Magisterarbeit, 2007
117 Seiten, Note: 1,3
0. Ziel und Methoden der Arbeit
1. Eine Einführung in den Philhellenismus
2. Der griechische Unabhängigkeitskrieg
2.1 Die günstigen Umstände für das Griechentum im Laufe des 18. Jahrhunderts
2.2 Die ökonomische Lage Griechenlands vor 1821
2.3 Die Philike und die Philomusi Hetairia
2.4 Bedeutende Ereignisse des Freiheitskampfes
3. Der europäische Philhellenismus am Beispiel ausgewählter Nationen
3.1 Die Entwicklung des Philhellenismus im Laufe der Zeit
3.2 Die philhellenischen Aktivitäten im westlichen Europa
3.2.1 Frankreich, das Zentrum des politischen Philhellenismus
3.2.2 Der Philhellenismus in Großbritannien
3.2.3 Die Rolle des Schweizer Philhellenismus
3.3 Die Entwicklung des Philhellenismus in den deutschen Staaten
3.3.1 Die deutsch-griechischen Beziehungen vor der griechischen Revolution
3.3.2 Die Reaktionen des deutschen Volkes auf die Nachricht über die Griechischen Revolution
4. Die Griechenvereine
4.1 Die Entwicklung des Vereinwesens in den deutschen Staaten
4.2 Die Struktur der deutschen Griechenvereine
4.2.1 Die soziale und innere Struktur der Philhellenenvereine
4.2.2 Die lokalen Vereine
4.2.3 Die Filialvereine
4.2.4 Die Hauptvereine
4.3 Die externen Kommunikationsformen der Griechenbewegung
5. Philhellenische Hilfs- und Militärprojekte
5.1 Die materiellen Spenden
5.1.1 Die soziale Struktur der Spenderschaft
5.1.2 Geographische Zuordnung der Geldspenden
5.2 Die Spendensammlungen vor 1826
5.3 Die Spendensammlungen nach 1826
5.4 Die philhellenischen Militärprojekte
5.4.1 Die Militärprojekte in der ersten Phase des Befreiungskampfes
5.4.2 Die Reaktion der Griechen auf die angebotene Freiwilligenhilfe
5.4.3 Das böse Erwachen in Griechenland
5.5 Die Militärprojekte in der zweiten Phase des Befreiungskampfes
5.6 Zusammenfassung: Deutsche philhellenische Hilfs- und Militärprojekte
6. Die deutsche Presse und der griechische Freiheitskampf
6.1 Die wichtigsten deutschen Zeitungen im Kurzüberblick
6.2 Der Inhalt der Zeitungen
6.2.1 Die Aufrufe für Freiwillige und Spenden
6.2.2 Die Vereine im Spiegel der Presse
6.2.3 Kritische Äußerungen der Presse
6.3 Die staatlich auferlegte Zensur
6.4 Zusammenfassung: Die deutsche Presse und der griechische Freiheitskampf
7. Resümee
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Erscheinungsformen des deutschen Philhellenismus im Zeitraum von Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Gründung des griechischen Staates. Ziel ist es, die Beteiligung deutscher Akteure am griechischen Befreiungskampf zu analysieren, wobei insbesondere die Rolle der Griechenvereine, der Presse und finanzieller Hilfsprojekte im Kontext der damaligen politischen Verhältnisse beleuchtet wird.
Die Einbeziehung derartiger Quellen ist zwar wegen ihres Umfangs sowohl zeit- als auch arbeitsaufwändig, man bedenke nur wie viele Zeitungen und Zeitschriften in der oben angegebenen Zeit erschienen. Jedoch verkörpern gerade diese Quellen die einzigen, bis jetzt noch existierenden Zeitzeugen. Weiterhin repräsentieren Zeitungen tendenziell die subjektive Meinung einer Gruppe von Menschen, sie sind in hohem Maße an den zeitgenössischen Ereignissen orientiert und von diesen beeinflusst. Doch gerade diese Tatsache gestaltet sie zu „selbst sprechenden Quellen“, und sie sollten eher wie Tagebucheinträge behandelt werden.
Dabei wird die Abhandlung in einzelne Kapitel gegliedert, die für das Verständnis des Themas relevante Eckpunkte darstellen. Die Magisterarbeit ist in fünf Teile gegliedert. In einem ersten Teil, der Kapitel 1 und 2 umfasst, werden vor allem die Definitionen und die Hauptmerkmale des modernen Philhellenismus geklärt und ausführlich vorgestellt. Weiterhin soll in diesem ersten Teil auch der Frage nachgegangen werden, welche Tatsachen die Griechen zu einem Unabhängigkeitskrieg motiviert hatten und welche Ereignisse die griechische Revolution überhaupt ermöglichten. Ferner soll die systematische Schilderung der beachtenswertesten Ereignisse der Revolution dabei behilflich sein, eine zeitliche Orientierung zu schaffen.
Anschließend wird in einem zweiten Teil eine kurze zusammenfassende historische Betrachtung des Philhellenismus bis Ende des 18. Jahrhunderts präsentiert. Dabei wird gleichzeitig auch ein erster genereller Überblick über die philhellenischen Tendenzen in Europa aufgezeigt. Parallel soll die Haltung Europas gegenüber der Griechischen Sache im Kurzüberblick aufgezeigt werden.
0. Ziel und Methoden der Arbeit: Einführung in das Forschungsfeld und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise sowie der verwendeten Quellengruppen.
1. Eine Einführung in den Philhellenismus: Klärung der Grundbegriffe Philhellenismus und Antiphilhellenismus sowie Darstellung der allgemeinen Merkmale der Bewegung.
2. Der griechische Unabhängigkeitskrieg: Historischer Überblick über die Voraussetzungen, Ursachen und wesentlichen Ereignisse des griechischen Unabhängigkeitskampfes.
3. Der europäische Philhellenismus am Beispiel ausgewählter Nationen: Analyse der philhellenischen Bewegungen in Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland sowie deren Verflechtungen.
4. Die Griechenvereine: Detaillierte Betrachtung der Organisation, Struktur und Arbeitsweise der deutschen Griechenvereine sowie deren Kommunikationsformen.
5. Philhellenische Hilfs- und Militärprojekte: Untersuchung der materiellen Unterstützung und der organisierten Freiwilligenexpeditionen sowie der damit verbundenen politischen Herausforderungen.
6. Die deutsche Presse und der griechische Freiheitskampf: Darstellung der Rolle der Zeitungen bei der Verbreitung philhellenischer Ideen und der staatlichen Zensurmaßnahmen.
7. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der deutschen Philhellenenbewegung und ihrer soziopolitischen Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Philhellenismus, Griechenland, Griechischer Unabhängigkeitskrieg, Griechenvereine, Freiheitskampf, Deutschland, Presse, Spendenwesen, Freiwilligenhilfe, Neuhumanismus, Politisierung, Zensur, Philhellenen, Philike Hetairia, Philomusi Hetairia.
Die Arbeit analysiert die Philhellenenbewegung in den deutschen Staaten während der griechischen Revolution (1821-1829) und beleuchtet, wie diese das politische Bewusstsein der Bevölkerung beeinflusste.
Die Schwerpunkte liegen auf der Vereinsstruktur, der Rolle der Presse bei der Mobilisierung der Öffentlichkeit und der Analyse materieller sowie militärischer Hilfsprojekte.
Das Ziel ist es, das Gesamtbild des deutschen Philhellenismus als organisierte soziale Bewegung mit liberaler Zielsetzung herauszuarbeiten und die Interaktion mit den politischen Rahmenbedingungen zu untersuchen.
Die Arbeit basiert auf einer Quellenanalyse, die insbesondere zeitgenössische Zeitungsartikel, Aufrufe, Memoiren und Publikationen von Forschern systematisch auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des griechischen Unabhängigkeitskrieges, des europäischen Kontextes, der Griechenvereine, der verschiedenen Formen der Griechenhilfe sowie der Bedeutung der deutschen Presse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Philhellenismus, Griechenvereine, Freiheitskampf, Politisierung und Pressewesen charakterisiert.
König Ludwig I. von Bayern fungierte als bedeutender Förderer der Griechenbewegung, machte München zum Zentrum des Philhellenismus und unterstützte die Anliegen der Griechen auch finanziell und politisch.
Die Expeditionen scheiterten oft an mangelnder Organisation, finanziellen Problemen, internen Konflikten, der Realität des Guerillakrieges vor Ort sowie dem teilweise misstrauischen Verhalten der griechischen Bevölkerung gegenüber den „Fremden“.
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