Diplomarbeit, 2007
46 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 RELEVANZ DER FDI
3 DETERMINANTEN DER DIREKTINVESTITIONEN
3.1 LÄNDER- UND INDUSTRIESPEZIFISCHE ANALYSE
3.1.1 Eclectic Approach - OLI-Paradigma
3.1.2 Proximity-Concentration Trade-off
3.2 UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE ANALYSE
3.2.1 Export vs. FDI (statische Dimension)
3.2.2 Export vs. FDI-Varianten (statische Dimension)
3.2.3 Sequenzielle Investitionen (dynamische Dimension)
4 EMPIRISCHE EVIDENZ DER THEORIEN
4.1 DETERMINANTEN DER „EXPORT VS. FDI ENTSCHEIDUNG“
4.2 DETERMINANTEN DER FDI-VARIANTEN
4.3 DETERMINANTEN SEQUENTIELLER INVESTITIONEN
5 DISKUSSION UND KONSEQUENZEN
Die Arbeit untersucht die mikroökonomischen, unternehmensspezifischen Determinanten ausländischer Direktinvestitionen (FDI), um zu erklären, warum Firmen innerhalb derselben Industrie unterschiedliche Internationalisierungsstrategien verfolgen.
3.1.1 Eclectic Approach - OLI-Paradigma
Einer der ersten, der die Voraussetzungen verschiedener Unternehmensexpansionsvarianten (Lizenzvergabe, Export oder FDI) beschreibt, ist Dunning (1977). Er unterscheidet zwischen „Ownership advantages“, die ein Unternehmen besitzt, wenn es über differenziert firmenspezifische Input-Faktoren verfügt. Zudem berücksichtigt er „Locational advantages“, die Vorteile hinsichtlich einer Produktion im Ausland generieren. Schließlich existieren „Internalizational advantages“, wenn die firmenspezifischen Eigentumsfaktoren ausschließlich intern genutzt und transferiert werden können.
FDI werden gemäß dieses Ansatzes getätigt, wenn sowohl Eigentums-, Lokalitäts- und Internalisierungsvorteile zugleich bestehen. Sind nur Eigentums- und Internalisierungsvorteile vorhanden, lohnt sich eine Investition nicht und der Auslandsmarkt sollte über Exporte bedient werden, um die im Heimatland überlegenen Standortfaktoren in der Produktion zu nutzen. Existieren nur Eigentumsvorteile wird ein international agierendes Unternehmen seine Produktion über Lizenzvergabe an ausländische Dritte vergeben. Abbildung 3 fasst die Entscheidungssituationen zusammen. In einer jüngeren Arbeit ergänzt Dunning (2002: 1, 16) seinen klassischen Ansatz um „host country determinants“, die für die rasch steigende Transnationalisierung weiter Teile der Welt verantwortlich sein sollen. Dabei stellt er die Relevanz von absatz-, beschaffungs-, effizienz- und strategieorientierte Determinanten für FDI heraus.
Für die weitere Analyse sind vor allem die beschriebenen „ownership advantages“, also die firmenspezifischen Vermögensgegenstände einer Unternehmung, von Bedeutung, da diese für intrasektorale Produktivitätsunterschiede und damit für die Firmenheterogenität sorgen. Auch die UNCTAD (2006: 142) stellt die besondere Relevanz dieser „assets“ heraus. So ist ein MNE deshalb zu Auslandsinvestitionen motiviert, um die aus den Produktivitätsdifferenzen resultierenden Wettbewerbsvorteile zu bewahren, auszubauen oder zu ergänzen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz von FDI als globales wirtschaftliches Phänomen und Erläuterung des Fokus auf unternehmensspezifische Determinanten.
2 RELEVANZ DER FDI: Darstellung monetärer Fakten und Trends von Direktinvestitionen anhand von Daten internationaler Organisationen wie UNCTAD und IMF.
3 DETERMINANTEN DER DIREKTINVESTITIONEN: Theoretische Herleitung von FDI-Entscheidungen, beginnend bei klassischen Modellen bis hin zu modernen Ansätzen, die Firmenheterogenität berücksichtigen.
4 EMPIRISCHE EVIDENZ DER THEORIEN: Präsentation und kritische Bewertung empirischer Studien, die die theoretischen Modelle zur FDI-Entscheidung auf ihre praktische Validität prüfen.
5 DISKUSSION UND KONSEQUENZEN: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und empirischen Ergebnisse sowie Ausblick auf zukünftige Anforderungen an die Forschung.
Ausländische Direktinvestitionen, FDI, Multinationale Unternehmen, MNE, Firmenheterogenität, OLI-Paradigma, Export vs. FDI, Produktivität, Totale Faktorproduktivität, TFP, Unternehmensstrategie, Sequenzielle Investitionen, Markteintritt, Kapitalanlage, Firmengröße.
Die Diplomarbeit untersucht die Gründe für ausländische Direktinvestitionen (FDI) aus der Perspektive der Unternehmensebene, um zu verstehen, warum Firmen in derselben Branche unterschiedliche Expansionsstrategien wählen.
Im Zentrum stehen Theorien zur Firmenheterogenität, unterschiedliche Formen der Marktbedienung (wie Export, Joint Ventures oder Fusionen), der Einfluss von Produktivitätsunterschieden sowie die zeitliche Dynamik von Investitionssequenzen.
Ziel ist es, das Verständnis für die mikroökonomischen Motive von MNE zu vertiefen und theoretische Modelle anhand neuerer empirischer Erkenntnisse auf ihre Aussagekraft zu prüfen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische FDI-Modelle (wie das OLI-Paradigma, das Proximity-Concentration-Trade-off und das HMY-Modell) zusammenführt, durch neuere Ansätze zur sequenziellen Investition ergänzt und mit empirischen Forschungsergebnissen abgleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Bestimmungsgründe von FDI (unterteilt in länder- und unternehmensspezifische Faktoren) und eine ausführliche Untersuchung der empirischen Evidenz dieser Theorien.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Ausländische Direktinvestitionen (FDI), Firmenheterogenität, Produktivität, Totale Faktorproduktivität (TFP), Multinationale Unternehmen (MNE) sowie die Abwägung zwischen Export und verschiedenen Investitionsformen.
Es dient als klassische theoretische Basis, um die Voraussetzungen (Eigentums-, Lokalitäts- und Internalisierungsvorteile) zu erklären, unter denen sich Unternehmen für FDI entscheiden.
Die Arbeit analysiert über statische Ansätze hinaus, wie Marktinformationen aus Exporttätigkeiten und produktivitätsbasierte Lerneffekte den Zeitpunkt und die Art (Erst- vs. Folgeinvestition) von FDI beeinflussen.
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