz der Prozessverläufe, um Potenziale, Herausforderungen und Hindernisse bei der Implementierung nachhaltiger Kommunalentwicklung zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einem deskriptiven Beitrag zur lokalen Politikforschung, der durch Inhalts- und Dokumentenanalysen, Teilnahmen an Fachveranstaltungen sowie zahlreiche Leitfadeninterviews mit Akteuren vor Ort empirisch gestützt wird.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Darstellung des Prozessaufbaus in den untersuchten Städten, der Rolle von Agenda-Büros und Gremien, der Einbindung der Bürger und der Wirtschaft sowie der Rolle der Landespolitik.
Schlüsselbegriffe sind Lokale Agenda 21, Nachhaltigkeit, Kommunalpolitik, Bürgerbeteiligung, Verwaltungsmodernisierung und Stadtentwicklung in Thüringen.
Es dient als theoretisches Modell, um die Kernelemente eines erfolgversprechenden Prozesses zu strukturieren, wobei die „Säulen“ die einzelnen Schritte und das „Dach“ die politische Verfahrenskultur repräsentieren.
Das Engagement wird als überwiegend symbolisch wahrgenommen; die Autorin plädiert für einen starken Amtsinhaber, der den Prozess als „Chefsache“ zur Priorität macht, ohne dabei basisdemokratische Ansätze zu dominieren.
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