Magisterarbeit, 1996
116 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit befasst sich mit der Geschichte des Jenaer Universitätshochhauses im Kontext der sozialistischen Stadtplanung und deren Auswirkungen auf die Altbausubstanz der Innenstadt zwischen 1968 und 1972. Der Fokus liegt auf der Einordnung der Entstehung, Planung und Nutzung des Hochhauses in den Spannungsfeld verschiedener politischer und ökonomischer Interessen, um letztlich einen Beitrag zur Stadtgeschichte zu liefern.
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Jenaer Universitätshochhauses als umstrittenes Bauwerk und führt in die Thematik der Arbeit ein. Kapitel 1 skizziert die Entwicklung des VEB Carl Zeiss Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena nach 1945, wobei die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die wachsende Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung für die DDR hervorgehoben werden. Kapitel 2 widmet sich der Neugestaltung des Jenaer Stadtzentrums seit den späten 1960er Jahren, wobei die Planung des Forschungshochhauses des VEB Carl Zeiss Jena im Mittelpunkt steht. Kapitel 3 beleuchtet den Widerstand von Jenaer Wissenschaftlern gegen den Abbruch des Collegium Jenense im Zuge der städtebaulichen Umgestaltung.
Jena, Universitätshochhaus, sozialistische Stadtplanung, Altbausubstanz, VEB Carl Zeiss Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Collegium Jenense, Großforschung, Industrieplanung, Kulturkampf, Stadtgeschichte, DDR.
Das Hochhaus entstand im Rahmen der Neugestaltung des Jenaer Stadtzentrums zwischen 1968 und 1972.
Ursprünglich wurde das Gebäude als Forschungshochhaus für den VEB Carl Zeiss Jena geplant, bevor es später von der Universität genutzt wurde.
Für den Bau wurde historische Altbausubstanz im Stadtzentrum geopfert. Jenaer Wissenschaftler kämpften beispielsweise vehement für den Erhalt des Collegium Jenense.
Ziel war die Schaffung eines modernen, repräsentativen Stadtzentrums, das die Bedeutung von Wissenschaft und Industrie in der DDR widerspiegelte.
Die Arbeit stützt sich auf umfangreiche Archivalien, unter anderem aus dem Firmenarchiv Carl Zeiss, dem Thüringischen Staatsarchiv und verschiedenen Universitätsarchiven.
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