Magisterarbeit, 2007
96 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Gesundheit ist eine Frage der Definition.
3 Die gesundheitliche Lage in Deutschland. Ein Überblick.
4 Die Unterschiede zwischen subjektiver und objektiver Gesundheit.
5 Die unterschiedlichen sozialen Einflussfaktoren auf Gesundheit
5.1 Die klassischen soziodemographischen Einflussfaktoren auf Gesundheit
5.1.1 Das Alter als vertikaler Einflussfaktor auf Gesundheit
5.1.2 Das Geschlecht als vertikaler Einflussfaktor auf Gesundheit
5.1.3 Der Familienstand und das soziale Netz als vertikale Einflussfaktoren auf Gesundheit
5.1.4 Bildung, Einkommen, Status. Soziale Schicht als horizontaler Einflussfaktor auf Gesundheit
5.1.5 Die Wohnsituation und die Unterschiede zwischen Ost und West als Einflussfaktoren auf die Gesundheit.
5.2 Der Zusammenhang zwischen Gesundheits- und Risikoverhalten und sozialer Schicht und deren Einfluss auf die Gesundheit.
5.2.1 Die schichtspezifischen Unterschiede im Ernährungsverhalten und deren Einfluss auf die Gesundheit.
5.2.2 Die schichtspezifischen Unterschiede in Bezug auf Tabak- und Alkoholkonsum.
5.2.3 Die schichtspezifischen Unterschiede im Sport- und Freizeitverhalten.
5.2.4 Die schichtspezifischen Unterschiede der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen.
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen sozialen Einflussfaktoren auf die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Schichtung, Lebensbedingungen sowie Gesundheitsverhalten zu analysieren und die Bedeutung präventiver Ansätze vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit zu beleuchten.
Die unterschiedlichen sozialen Einflussfaktoren auf Gesundheit
In Bezug auf die Gesundheit herrscht in der betriebswirtschaftlichen Literatur die Meinung vor, dass das Individuum der alleinige Produzent seiner Gesundheit sei. Externe und insbesondere soziostrukturelle Einflüsse werden, sieht man einmal von Vererbung, Umwelteinflüssen und Zufall ab, gänzlich ignoriert (Breyer et al. 2003: 71f). Auch in der Medizin herrscht die allgemeine Überzeugung, dass Krankheiten somatische, also körperliche Ursachen haben (König 2000: 270; vgl. auch Langenmayr 1980: 9; vgl. auch Siegrist 2005: 19). Daneben können externe, beeinflussende Faktoren zweiter Ordnung existieren, die jedoch als weitestgehend unbeeinflussbar betrachtet werden (König 2000: 270). Die psychosomatischen Theorien ergänzen diese somatischen Theorien durch die Psyche, welcher heutzutage ein größerer Einfluss auf die Krankheitsentstehung zugeschrieben wird (vgl. auch Bengel et al. 2001: 14f). Der Einfluss der Psyche auf die Entstehung einer Krankheit kann monokausal oder multikausal sein.
In den vergangenen Jahren gab es einen Perspektivenwechsel in den Gesundheitswissenschaften: Die Public Health-Perspektive wird hier immer dominierender, wobei es dabei mehr um die Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung der Bevölkerung geht als um die individuelle Krankheitsbekämpfung (Rosenbrock und Kümpers 2006 zitiert nach Gerlinger 2006: 43). Beim Public Health-Ansatz steht die Verhältnisprävention, also das Herstellen von gesundheitsförderlichen sozialen Verhältnissen, im Zentrum des Interesses. Die Weiterführung zum New Public Health-Ansatz steht für die zusätzliche Verbesserung der individuellen Bewältigungsmöglichkeiten im Sinne des „enabling“ und „empowerment“ (Gerlinger 2006: 43). Während man unter „enabling“ die Erweiterung des Spektrums an Tätigkeiten z.B. am Arbeitsplatz versteht, so bezeichnet der Begriff des „empowerment“ den Prozess der Verstärkung der Kompetenzen des Einzelnen. Die individuelle Handlungsfähigkeit und auch der Umfang des selbstbestimmten Handelns sollen ausgebaut werden. In unterschiedlichen Studien konnte bereits nachgewiesen werden, dass sich die Erkrankungswahrscheinlichkeit auf diesem Wege senken lässt (Gerlinger 2006: 44).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Präventionsangebote ein und erläutert die Forschungsabsicht, soziostrukturelle und verhaltensbezogene Gesundheitsfaktoren in Deutschland zu untersuchen.
2 Gesundheit ist eine Frage der Definition.: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Gesundheitsbegriffe, von der WHO-Definition bis hin zu soziologischen Prozessen, und grenzt Gesundheit von Krankheit ab.
3 Die gesundheitliche Lage in Deutschland. Ein Überblick.: Hier werden aktuelle statistische Trends zur Lebenserwartung, Todesursachen und der Einfluss von Zivilisationskrankheiten in Deutschland dargestellt.
4 Die Unterschiede zwischen subjektiver und objektiver Gesundheit.: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie sich persönliche Einschätzungen vom medizinischen Befund unterscheiden und welche Bedeutung dies für das Wohlbefinden hat.
5 Die unterschiedlichen sozialen Einflussfaktoren auf Gesundheit: Der Hauptteil analysiert die soziostrukturellen Aspekte, insbesondere soziale Schichtung, Geschlecht und Familienstand, als primäre Determinanten für Gesundheit.
5.1 Die klassischen soziodemographischen Einflussfaktoren auf Gesundheit: Dieses Kapitel widmet sich detailliert Faktoren wie Alter, Geschlecht, soziale Netzwerke und der Wohnsituation sowie deren Auswirkung auf die Gesundheit.
5.2 Der Zusammenhang zwischen Gesundheits- und Risikoverhalten und sozialer Schicht und deren Einfluss auf die Gesundheit.: Hier wird untersucht, wie Ernährung, Sport, Suchtverhalten und die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen durch soziale Faktoren gesteuert werden.
6 Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die interdisziplinäre Natur der Gesundheitssoziologie und unterstreicht die Notwendigkeit kontextbezogener Verhältnisprävention.
Gesundheitssoziologie, Soziale Ungleichheit, Soziale Schicht, Prävention, Gesundheitsverhalten, Public Health, Lebenserwartung, Krankheitsprävention, Soziodemographische Einflussfaktoren, Habitus, Gesundheitsberichterstattung, Lebenszufriedenheit, Arbeitsbelastung, Risikoverhalten, Humankapital
Die Magisterarbeit untersucht den Einfluss sozialer Faktoren auf die Gesundheit in Deutschland und beleuchtet, warum Gesundheitschancen nicht gleich verteilt sind.
Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Schichtung, dem Einfluss von Geschlecht und Familienstand sowie dem spezifischen Gesundheits- und Risikoverhalten verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Die Arbeit analysiert, wie soziostrukturelle Rahmenbedingungen (wie Schichtzugehörigkeit oder Arbeitswelt) das Gesundheitsverhalten und den Gesundheitsstatus der Bevölkerung maßgeblich beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der Sekundäranalyse aktueller statistischer Erhebungen und gesundheitswissenschaftlicher Datenberichte.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er deckt einerseits soziodemographische Faktoren ab und untersucht andererseits den Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und Verhaltensweisen wie Ernährung, Tabakkonsum und Sport.
Soziale Ungleichheit, Gesundheitssoziologie, soziale Schicht, Prävention und Lebensbedingungen sind die zentralen Begriffe.
Es dient dazu, schichtspezifische, relativ stabile Verhaltensmuster und Vorlieben zu erklären, die eine direkte Auswirkung auf das Gesundheitsverhalten des Individuums haben.
Frauen und Personen aus höheren sozialen Schichten nehmen Vorsorge- und Beratungsangebote signifikant häufiger wahr als Männer oder Personen aus unteren sozialen Schichten.
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