Diplomarbeit, 2007
82 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Risiken im Bankgeschäft und deren Steuerung
2.1 Risiko- und Ertragsorientierte Banksteuerung
2.2 Differenzierung risikopolitischer Steuerungsmaßnahmen
2.3 Basel II
2.3.1 Der Weg zu Basel II
2.3.2 Zielsetzungen von Basel II
2.3.3 Aufbau von Basel II und die Umsetzung in deutsches Recht
2.4 Darstellung bankspezifischer Risiken
2.4.1 Erfolgs- und Liquiditätsrisiken
2.4.2 Operationelle Risiken
3. Kreditrisiken
3.1 Definition des Kreditrisikos
3.2 Ursachen für die Notwendigkeit einer umfassenden Kreditrisikosteuerung
3.3 Agency- Konflikte im Kreditgeschäft
3.4 Messung von Kreditrisiken
3.4.1 Erwartete Verluste
3.4.2 Value at Risk
3.4.3 Unerwartete Verluste
4. Einzelgeschäftsbezogene Maßnahmen und Instrumente der Risikosteuerung im Kreditgeschäft
4.1 Beschreibung und Differenzierung einzelgeschäftsbezogener Instrumente
4.2 Kreditwürdigkeitsprüfung
4.2.1 Die Grundlagen der Kreditwürdigkeitsprüfung
4.2.2 Logisch-deduktive und empirisch-induktive Verfahren
4.2.3 Kreditwürdigkeitsprüfung im Privatkundengeschäft
4.2.4 Kreditwürdigkeitsprüfung im Firmenkundengeschäft
4.3 Risikoüberwälzung
4.3.1 Risikoüberwälzung durch Kreditsicherheiten
4.3.1.1 Bedeutung und Arten von Kreditsicherheiten
4.3.1.2 Personensicherheiten
4.3.1.3 Sachsicherheiten
4.3.2 Risikoüberwälzung durch Kreditversicherungen
4.4 Convenants
4.4.1 Affirmative Convenants
4.4.2 Financial Convenants
4.4.3 Convenants in Deutschland
4.5 Risikozerfällung im Kreditgeschäft
4.6 Risikolimitierung durch Kreditrationierung
4.6.1 Kreditrationierung
4.6.2 Wissenschaftliche Modelle zur Kreditrationierung
5. Gesamtgeschäftsbezogene Maßnahmen und Instrumente der Risikosteuerung im Kreditgeschäft
5.1 Steuerung von Kreditportfolios
5.1.1 Diversifikation von Kreditportfolios
5.1.1.1 Der Diversifikationseffekt
5.1.1.2 Portfoliosteuerung unter Berücksichtigung von Korrelation und Beta-Faktor
5.1.1.3 Das Normportfolio
5.1.2 Instrumente einer nachträglichen Einflussnahme auf das Kreditportfolio
5.1.2.1 Asset Backed Securities
5.1.2.1.1 Funktionsweise von Asset Backed Securities
5.1.2.1.2 Weiterleitung von Zahlungen der Zweckgesellschaft
5.1.2.2 Kreditderivate
5.1.2.2.1 Entwicklung des Marktvolumens für Kreditderivate
5.1.2.2.2 Eigenschaften und Funktionen von Kreditderivaten
5.1.2.2.3 Einsatzmöglichkeiten für Kreditderivate
5.1.2.2.4 Vertragsvereinbarungen und ausgewählte Produkttypen
5.2 Weitere gesamtgeschäftsbezogene Instrumente
6. Ausgewählte Instrumente zur Risikosteuerung zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft für Genossenschaftsbanken
6.1 BVR II Rating Mittelstand
6.1.1 Quantitative Analyse
6.1.2 Qualitative Analyse
6.1.3 Ratingurteil und personelle Kompetenzen
6.2 VR Circle
6.2.1 Ziele von VR Circle
6.2.2 Funktionsweise von VR Circle und Vorbereitungsmöglichkeiten für Banken
6.2.3 Vorteile von VR Circle
6.2.4 Nachteile von VR Circle
7. Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Darstellung und Analyse praxisüblicher Instrumente und Maßnahmen zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft von Banken. Die Arbeit untersucht, wie Kreditrisiken auf Einzel- und Gesamtbankebene identifiziert, quantifiziert und begrenzt werden können, um die Stabilität und Rentabilität eines Kreditinstituts zu gewährleisten.
3.3 Acency-Konflikte im Kreditgeschäft
Beim Verhältnis zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber handelt es sich um eine Prinzipal-Agenten Beziehung. Dies stellt eine weitere Herausforderung für die Steuerung von Kreditrisiken im Bankbetrieb dar und sollte schon bei der Kreditvergabe berücksichtigt werden. Allgemein wendet sich die Agency Theorie von der Annahme vollkommener Märkte ab. So entstehen beispielsweise Informationsasymmetrien, die wiederum zu Transaktionskosten führen. Im Falle eines Kreditantrags ist die Bank der Prinzipal und der Kreditnehmer der Agent. Das Kreditinstitut kann in diesem Fall nicht genau beobachten, worin der Schuldner die geliehene Summe investiert. Beide Seiten verfügen also über unterschiedliche Informationen. Schlägt die Investition fehl, trägt die Bank das Kreditrisiko. Bei wirtschaftlichem Erfolg der Investition hingegen, profitiert die Bank nur in Höhe der vereinbarten Zinszahlungen. Weiterhin entstehen dadurch bei der Beziehung zwischen Bank und Gläubiger auch Interessenskonflikte. So bevorzugt die Bank einen Kreditnehmer, der sich so verhält, dass er seine Zins- und Tilgungsverpflichtungen mit möglichst großer Wahrscheinlichkeit erfüllen kann. Der Schuldner hingegen will i. d. R. eine möglichst hohe Investitionsrendite erzielen und somit die über den Kreditzinsen liegenden Rückflüsse maximieren. Dies geht meist jedoch auch mit einem hohen Risiko einher.
Es gibt zweierlei Informationasymmetrien im Kreditgeschäft, die zu unterscheiden sind. Zum einen Informationsunterschiede vor Vertragsabschluss, hierbei ist zu unterstellen, dass die Bank bei größerem Risiko eine entsprechende Prämie verlangt. Dadurch entstehen dem Kreditnachfrager jedoch Anreize, der Bank Informationen vorzuenthalten, die den Zinssatz erhöhen können. Diese Problematik bezeichnet man auch als hidden information. Die Bank muss folglich Selbstauskünfte von potentiellen Schuldnern sorgfältig prüfen.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Risikosteuerung im Bankensektor und definiert das Ziel der Arbeit, praxisnahe Instrumente zur Steuerung von Kreditrisiken aufzuzeigen.
2. Risiken im Bankgeschäft und deren Steuerung: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der ertragsorientierten Banksteuerung, die Differenzierung von Risikomaßnahmen und gibt einen Überblick über bankspezifische Risiken unter Berücksichtigung von Basel II.
3. Kreditrisiken: Hier werden Kreditrisiken definiert, ihre Ursachen analysiert und wichtige Messkonzepte wie der Value at Risk sowie die Bedeutung von Agency-Konflikten erläutert.
4. Einzelgeschäftsbezogene Maßnahmen und Instrumente der Risikosteuerung im Kreditgeschäft: Der Hauptteil beschreibt Instrumente wie die Kreditwürdigkeitsprüfung, Risikoüberwälzung durch Sicherheiten und Versicherungen, Covenants, Risikozerfällung und Kreditrationierung auf Einzelgeschäftsebene.
5. Gesamtgeschäftsbezogene Maßnahmen und Instrumente der Risikosteuerung im Kreditgeschäft: Das Kapitel erläutert die Steuerung des Kreditportfolios durch Diversifikation und nachträgliche Einflussnahmemöglichkeiten wie Asset Backed Securities und Kreditderivate.
6. Ausgewählte Instrumente zur Risikosteuerung zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft für Genossenschaftsbanken: Es werden praxisbezogene Instrumente wie das BVR II Rating Mittelstand und der VR Circle als spezifische Lösungen für genossenschaftliche Banken vorgestellt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt abschließende Handlungsempfehlungen für Banken im Umgang mit Instrumenten der Risikosteuerung.
Kreditrisiko, Risikosteuerung, Banken, Basel II, Kreditwürdigkeitsprüfung, Kreditsicherheiten, Portfoliomanagement, Kreditderivate, Asset Backed Securities, Genossenschaftsbanken, Agency-Theorie, Value at Risk, Insolvenz, Risikotragfähigkeit, Rating.
Die Arbeit analysiert Maßnahmen und Instrumente, die es Banken ermöglichen, Risiken – mit Fokus auf Kreditrisiken – im täglichen Bankgeschäft effektiv zu steuern.
Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche der bankgeschäftsspezifischen Risiken, die Identifikation und Messung von Kreditrisiken, deren einzel- und gesamtgeschäftliche Steuerung sowie spezifische Lösungsansätze für Genossenschaftsbanken.
Das Ziel ist es, in der Bankpraxis übliche Instrumente zur Steuerung des Kreditrisikos darzustellen, ihre Wirksamkeit zu analysieren und mögliche Probleme bei deren Anwendung aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt theoretische Konzepte (wie die Agency-Theorie und Portfoliotheorie nach Markowitz) sowie eine Analyse aktueller bankaufsichtlicher Regelungen (Basel II) und Praxisbeispiele aus dem Genossenschaftssektor.
Der Hauptteil differenziert zwischen einzelgeschäftsbezogenen Instrumenten (z. B. Kreditwürdigkeitsprüfung, Sicherheiten, Covenants) und gesamtgeschäftsbezogenen Maßnahmen (z. B. Portfolio-Steuerung, Kreditderivate, ABS).
Kreditrisikomanagement, Basel II, Risikosteuerung, Diversifikation, Rating-Systeme und Genossenschaftsbanken.
Da sie am Anfang jeder Kreditvergabe steht, dient sie als ursachenbezogenes Steuerungsinstrument, um die Ausfallwahrscheinlichkeit frühzeitig zu begrenzen und die Bonität der Schuldner objektiv zu bewerten.
Er dient dazu, das Kreditportfolio regional begrenzter kleinerer Banken effizient zu diversifizieren und Klumpenrisiken zu reduzieren, indem Risiken über einen größeren Pool verteilt werden.
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