Examensarbeit, 2006
202 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Was ist forschend- entdeckendes Lernen?
3. Belege der Geschlechterforschung
3.1 Die Entwicklung der Frauenbewegungen
3.2 Geschlechterunterschiede
3.3 Geschlechterstereotype
4. Interaktionsstudien
5. Das Untersuchungsdesign
5.1 Der Verlauf der Untersuchung
5.2 Die Untersuchungspopulation
5.3 Die Auswertungsmethoden
6. Ergebnisse
6.1 Verteilung der vergebenen Codierungen in Gruppe 1
6.2 Verteilung der vergebenen Codierungen in Gruppe 2
6.3 Verteilung der vergebenen Codierungen in Gruppe 4
7. Fragestellungen und Hypothesen
8. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht das geschlechtsspezifische Verhalten von Schülern bei Gruppenarbeiten im forschend-entdeckenden Lernen, um Unterschiede in Interaktionsstrukturen und Arbeitsweisen zu identifizieren und Ansätze für eine geschlechtergerechte Förderung zu entwickeln.
3.2 Geschlechterunterschiede
Bevor ich mich mit den gegenwärtigen Befunden zu Geschlechterunterschieden in Erlebens- und Verhaltensbereichen beschäftige, möchte ich auf die Frage eingehen, wie sinnvoll es ist, sich wissenschaftlich wie politisch mit Geschlechterunterschieden zu beschäftigen. Kommt es dadurch nicht zu einer Unterstützung der Kategorisierung und einer einseitigen Blickrichtung auf die Unterschiede, anstatt auf die immer deutlicher werdenden psychologischen Gemeinsamkeiten aufmerksam zu machen? Die folgenden Sichtweisen zu diesem Thema zeigen, dass die Analyse der Geschlechterunterschiede seit Jahrzehnten ein viel diskutiertes Thema darstellt. Denn das Thema ist sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftspolitisch wichtig. Bei der Untersuchung von Geschlechterunterschieden ist es wichtig, die dazugehörigen Determinanten und Erklärungsansätze für geschlechtstypisches Verhalten zu durchleuchten. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Geschlecht eine soziale Konstruktion ist, und dass Erwartungen, die an Personen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit gestellt werden, entscheidend für die soziale Interaktion und individuelle Entwicklung sind.
1. Einleitung: Die Studie führt in die Thematik der geschlechtsspezifischen Benachteiligung im schulischen Kontext ein und formuliert das Ziel, das Verhalten von Mädchen und Jungen bei Gruppenarbeiten im forschend-entdeckenden Lernen zu untersuchen.
2. Was ist forschend- entdeckendes Lernen?: Dieses Kapitel definiert den Begriff des forschend-entdeckenden Lernens als didaktisch bedeutsame Methode und Abgrenzung zum rezeptiven Lernen, wobei der Unterrichtsprozess als Problemlösungsstrategie beschrieben wird.
3. Belege der Geschlechterforschung: Es wird ein Überblick über die Entwicklung der Frauenbewegungen, aktuelle Konzepte der Geschlechterforschung sowie empirische Befunde zu psychologischen Geschlechterunterschieden und Stereotypen gegeben.
4. Interaktionsstudien: Das Kapitel präsentiert Studien, die den Zusammenhang zwischen verschiedenen Unterrichtsformen und den Interaktionsstrukturen von Jungen und Mädchen in der Schule beleuchten.
5. Das Untersuchungsdesign: Hier werden der methodische Aufbau der Studie, die teilnehmende Schulklasse sowie die gewählte qualitative Videoanalyse als Auswertungsinstrument beschrieben.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Videoanalyse für die drei untersuchten Gruppen (reine Mädchengruppe, gemischte Gruppe, reine Jungengruppe) werden detailliert aufgeschlüsselt.
7. Fragestellungen und Hypothesen: Basierend auf den erhobenen Codierungen werden spezifische Forschungsfragen zur Interaktion, zum Antwortverhalten und zur Aufgabengestaltung formuliert.
8. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Die zentralen Befunde werden diskutiert, Unterschiede im Verhalten der Gruppen reflektiert und die Bedeutung für eine geschlechterspezifische Förderung sowie Gender Mainstreaming hervorgehoben.
Gender Mainstreaming, forschend-entdeckendes Lernen, Geschlechterforschung, soziale Konstruktion, Gruppenarbeit, Interaktionsanalyse, Geschlechterunterschiede, Rollenerwartungen, qualitative Inhaltsanalyse, Geschlechterstereotype, schulische Interaktion, Koedukation.
Die Arbeit untersucht das Verhalten von Mädchen und Jungen bei Gruppenarbeiten im Rahmen des forschend-entdeckenden Lernens.
Die Schwerpunkte liegen auf der Geschlechterforschung, der Analyse von Interaktionsprozessen im Unterricht und der Anwendung des forschend-entdeckenden Lernens.
Das Ziel ist es, Unterschiede im Verhalten zwischen den Geschlechtern in verschiedenen Gruppenkonstellationen aufzuzeigen, um Ansätze für eine gezielte, geschlechtsspezifische Förderung zu entwickeln.
Die Verfasserin nutzt eine qualitative Videoanalyse und eine qualitative Inhaltsanalyse der aufgezeichneten Gruppenarbeiten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zum forschend-entdeckenden Lernen, einen historischen Überblick zur Frauenbewegung und Geschlechterforschung sowie die Darstellung und Diskussion des konkreten Untersuchungsdesigns und der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Gender Mainstreaming, Interaktionsanalyse, Geschlechterstereotype, soziale Konstruktion und forschend-entdeckendes Lernen.
Die Studie zeigt, dass sich die Jungen in gemischten Gruppen dominanter verhalten und öfter anderweitige Gespräche initiieren, während Mädchen in diesen Konstellationen häufiger zur Arbeitsteilung neigen.
Die Lehrkraft fungiert als Moderatorin, die den Schülern ermöglicht, Probleme selbstständig zu erkennen und zu lösen, wobei sie bei Bedarf steuernd in den Erkenntnisprozess eingreift.
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