Bachelorarbeit, 2007
114 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ÜBERBLICK
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Leveraged Buyout
2.1.2 Management Buyout und Buy-In
2.1.3 Abgrenzung zu strategisch motivierten Übernahmen
2.2 Marktentwicklung
2.3 Grundlagen der Akquisitionsfinanzierung
2.3.1 Leverage-Effekt
2.3.2 Grundstruktur einer Akquisitionsfinanzierung
2.3.3 Fremdkapital und Schuldendienstfähigkeit
3. FINANZIERUNGSSCHICHTEN UND PRODUKTE
3.1 Eigenkapital
3.1.1 Stammkapital
3.1.2 Gesellschafterdarlehen
3.1.3 Weitere Finanzierungsmöglichkeiten
3.2 Fremdkapital
3.2.1 Akquisitionsdarlehen
3.2.2 Weitere Kreditarten
3.2.3 Sicherstellung und Financial Covenants
3.3 Nachrangkapital
3.3.1 Mezzanine
3.3.2 High-Yield Bonds
3.3.3 HoldCo PIK-Notes
3.3.4 Zusammenfassung
3.4 Steuern in der Akquisitionsfinanzierung
3.4.1 Gesellschafterfremdfinanzierung
3.4.2 Zinsschranke
3.5 Anbieter der Akquisitionsfinanzierung
4. KAPITALSTRUKTURENTSCHEIDUNGEN
4.1 Auswahlkriterien eines idealen LBO-Kandidaten
4.2 Bestimmungsfaktoren der Finanzstruktur von LBOs
4.2.1 Risiko
4.2.2 Transaktionsgröße
4.2.3 Anlageintensität
4.2.4 Wachstum
4.2.5 Freier Cash-Flow
4.2.6 Asset Sales
4.2.7 Nicht transaktionsspezifische Einflussfaktoren
4.3 Analyse der verschiedenen Finanzierungsschichten
4.3.1 Senior A vs. B/C
4.3.2 HYBs vs. Mezzanine
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
ANHANG 1: PRAXISBEISPIEL
ANHANG 2: TERM SHEET
Die vorliegende Bachelor-Thesis analysiert die komplexen Finanzierungsstrukturen bei Leveraged Buyouts (LBOs). Ziel der Arbeit ist es, dem Leser die Funktionsweise und Möglichkeiten der Akquisitionsfinanzierung durch die Vorstellung verschiedener Finanzierungsprodukte und -schichten zu vermitteln sowie die transaktionsspezifischen Determinanten zu identifizieren, welche Kapitalstrukturentscheidungen bei LBOs maßgeblich beeinflussen.
2.1.1 Leveraged Buyout
Grundsätzlich kann der Kauf eines Unternehmens mit Eigenkapital, Fremdkapital und hybriden Finanzierungsmitteln (Mezzanine) finanziert werden. Der Begriff Leveraged Buyout (LBO) beschreibt die Übernahme eines Unternehmens oder eines Teilbereiches eines Unternehmens, dessen Kaufpreis zu einem großen Anteil mit Fremdkapital finanziert wird. Die Akquisition des Zielunternehmens erfolgt dabei in der Regel durch ein neues, extra für diesen Zweck gegründetes Unternehmen, das den Erwerb mit einem substantiellen Fremdkapitalanteil finanziert. Die Eigenkapitalquote beträgt dabei regelmäßig zwischen 30% und 40%. Das Eigenkapital wird bei einem LBO regelmäßig von institutionellen Investoren (Private Equity Fonds) bereitgestellt. Daher spricht man in einem solchen Fall manchmal auch von einem Institutionellen Buyout (IBO). Diese Kapitalgeber investieren stark renditeorientiert und streben regelmäßig einen Verkauf des Zielunternehmens nach einem Zeitraum von ca. drei bis fünf Jahren an. Oftmals beteiligt sich bei solchen Transaktionen auch das Management mit einer geringen Quote am Eigenkapital des Unternehmens. In der Praxis beträgt die Managementbeteiligung dabei oftmals 10% - 20% des Eigenkapitals des Zielunternehmens und dient der Führungsebene als Leistungsanreiz. In der Praxis werden solche Leveraged Buyouts aufgrund ihres hohen Transaktionsvolumens i.d.R. durch institutionelle Investoren initiiert. Die Begriffe IBO und LBO werden im Verlauf dieser Arbeit synonym verwendet, da ein IBO i.d.R. als LBO dargestellt wird.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung gibt einen Überblick über das Wachstum des Marktes für Leveraged Buyouts und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Produkte und Strukturierungsmöglichkeiten dieser Finanzierungsform zu beleuchten.
2. BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ÜBERBLICK: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie LBO, MBO und IBO, skizziert die Marktentwicklung und legt die theoretischen Grundlagen der Akquisitionsfinanzierung sowie des Leverage-Effekts dar.
3. FINANZIERUNGSSCHICHTEN UND PRODUKTE: Der Hauptteil bietet eine detaillierte Analyse der verschiedenen Finanzierungsbausteine, unterteilt in Eigenkapital, Fremdkapital und Nachrangkapital, sowie eine Darstellung steuerlicher Aspekte und der Akteure bei Akquisitionsfinanzierungen.
4. KAPITALSTRUKTURENTSCHEIDUNGEN: Hier werden die Auswahlkriterien für LBO-Kandidaten analysiert und die Bestimmungsfaktoren untersucht, die maßgeblich für die Kapitalstruktur und die Wahl der verschiedenen Finanzierungsinstrumente innerhalb eines LBOs sind.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse hinsichtlich der Einflussfaktoren auf die Kapitalstruktur zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen im Leveraged Finance Markt unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen.
Akquisitionsfinanzierung, Leveraged Buyout, Private Equity, Fremdkapital, Mezzanine, Kapitalstruktur, Debt Service Cover Ratio, Financial Covenants, Senior Debt, High-Yield Bonds, Zinsschranke, Leverage-Effekt, Unternehmensübernahme, Syndizierung, Cash-Flow.
Die Arbeit befasst sich mit der Strukturierung von Akquisitionsfinanzierungen, insbesondere im Kontext von Leveraged Buyouts (LBOs), und untersucht die dabei zum Einsatz kommenden Finanzprodukte.
Die zentralen Themen sind die verschiedenen Finanzierungsschichten (Eigen-, Fremd- und Nachrangkapital), die steuerlichen Rahmenbedingungen für Akquisitionsfinanzierungen sowie die Faktoren, die die Kapitalstruktur eines Unternehmens bei einem LBO bestimmen.
Das Ziel ist es, dem Leser einen Einblick in die Funktionsweise der Finanzierung von LBOs zu geben und aufzuzeigen, warum Transaktionen in der Praxis in bestimmter Weise strukturiert werden.
Die Arbeit basiert auf der Aufarbeitung relevanter Fachliteratur, ergänzt durch praktische Erfahrungen des Autors aus einer führenden deutschen Bank sowie Erkenntnisse aus Workshops und Interviews.
Im Hauptteil werden die einzelnen Finanzierungsinstrumente wie Senior-Darlehen, Mezzanine-Kapital und High-Yield Bonds detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer spezifischen Merkmale, Risiken und Einsatzmöglichkeiten analysiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Leveraged Buyout, Fremdkapitalquote, Senior Debt, Mezzanine, Cash-Flow-based Lending, Covenants und Zinsschranke.
Die Zinsschranke stellt eine wesentliche steuerliche Neuerung dar, die die Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen begrenzt und somit direkten Einfluss auf die steuerliche Optimierung und die Rentabilität von fremdfinanzierten Übernahmen hat.
Die Transaktionsgröße beeinflusst maßgeblich die Wahl der Finanzierungsinstrumente; so kommen beispielsweise High-Yield Bonds aufgrund hoher Emissionskosten eher bei sehr großen Transaktionen zum Einsatz, während kleinere Buyouts häufiger durch klassisches Mezzanine-Kapital ergänzt werden.
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