Diplomarbeit, 2007
45 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Konzeptionelle Grundlagen zu Luxusmarken
2.1 Einführung
2.2 Begriffsabgrenzung
2.3 Grundlagen und Historie von Marken
2.3.1 Historie
2.3.2 Funktionen
2.3.3 Erscheinungsformen
2.4 Besonderheiten bei Dienstleistungsmarken
2.5 Grundlagen und Historie des Begriffs Luxus
2.6 Sechs Facetten von Luxusmarken
2.7 Selbstbild von Luxusmarken
2.8 Fremdbild von Luxusmarken
3. Konzeptionelle Grundlagen zum Private Banking
3.1 Begriffsabgrenzung
3.2 Kundensegmentierung
3.3 Kunde
3.4 Dienstleistungen und Produkte
3.4.1 Einführung
3.4.2 Financial Planning
3.4.3 Vermögensverwaltung und Anlageberatung
3.4.4 Geschlossene Fonds und Beteiligungen
3.4.5 Nachfolgeplanung
3.4.6 Immobilien- und Artmanagement
3.4.7 Personal-Risk-Management
3.4.8 Family Office-Services
3.5 Ganzheitlicher Betreuungsansatz
3.6 Wettbewerbssituation
4. Commerzbank AG
5. Premiummarke „Private Banking“ bei der Commerzbank AG
5.1 Einführung
5.2 Kundensegmentierung
5.3 Kundenberatung und Incentives
5.4 Dienstleistungen und Produkte
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Strategien zur Etablierung des „Private Banking“ als Premiummarke am Beispiel der Commerzbank AG. Dabei wird analysiert, inwieweit das bestehende Angebot des Finanzinstituts die theoretischen Anforderungen an eine Luxusmarke erfüllt und welche Optimierungspotenziale in der Kundenbetreuung sowie der Markenführung bestehen.
2.6 Sechs Facetten von Luxusmarken
Im Gegensatz zu einer angebotsorientierten Perspektive, wird bei der wirkungsorientierten Perspektive nicht zwischen der Marke und dem unter ihr angebotenen Produkt unterschieden. Ein abstrakter Markenkern bildet die Grundlage für eine Einstufung der Luxusmarke, ohne dass auf die Produktkategorie eingegangen wird.
Eine empirische Studie von Dubois/Laurent/Czellar nennt sechs Facetten, die den durch Nachfrager wahrgenommen Kern einer Luxusmarke von herkömmlichen Marken unterscheidet:
Hoher wahrgenommener Preis (Dies gilt sowohl für den relativen Preis – im Vergleich zu anderen Marken in derselben Produktgruppe – als auch für den absoluten Preis.).
Exzellente Qualität (Bei den verarbeiteten Materialien und bei der vermuteten hohen Fertigungsqualität.).
Einzigartigkeit (Welche durch Knappheit und schwere Erhältlichkeit wahrgenommen wird.).
Ästhetik (Ein Produkterlebnis für alle Sinne auf Grund von Farben, Formen usw.).
Historie (Durch einen konstanten Markenauftritt und Design.).
Nicht-Notwendigkeit (Das Produkt hat eher symbolischen als technischen Charakter.).
In der Summe bilden diese Faktoren einen hohen ideellen Nutzen für den Konsumenten. Sie bieten ihm die Möglichkeit, seine Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht zu symbolisieren und seine eigenen Wertvorstellungen zu demonstrieren und umzusetzen. Die bei generischen Marken dominierenden Produkteigenschaften der Risikoreduktion und Informationseffizienz spielen bei Luxusmarken kaum eine Rolle. Im vertikalen Markenwettbewerb kann die Luxusmarke durch die „Preisstellung“ und den „dominierenden Markennutzen“ gegenüber den Handels-, generischen und Premiummarken abgegrenzt werden. (vgl. Abbildung 1)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Markt für Premiumprodukte und das steigende Bedürfnis nach spezialisierter Betreuung vermögender Privatkunden in der Finanzbranche.
2. Konzeptionelle Grundlagen zu Luxusmarken: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Luxusmarke und erarbeitet anhand theoretischer Modelle die spezifischen Merkmale, die ein Produkt von einer Standardware abgrenzen.
3. Konzeptionelle Grundlagen zum Private Banking: Hier werden die Dienstleistungsspektren, Kundensegmentierungen und strategischen Anforderungen erläutert, die für ein professionelles Private Banking essenziell sind.
4. Commerzbank AG: Eine Unternehmensvorstellung der Commerzbank AG inklusive ihres historischen Hintergrunds und ihrer heutigen Marktposition als integrierte Großbank.
5. Premiummarke „Private Banking“ bei der Commerzbank AG: Das Kernkapitel analysiert die konkrete Umsetzung der Private-Banking-Strategie der Commerzbank sowie die angewandten Kundenbindungsmaßnahmen.
6. Fazit: Das Fazit bewertet die Marke „Private Banking“ der Commerzbank im Lichte der theoretischen Kriterien für Premiummarken und leitet Handlungsempfehlungen ab.
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Die Diplomarbeit untersucht die Positionierung und Markenführung des Private Banking der Commerzbank AG unter Berücksichtigung von Kriterien für Premiummarken.
Die Arbeit verknüpft markentheoretische Grundlagen des Luxussegments mit den praktischen Anforderungen und Dienstleistungen im Finanzsektor.
Ziel ist es zu erarbeiten, wie die Commerzbank das Private Banking als Premiummarke etabliert hat und wo spezifische Potenziale zur Optimierung in der Strategie liegen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Markentheorie sowie auf empirische Erkenntnisse durch ein Experteninterview mit der Leiterin des ZPB Marketings der Commerzbank.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Luxusmarken und Private Banking sowie die detaillierte Analyse der Unternehmenspraxis der Commerzbank.
Die zentralen Schlagworte sind Private Banking, Markenstrategie, Premiummarke, Kundenberatung und Vermögensstrukturierung.
Die Bank versteht ihr Angebot als eine Verbindung der Leistungen einer Großbank mit dem exklusiven Stil einer Privatbank.
Die Arbeit kritisiert, dass eine „All-in-Fee“ zwar transparent und modern ist, sich jedoch nur schwer mit dem exklusiven Image einer klassischen Luxusmarke vereinbaren lässt.
Im Gegensatz zu traditionellen Häusern setzt die Commerzbank weniger auf historische Tradition, sondern vielmehr auf „souveräne Modernität“ und individuelle Beratungsatmosphäre.
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