Examensarbeit, 2002
94 Seiten, Note: 1,0
1. Grundstruktur einer Polis
2. Gesellschaftliche Ordnung Spartas und Athens
2.1. Sparta
2.1.1. Gesellschaftliche Ordnung Spartas
2.1.2. Politische Strukturen Spartas
2.2. Athen
2.2.1. Soziale Ordnung Athens zur Zeit der Demokratie
2.2.2. Politische Entwicklung bis hin zur athenischen Demokratie
3. Konflikte zwischen den beiden Stadtstaaten
3.1. Die Unstimmigkeiten vor, zwischen und nach Beendigung des Krieges gegen die Perser
3.2. Der Peloponnesische Krieg (431-404 v.Chr.)
4. Erziehung und Ausbildung in Sparta
4.1 Die homerisch-ritterliche Erziehung
4.2 Erziehung und Ausbildung in Sparta
4.2.1. Die Kinderzeugung
4.2.2. Geburt und Selektion
4.2.3. Die Erziehung bis zum 7. Lebensjahr
4.2.4. Die Erziehung der Mädchen
4.2.5. Die Agoge
4.2.5.1. Die Altersklassen
4.2.5.2. Die Sieben- bis Zwölfjährigen
4.2.5.3. Die Zwölf- bis Achtzehnjährigen
4.2.5.4. Die Achtzehn- bis Zwanzigjährigen
5. Erziehung und Ausbildung in Athen
5.1. Allgemeines zur Erziehung in Athen
5.2. Erziehung in der Familie
5.3. Die schulische Erziehung
5.3.1. Die körperliche Erziehung
5.3.2. Die musikalische Erziehung
5.4. Die staatliche Erziehung an den Gymnasien und im Markt
5.5. Die militärische Erziehung
5.6. Die Erziehung der Mädchen
5.7. Das Ideal der Kalokagathia
6. Schlussbetrachtung
7. Erziehung und Ausbildung in Sparta und Athen, als Unterrichtsthema in der Hauptschule
7.1. Didaktische Überlegungen
7.2. Mögliche Inhalte für die Durchführung des Unterrichts
7.3. Verlauf einer konkreten Unterrichtsstunde
Diese Arbeit vergleicht die Erziehungssysteme von Sparta und Athen, um durch die Analyse ihrer politischen und gesellschaftlichen Strukturen Ursachen für die unterschiedlichen pädagogischen Ansätze zu identifizieren und Bezüge zur heutigen Zeit herzustellen.
Die Agoge
Die Agoge, wie die staatliche Erziehung bezeichnet wurde, war ein wesentlicher Bestandteil des spartanischen Staates. Sie regelt die Erziehung der männlichen Nachkommen von deren siebten bis zwanzigsten Lebensjahr. Nach erfolgreichem Durchlaufen der Agoge wurde die Zwanzigjährigen zu Vollbürgern ernannt.
Der Erhalt der Bürgerrechte war somit an die Vollendung der Agoge gebunden. Versagte ein junger Mann in dieser Phase der Agoge, hat dies einen Ausschluss von der spartanischen Vollbürgerschaft zur Folge, was für die Betroffenen sehr tragisch war.
1. Grundstruktur einer Polis: Definition und Merkmale einer griechischen Polis als organisierte Gesellschaft mit Fokus auf Freiheit und Autonomie.
2. Gesellschaftliche Ordnung Spartas und Athens: Beschreibung der drei Stände in Sparta und den sozialen Schichten in Athen sowie deren politische Bedeutung.
3. Konflikte zwischen den beiden Stadtstaaten: Darstellung der Unstimmigkeiten, der Perserkriege und des Peloponnesischen Krieges, die das Verhältnis zwischen Sparta und Athen prägten.
4. Erziehung und Ausbildung in Sparta: Analyse der ritterlichen Erziehung, der staatlich kontrollierten Agoge, der Kinderzeugung und der Rolle der Frauen in Sparta.
5. Erziehung und Ausbildung in Athen: Erläuterung des athenischen Erziehungsmodells von der Familie über die Schule bis hin zur staatlichen Ausbildung und dem Ideal der Kalokagathia.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassender Vergleich der Erziehungsmaximen und die Feststellung, dass diese eng mit den politischen Strukturen der Stadtstaaten verknüpft waren.
7. Erziehung und Ausbildung in Sparta und Athen, als Unterrichtsthema in der Hauptschule: Reflexion über die didaktische Einsetzbarkeit der antiken Erziehungssysteme im Geschichtsunterricht.
Sparta, Athen, Erziehung, Ausbildung, Polis, Agoge, Kalokagathia, Peloponnesischer Krieg, Gesellschaftsstruktur, Demokratie, Geschichtsunterricht, Didaktik, Perikles, Lykurg, Antike
Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Erziehungssysteme in den antiken Stadtstaaten Sparta und Athen sowie deren Zusammenhang mit den jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Im Fokus stehen die Staatsformen, der Konfliktverlauf zwischen Sparta und Athen, die Ausgestaltung der staatlichen Erziehung (Agoge in Sparta) sowie die schulische und militärische Ausbildung in Athen.
Ziel ist es, den Ursprung unterschiedlicher Bildungsmodelle in der jeweiligen Staatsordnung aufzuzeigen und Ansätze für eine didaktische Vermittlung dieser Themen im Schulunterricht zu entwickeln.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse fachwissenschaftlicher Literatur, vergleicht historische Quellen und diskutiert diese im Kontext didaktischer Überlegungen für den Geschichtsunterricht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der sozialen Ordnung beider Stadtstaaten, die Darstellung ihrer Konflikte (insb. Peloponnesischer Krieg) und eine ausführliche Gegenüberstellung ihrer Erziehungspraktiken.
Wichtige Begriffe sind Sparta, Athen, Agoge, Kalokagathia, Polis, Gesellschaftsstruktur, Erziehung und Didaktik.
Die Agoge war die staatlich diktierte und militärisch ausgerichtete Erziehung, deren erfolgreiche Absolvierung Voraussetzung für den Status als Vollbürger war.
Im Gegensatz zum militärischen Drill Spartas lag der Fokus in Athen stärker auf der Bildung des Geistes, der musischen Ausbildung und dem Ideal des "schönen, guten Menschen" (Kalokagathia).
Die Arbeit weist auf Parallelen im Bereich des staatlichen Erziehungseinflusses, der Selektion bei der Geburt und der Verherrlichung militärischer Tüchtigkeit hin, um Schülern die Tragweite staatsgelenkter Bildung bewusst zu machen.
Das Thema ermöglicht den Schülern durch den Bezug zu heute aktuellen Werten wie sportlicher Leistung, Erziehungsmethoden und gesellschaftlicher Integration einen leichten Zugang zur antiken Geschichte.
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