Examensarbeit, 2007
32 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die frühen Jahre des Konrad Adenauers
2.1. Die Familie Adenauer
2.2. Kindheit und Schule in Köln
2.3. Studium der Rechtswissenschaften
2.4. Ausbildung und Lehre zum Staatsexamen
2.5. Zwischenbetrachtung der frühen Jahre des Konrad Adenauers
3. Die grundlegenden Beziehungen und Verbindungen Konrad Adenauers
3.1. Die Familie Weyer/Wallraf
3.2. Verlobung und Heirat mit Emma Weyer
3.3. Der Rechtsanwalt Hermann Kausen
3.4. Zwischenbetrachtung der grundlegenden Beziehungen und Verbindungen
4. Konrad Adenauer als Beigeordneter der Stadt Köln
4.1. Die Wahl zum Beigeordneten
4.2. Konrad Adenauers Tätigkeit als Beigeordneter
4.3. Max Wallrafs Wahl zum Oberbürgermeister
4.4. Zwischenbetrachtung der Zeit als Beigeordneter
5. Konrad Adenauer als Erster Beigeordneter der Stadt Köln
5.1. Die Wahl zum Ersten Beigeordneten
5.2. Konrad Adenauers Tätigkeit als Erster Beigeordneter
5.3. Adenauer und der Erste Weltkrieg
5.4. Zwischenbetrachtung der Zeit als Erster Beigeordneter
6. Die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Köln
6.1. Das Aachener Angebot
6.2. Private Rückschläge
6.3. Adenauers Kandidatur und Wahl zum Oberbürgermeister
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener sozialer Milieus und familiärer sowie politischer Netzwerke auf den Werdegang Konrad Adenauers vom Kleinbürgertum bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Köln im Jahr 1917. Dabei wird analysiert, wie Adenauer durch Fleiß, strategische Verbindungen und persönliches Engagement bestehende soziale Barrieren überwand.
3.1. Die Familie Weyer/Wallraf
Im Jahr 1892 wurde im Stadtteil Köln-Klettenberg der erste Tennisplatz angelegt. Der „weiße Sport“ zählte zum Lieblingssport des gehobenen Bürgerstandes, zu dem sich auch Konrad Adenauer aufgrund seiner beruflichen Erfolge zählen konnte. Um in diesen Kreisen verkehren zu können, waren jedoch Beziehungen notwendig. Dabei kam Adenauer sein Bruder August zur Hilfe. August Adenauer hatte in die wohlhabende Kölner Familie Greven eingeheiratet. Diese besaß eine große Holzfirma und Wilhelm Greven, der Schwager von August Adenauer, war Beigeordneter der Stadt Köln. So konnte Augusts Ehefrau Maria über die Beziehungen der Familie Greven ihren Schwager Konrad in den privaten und elitären Tenniszirkel einführen.
Im Tennisklub „Pudelnass“ trafen sich junge Akademiker und Töchter aus gutbürgerlichen Häusern dreimal in der Woche zum Tennis spielen. Der Klub war somit zusätzlich auch ein passender Ort um Bekanntschaften mit Frauen zu finden. Die Töchter reicher Kölner Familien gingen dort auf Männersuche, denn die jungen Mädchen hatten meist keine Berufsausbildung und somit blieb ihnen nur die Möglichkeit sich zu verheiraten. In Adenauers Tennisklub verkehrte auch Helene „Ella“ Wahlen. Sie war die Tochter einer katholischen Ziegeleibesitzerfamilie.
Durch Ella Wahlen stieß auch ihre Freundin Emma Weyer zum Tennisklub „Pudelnass“. Sie war am 10. September 1880 geboren und kam aus den besten Kreisen. Ihr Vater Gustav Emanuel Aloys Weyer war ein erfolgreicher Direktor der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft gewesen und galt als Gründervater des Kölner Versicherungswesens.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den sozialen und politischen Aufstieg Adenauers durch den Einfluss verschiedener Milieus zu beleuchten.
2. Die frühen Jahre des Konrad Adenauers: Dieses Kapitel beschreibt die einfache Herkunft aus einer Bonner Bäckerfamilie und Adenauers Werdegang bis zur Ausbildung im Justizdienst.
3. Die grundlegenden Beziehungen und Verbindungen Konrad Adenauers: Der Fokus liegt hier auf den entscheidenden privaten und gesellschaftlichen Verbindungen durch Heirat und berufliche Mentoren.
4. Konrad Adenauer als Beigeordneter der Stadt Köln: Es wird Adenauers Eintritt in das Kölner Stadtparlament und seine erste Tätigkeit in der kommunalen Verwaltung analysiert.
5. Konrad Adenauer als Erster Beigeordneter der Stadt Köln: Dieses Kapitel behandelt den weiteren Aufstieg zum Ersten Beigeordneten und Adenauers Bewährung in der städtischen Finanz- und Lebensmittelverwaltung während des Ersten Weltkriegs.
6. Die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Köln: Die Schilderung umfasst die politischen Verhandlungen, das Aachener Angebot, private Schicksalsschläge und die schließlich erfolgreiche Wahl zum Oberbürgermeister.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Analyse der drei prägenden Einflussfaktoren: das Elternhaus, die angeheirateten Netzwerke und die persönliche Leistung im Verwaltungsdienst.
Konrad Adenauer, Köln, sozialer Aufstieg, Milieu, Zentrumspartei, Kommunalpolitik, Oberbürgermeister, Kaiserreich, Preußen, Heiratsverbindungen, Verwaltungskarriere, Erster Weltkrieg, Kölner Klüngel, Weyer, Wallraf.
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die den politischen und sozialen Aufstieg Konrad Adenauers vom bürgerlichen Milieu bis an die Spitze der Stadt Köln ermöglicht haben.
Die Schwerpunkte liegen auf familiären Hintergründen, dem Einfluss gesellschaftlicher Netzwerke wie dem Kölner Tennisclub, der Rolle der katholischen Zentrumspartei und Adenauers Tätigkeit in der Kommunalverwaltung.
Die Arbeit fragt nach den Milieus, die Adenauer umgaben, und ihrem spezifischen Einfluss auf seinen Karriereweg bis zum Amt des Oberbürgermeisters.
Es handelt sich um eine historisch-chronologische Untersuchung, die auf Basis von Fachliteratur, Biografien und Archivdokumenten den Lebenslauf analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte chronologische Aufarbeitung seiner Ausbildung, seiner familiären Verflechtungen sowie seiner verschiedenen Etappen in der Kölner Stadtverwaltung.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Adenauers Aufstieg, Kölner Stadtpolitik, das Zentrumsmilieu, die Bedeutung von Netzwerken und sein persönlicher Fleiß.
Max Wallraf fungierte als wichtiger Förderer und Türöffner, der Adenauer sowohl im sozialen Bereich der Kölner Eliten als auch durch sein politisches Gewicht stützte.
Trotz der schweren körperlichen Verletzungen bewertete Adenauer den Unfall humorvoll als Ursprung seines „Charakterkopfes“, der ihn im öffentlichen Auftreten prägte.
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