Diplomarbeit, 2007
55 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Auswertung der Mergers & Acquisitions – Literatur
1.4 Lücken bisheriger Studien und theoretische Fundierung der Analyseschwerpunkte
2 Unternehmens- und Marktanalyse
2.1 Unternehmensbild
2.1.1 Das akquirierende Unternehmen
2.1.2 Das akquirierte Unternehmen
2.2 Unternehmensziele und -potenziale
2.2.1 Unternehmensziele
2.2.2 Potenziale des akquirierten Unternehmens
2.3 Akquisitionsumfeldanalyse
2.3.1 Russland: Land – und Marktbesonderheiten
2.3.2 Steuerrechtliche Aspekte
2.3.2.1 Finanzierungskosten
2.3.2.2 Doppelbesteuerung
2.3.2.3 Verlustausgleich
3 Konklusionen für die Akquisitionspolitik
3.1 Mögliche Formen der Unternehmensverbindungen
3.2 Gründe für eine Akquisitionsentscheidung
4 Akquisitionsablauf
4.1 Transaktionsphase
4.1.1 Auswahl des Bewertungsansatzes
4.1.2 Faktorenmodelle
4.1.2.1 Multiples for Comparables
4.1.2.2 Berechnung des Unternehmenswertes: Zahlenbeispiel
4.1.3 Erwerbsweg
4.1.4 Risikoverteilung
4.2 Integrationsphase
4.2.1 Organisatorische Integration
4.2.2 Kulturelle Integration (Akkulturation)
4.2.3 Akquisitionskontrolle
5 Fazit
Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren grenzüberschreitender Unternehmenskäufe mittelständischer Unternehmen am Beispiel einer Akquisition eines russischen Service-Unternehmens, um aus den empirischen Befunden Gestaltungsempfehlungen abzuleiten.
1.1 PROBLEMBESCHREIBUNG
Die Akquisitionswelle in Deutschland ist nach wie vor ungebrochen. Käufe und Verkäufe von Unternehmen, Übertragungen von Anteils- oder Aktienpaketen an bekannte Unternehmen stehen von jeher im Mittelpunkt des Interesses der Wirtschaftspresse: “General Electric mit Akquisition in Russland“1, „US-Ölunternehmen Star Energy akquiriert: Wahnsinnsideal in Russland“2, “IDS Scheer erwirbt 75% an Vertriebs- und Beratungspartner im Wachstumsmarkt Russland“3 sind nur wenige dieser Schlagzeilen. Gravierende Zahlen in Millionen-Höhe über die bereits bestehenden Akquisitionserfolge bestätigen die steigende Bedeutung dieser Form der Unternehmensverbindungen.4
Fast jede zweite Transaktion erfolgt in Deutschland mit einem ausländischen Partner, wobei der Akzent immer stärker auf die Akquisition der Unternehmen in Osteuropa gesetzt wird: so sind in 2006 rund 50 Mrd. Euro in die osteuropäischen Länder geflossen.5
Im Jahr 1991, als der „Eiserne Vorhang“ fiel und die Umwandlung der kommunistischen Gesellschaftssysteme zum kapitalistischen Wirtschaftssystem begann, eröffnete sich für die Unternehmen in den entwickelten Marktwirtschaften die Möglichkeit für den schnellen Markteintritt.
Damit wurden hohe Erwartungen hinsichtlich der Gewinnung neuer Marktanteile, internationaler Diversifikation, Senkung der Produktionskosten u.a. verbunden.
Nach der anfänglichen „Ost-Euphorie“ ist es jedoch zu einer Ernüchterung in der Beurteilung der Attraktivität des Investitionsstandortes Osteuropa gekommen. Die Misserfolgsquoten schwanken zwischen 40 % bis 60 % 6 und in den letzten vier Jahren sind rund 1.200 kleine und mittlere Unternehmen, die den Schritt ins EU-Ausland gewagt haben, an den Sitz in Deutschland zurückgekehrt.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik von Unternehmensakquisitionen in Osteuropa und erläutert den wissenschaftlichen Fokus auf mittelständische Unternehmen sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Unternehmens- und Marktanalyse: Das Kapitel beleuchtet das Profil der beteiligten Unternehmen sowie die wirtschaftlichen Besonderheiten des russischen Marktes, einschließlich steuerlicher Rahmenbedingungen.
3 Konklusionen für die Akquisitionspolitik: Hier werden verschiedene Formen der Unternehmensverbindungen wie Kooperationen und Akquisitionen verglichen und die strategischen Gründe für die Akquisitionsentscheidung diskutiert.
4 Akquisitionsablauf: Dieses Hauptkapitel detailliert die Phasen einer Akquisition, von der Transaktionsphase mit Bewertungsmethoden und Erwerbswegen bis hin zur komplexen Integrationsphase und deren Kontrolle.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse über die spezifischen Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen in Osteuropa.
Unternehmensakquisition, Mittelstand, Russland, Marktanalyse, Unternehmenskauf, Post-Merger-Integration, Unternehmensbewertung, DCF-Methode, Multiples for Comparables, Asset Deal, Risikoverteilung, Doppelbesteuerung, Unternehmenskultur, Akkulturation, grenzüberschreitende Investition
Die Arbeit behandelt die Problematik und die Herausforderungen von grenzüberschreitenden Akquisitionen mittelständischer Unternehmen am konkreten Beispiel einer Akquisition in Russland.
Im Fokus stehen die strategische Marktanalyse, finanzielle und steuerliche Aspekte beim Unternehmenskauf, die Bewertungsmethodik für Unternehmen in Schwellenländern sowie das Integrationsmanagement.
Das Ziel ist es, die Erfolgsvoraussetzungen und Problembereiche bei Akquisitionen in Russland zu identifizieren und daraus Gestaltungsempfehlungen für ähnliche Transaktionen abzuleiten.
Es wird ein ganzheitlich-integrativer Ansatz verfolgt, der mikroökonomische und kapitaltheoretische Betrachtungen mit der Analyse empirischer Studien und eigener Datenauswertungen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Analyse der Unternehmen und des Marktes, die Transaktionsphase mit verschiedenen Bewertungsmethoden (u.a. Multiples for Comparables) und die kritische Integrationsphase.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Unternehmenskauf, Russland, Post-Merger-Integration, Unternehmensbewertung, Asset Deal und Risikoverteilung.
Aufgrund fehlender zuverlässiger Vergangenheitsdaten und einer hohen Prognoseunsicherheit im russischen Markt erwies sich das Faktorenmodell als praktikablere Lösung für die Unternehmensbewertung.
Die kulturelle Anpassung wird als entscheidende, aber oft vernachlässigte Voraussetzung für den Erfolg gewertet, da sie das Verhalten der Mitarbeiter und den Erfolg der organisatorischen Eingliederung maßgeblich beeinflusst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

