Diplomarbeit, 2006
104 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Terminologische Grundlagen
2.1 Zentrale Merkmale mittelständischer Unternehmen
2.2 Begriff der Unternehmenssteuerung
2.3 Effizienz und Effektivität als Grundlage einer ökonomischen Analyse
3 Zur Bedeutung der IFRS im Mittelstand
3.1 Empirischer Beleg zur Relevanz der IFRS in mittelständischen Unternehmen
3.1.1 Stand der IFRS- Rechnungslegung
3.1.2 Erwartete Chancen und Risiken bei der Implementierung von IFRS
3.1.3 Tatsächlich beobachtete Nutzenpotenziale und Kosten einer Umstellung auf IFRS
3.2 Unternehmensinterne Voraussetzungen für eine vorteilhafte Anwendung der IFRS in mittelständischen Unternehmen
3.3 NPAE-Projekt als Wegweiser für eine „IFRS für Alle“-Zukunft
4 Konsequenzen für die mittelständische Unternehmenssteuerung bei einer Rechnungslegung nach IFRS
4.1 Unternehmenssteuerung bei Anwendung des HGB als externes Rechnungslegungssystem
4.2 Chancen für die Unternehmenssteuerung durch eine Rechnungslegung nach IFRS
4.2.1 Harmonisierung von internem und externem Rechnungswesen
4.2.1.1 Möglichkeiten und Grenzen eines konvergenten Rechnungswesens
4.2.1.2 Anforderungen an eine steuerungsgerechte Ergebnisrechnung
4.2.1.3 Konzeptionelle Eignung der IFRS für Zwecke der Unternehmenssteuerung
4.2.2 Einheitliche Konzernrechnungslegung als Steuerungsinstrument in mittelständischen Konzernen
4.3 Risiken für die Unternehmenssteuerung durch eine Rechnungslegung nach IFRS
4.4 Effizienz und Effektivität der IFRS für Zwecke der Unternehmenssteuerung
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen und Konsequenzen der Anwendung von International Financial Reporting Standards (IFRS) auf die Unternehmenssteuerung in mittelständischen Unternehmen, wobei insbesondere die Kriterien Effektivität und Effizienz im Fokus stehen.
2.2 Begriff der Unternehmenssteuerung
Der Begriff der Unternehmenssteuerung ist in der Literatur ebenfalls nicht einheitlich definiert. Die Bezeichnung Steuerung stammt ursprünglich aus dem naturwissenschaftlichtechnischen Bereich und versteht einen reaktiven Impuls in ein System. Betriebswirtschaftlich soll in der Unternehmenssteuerung das Unternehmen auf ein Ziel hin ausgerichtet werden, anschließend erfolgt die Zielerfüllung und im Falle von Zielabweichungen werden Gegenmaßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet. Der Unternehmenssteuerungsprozess lässt sich in verschiedene Phasen gliedern. Zunächst erfolgt die Phase der Planung und der Zielsetzung, da eine Steuerung nur auf ein bestimmtes Ziel hin möglich ist.
Planung kann definiert werden als „ein geordneter, informationensverarbeitender Prozess zum Erstellen eines Entwurfs, welcher Maßnahmen für das Erreichen von Zielen vorausschauend festlegt“. In dieser Phase werden Soll-Größen von der Unternehmensleitung vorgegeben, die Erfolgs- und Liquiditätsziele berücksichtigen und sowohl quantifizierbar als auch realistisch sein sollten. Für die Quantifizierung der Erfolgsziele sollten finanzielle Überschussgrößen bestimmt werden. Ein wichtiges steuerungsrelevantes Merkmal mittelständischer Unternehmen ist die Einheit von Eigentum und Leitung, weswegen die Sicherung der Liquidität ein wichtiges Nebenziel darstellt. Weiter sollte in der Zieldefinierung ein zeitlicher Horizont und das Zielausmaß festgelegt werden.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die regulatorischen Rahmenbedingungen zur Anwendung von IFRS für deutsche Unternehmen ein und skizziert die Problematik einer möglichen IFRS-Anwendung im Mittelstand.
2 Terminologische Grundlagen: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten wie der mittelständische Unternehmenstypus sowie das Konzept der Unternehmenssteuerung und deren ökonomische Analyse anhand von Effizienz und Effektivität definiert.
3 Zur Bedeutung der IFRS im Mittelstand: Das Kapitel analysiert empirisch den Stand der IFRS-Rechnungslegung in mittelständischen Unternehmen und diskutiert die Voraussetzungen für eine vorteilhafte Anwendung sowie die Rolle des NPAE-Projekts.
4 Konsequenzen für die mittelständische Unternehmenssteuerung bei einer Rechnungslegung nach IFRS: Der Hauptteil untersucht kritisch die Eignung der IFRS für Steuerungszwecke im Vergleich zum HGB und analysiert die Chancen und Risiken, insbesondere in Bezug auf Harmonisierung und Anreizverträglichkeit.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten, thesenförmigen Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse zur Eignung und den Konsequenzen der IFRS für den Mittelstand.
IFRS, Mittelstand, Unternehmenssteuerung, Rechnungswesen, Harmonisierung, Effektivität, Effizienz, Konzernrechnungslegung, Anreizverträglichkeit, Unternehmensführung, Planungsrechnung, NPAE-Projekt, Fair Value, Finanzplanung, Unternehmenskultur.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Konsequenzen einer Rechnungslegung nach IFRS für die Steuerung mittelständischer Unternehmen.
Zentrale Themen sind die Relevanz der IFRS für den Mittelstand, die Harmonisierung von internem und externem Rechnungswesen sowie die Untersuchung der Eignung von IFRS für Steuerungszwecke.
Ziel ist es zu beurteilen, inwieweit IFRS für die Steuerung mittelständischer Unternehmen geeignet sind und welche Vor- und Nachteile dabei, insbesondere hinsichtlich Effizienz und Effektivität, entstehen.
Die Autorin stützt sich primär auf eine ökonomische Analyse mittels Modellen und Theorien sowie auf die systematische Auswertung empirischer Studien zur IFRS-Anwendung im Mittelstand.
Der Hauptteil beleuchtet die Eignung des HGB vs. IFRS für Steuerungszwecke, analysiert Harmonisierungsmöglichkeiten zwischen Rechnungskreisen und diskutiert spezifische Risiken wie die mangelnde Anreizverträglichkeit.
Wichtige Begriffe sind unter anderem IFRS, Unternehmenssteuerung, Mittelstand, Anreizverträglichkeit und Harmonisierung.
Das NPAE-Projekt des IASB zielt darauf ab, spezielle, vereinfachte Rechnungslegungsstandards für Unternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht zu entwickeln, um deren Anwendung auch für KMU praktikabler zu machen.
Das HGB verfolgt primär den Zweck der Zahlungsbemessung, was oft zu einer verzerrten Darstellung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage führt, die für eine zielgerichtete interne Unternehmenssteuerung nicht ausreicht.
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