Diplomarbeit, 2007
96 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
1.1 Konzeption der Problembearbeitung
1.2 Forschungsstand
1.3 Erkenntnisinteresse
1.4 Methodischer Ansatz
2 Grundlagen für die ökonomische Umsetzung
2.1 Sport, Medien und Wirtschaft
2.1.1 Reziproke Beziehung von Sport, Wirtschaft und Medien
2.1.2 Sportsponsoring
2.1.3 Vertikale Integration im Mediensportmarkt
2.2 Rechtliche Aspekte
2.2.1 Übertragungsrechte an Sportveranstaltungen
2.2.2 Urheberrechte im Internet
2.3 Zuschauernachfrage nach Sportübertragungen
2.4 Der Sport im Internet
2.5 Entwicklungen des Internets
2.5.1 Die Nutzung des Internets
2.5.1.1 Domain-Entwicklung
2.5.1.2 Konsum von Bewegtbildern
2.5.1.3 Fernsehen per Internet
2.5.2 Nutzungsfrequenz und Verweildauer
2.5.3 Zeitbudget der Mediennutzer
2.5.4 Die technische Entwicklung
2.5.4.1 Rechnerleistung
2.5.4.2 Datenübertragung
2.6 Konvergenz im Medien- und Kommunikationssektor
3 Ökonomie des Internets
3.1 Internetmärkte
3.1.1 Direkter Internetmarkt
3.1.2 Indirekter Internetmarkt
3.2 Kosten bei Informationsprodukten
3.3 Veränderte Wertschöpfungskette
3.4 Die kritische Masse als Schlüsselfaktor
3.5 Kundengewinnung und Kundenbindung
3.6 Die Bedeutung von Standards
3.7 Aufmerksamkeit als knappe Ressource
3.8 Erlösstrategien
3.8.1 Erlöse aus Werbemaßnahmen
3.8.1.1 Perspektive des Mediums Internet als Werbeträger
3.8.1.2 Werbeformen
3.8.1.3 Abrechnungsmodelle
3.8.1.4 Wirkung von Internet-Werbung
3.8.2 Erlöse aus Datamining
3.8.3 Kommission
3.8.4 Erlöse durch den Kunden
3.8.4.1 Abonnements
3.8.4.2 Versionenbildung und Produktdifferenzierung
3.8.4.3 Andere Abrechnungsmodelle
3.8.4.4 Zahlungsbereitschaft für Paid Content
3.8.5 Syndication
3.8.6 Erlöse aus Transaktionsgebühren
3.9 Preisstrategien
3.9.1 Die Penetrationsstrategie
3.9.2 Die Abschöpfungsstrategie
3.9.3 Dynamische Preismodelle
3.10 Veränderungen durch das Internet
3.10.1 Investitionsentscheidungen
3.10.2 Individualisierung
3.10.3 Vernetzung
3.10.4 Wandel im Kommunikations- und Medienbereich
3.10.4.1 Neue Grundlage für Meso-Medien
3.10.4.2 Neue Formen der Werbung
4 Zusammenfassende Thesen
5 Ökonomische Umsetzung
5.1 Die elementaren Voraussetzungen
5.1.1 Etablierung des Internets
5.1.2 Die technischen Grundlagen
5.1.3 Sport als herausragender Anreiz
5.1.4 Autonome Erzeugung von Medienöffentlichkeit
5.2 Regeln der Internet-Ökonomie
5.2.1 Kampf um Aufmerksamkeit
5.2.2 Kundengewinnung und Kundenbindung
5.2.3 Standardbeachtung und Standardsetzung
5.2.4 Vielfältiges Wertschöpfungsnetzwerk
5.2.5 Knackpunkt: kritische Masse
5.3 Möglichkeiten der Refinanzierung
5.3.1 Indirekte Erlöse
5.3.1.1 Sponsoren
5.3.1.2 Werbung
5.3.1.3 Data-Mining
5.3.1.4 Zweitverwertung
5.3.1.5 Syndication
5.3.1.6 Der nicht unmittelbar finanzielle Profit
5.3.2 Direkte Erlöse
5.3.2.1 Paid Content
5.3.2.2 E-Commerce
6 Die deutschen „Pioniere“
6.1 Fußball
6.2 Basketball-Bundesliga
6.3 Handball
6.4 Deutscher Tischtennisbund
6.5 Eishockey
6.6 Sportwetten-Anbieter
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Live-Übertragung von Sportveranstaltungen im Internet als Instrument zur Schaffung von Medienpräsenz für Sportvereine und -verbände sowie deren Refinanzierungsmöglichkeiten in der Internet-Ökonomie.
2.4 Der Sport im Internet
In der Entwicklung zum Zuschauersport stehen Trendsportarten noch am Anfang. Insbesondere diese wissen aber die Vorteile des Mediums Internets zu nutzen. „Mittels Webseiten, E-Zines oder Newsgroups stellen Trendsportarten quasi eine Medienöffentlichkeit von unten her. Die Protagonisten nutzen die kostengünstige Möglichkeit Aufmerksamkeit zu erzielen, ungefiltert Rezipienten zu erreichen und miteinander zu vernetzen. Mit derartigen digitalen Medienobjekten können engagierte Akteure des Trendsports zu (Multimedia-) Produzenten werden.“28
Damit scheint sich durch das digitale und interaktive Medium seit Mitte der 90er Jahre eine „Digitalisierung des Mediensports“ zu entwickeln.29 In erster Linie hat sich der Live-Ticker als Darstellungsform für Live-Sport-Übertragungen herausgebildet.30 2002 wiesen BIEBER und HEBECKER darauf hin, dass Live-Übertragungen mit Bild- und Toneinsatz (Streaming) zwar bereits technisch möglich waren, auf Grund der hohen Leitungskapazitäten für Live-Bilder und ungeklärter Rechtslage aber nur begrenzt eingesetzt wurden. Was die Rechtslage angeht bestehen noch keine einheitlichen Richtlinien, für jede Sportart muss regelrecht einzeln entschieden werden.31 Die technischen Voraussetzungen für Streaming-Verfahren sind mittlerweile gegeben.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Übertragung von Sportevents im Internet als Strategie für Randsportarten, um Medienpräsenz zu erlangen und finanzielle Mittel zu generieren.
2 Grundlagen für die ökonomische Umsetzung: Das Kapitel erläutert die Zusammenhänge zwischen Sport, Medien und Wirtschaft, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die technische Entwicklung des Internets.
3 Ökonomie des Internets: Hier werden die ökonomischen Regeln des Internetmarktes, wie Wertschöpfungsketten, Netzwerkeffekte, Preisstrategien und Erlösformen, detailliert analysiert.
4 Zusammenfassende Thesen: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln in prägnanten Thesen für die praktische Anwendung zusammen.
5 Ökonomische Umsetzung: Aufbauend auf der Theorie werden konkrete Empfehlungen zur technischen Etablierung, Nutzung der Sportthematik und Refinanzierung von Web-Angeboten gegeben.
6 Die deutschen „Pioniere“: Die Analyse praxisnaher Beispiele von Sportverbänden und -ligen zeigt auf, wie Live-Übertragungen und On-Demand-Angebote im deutschen Sportmarkt bisher umgesetzt wurden.
7 Schlussbetrachtung: Das Fazit unterstreicht das Potenzial der Internetübertragung als Investition zur nachhaltigen Stärkung der Vereinsmarke und Kundenbindung.
Sportübertragung, Internet, Internet-Ökonomie, Sportsponsoring, Medienpräsenz, Paid Content, Wertschöpfungskette, Online-Werbung, Refinanzierung, Kundengewinnung, Live-Streaming, Breitband, Mediensport, Digitalisierung, Meso-Medien
Die Diplomarbeit untersucht, wie Sportvereine und -verbände die Live-Übertragung von Sportveranstaltungen im Internet nutzen können, um ihre Medienpräsenz zu steigern und durch verschiedene Erlösmodelle ihre Finanzierung zu sichern.
Zu den zentralen Themen gehören die ökonomischen Rahmenbedingungen im Internet, die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Kundenbindung, rechtliche Aspekte bei Sportübertragungsrechten sowie verschiedene Refinanzierungsmöglichkeiten wie Werbung und Bezahlinhalte.
Das Ziel ist es, auf Basis der Internetökonomie ein theoretisches Konzept zu entwickeln, wie Sportanbieter durch eigene digitale Übertragungsformate unabhängig von traditionellen Massenmedien eine direkte Kommunikation mit ihrer Zielgruppe aufbauen können.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die Erkenntnisse aus Internetökonomie, Kommunikationswissenschaft und Rechtswesen verknüpft, um bisher separat betrachtete Aspekte in einen neuen Gesamtzusammenhang zu bringen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Internetökonomie (wie Netzwerkeffekte und Preisstrategien), untersucht die technischen und rechtlichen Voraussetzungen und leitet daraus konkrete Refinanzierungsmöglichkeiten für Sportorganisationen ab.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sportübertragung, Internet-Ökonomie, Mediensport, Sponsoring, Paid Content und Wertschöpfungsnetzwerk.
Die kritische Masse ist entscheidend, um einen selbsttragenden Penetrationsprozess auszulösen, der Standards setzt und den Kunden durch Lock-in-Effekte an das eigene Sportangebot bindet.
Meso-Medien erlauben es Sportverbänden, gezielt kleinere, spezifische Interessengruppen (weniger als 10.000 Personen) wirtschaftlich rentabel mit Inhalten zu versorgen, was über klassische Massenmedien aufgrund der hohen Kosten nicht möglich wäre.
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