Fachbuch, 2007
23 Seiten
0 Vorwort
1 Einleitendes
2 Sprachförderung oder Sprachtherapie?
2.1 Sprachtherapie
2.2 Sprachtherapeutischer Unterricht
2.3 Integrierte Sprach- und Kommunikationsförderung
2.4 Immanente Sprach- und Kommunikationsförderung / Sprachtherapie
3 Sprachbehindertenpädagogik, Sprachheilpädagogik oder Sonderpädagogik?
4 Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache und des Sprechens als Sonderpädagogik
4.1 Aufgaben
4.2 Was sind Beeinträchtigungen der Sprache und des Sprechens?: Was ist Sprache?
4.3 Sprachstrukturen, Sprachfunktionen, Sprachmodi
4.4 Schädigungen, Störungen, Behinderungen
5. Sprach- und Kommunikationsförderung
5.1 Lehrer- und Unterrichtssprache
5.1.1 Linguistische Aspekte der Frageformen und Elizitationsfragen
5.2 Integrierbare Techniken aus der Individualtherapie: z.B. so genannte Modellierungstechniken
5.3 Methodik und Didaktik sprachfördernden Unterrichts
6 Unterrichtssprache: z. B. Arbeitsaufträge im Unterricht – Was, Wer, Womit, Wie, Wie lange?
6.1 WAS soll in der Einstiegssphase getan werden ?
6.2 Wer soll MIT WEM zusammenarbeiten? (Sozialform)
6.3 WOMIT soll die Arbeit geleistet werden? (Medien, Hilfsmittel)
6.4 WIE soll das Ergebnis aussehen? (Schwerpunktlernziel der Stunde)
6.5 WIE LANGE sollen die Schüler bzw. Gruppen arbeiten? (Phasierung, Zeit)
6.6 WER trägt das Ergebnis vor (bei einer Gruppenarbeit)? (Ergebnissicherung)
7 Einführungs- und Überblicksliteratur (kommentiert)
7.1 Allgemein
7.2 Methodisch-didaktische Fragen und Anregungen
7.2 Sonstige, hier verwendete Literatur
Das Werk dient als Orientierungshilfe für Studierende der Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache und des Sprechens. Es zielt darauf ab, theoretische Unklarheiten hinsichtlich der verschiedenen Fachrichtungen zu beseitigen und praxisnahe Ansätze für die Integration von Sprachförderung in den Unterricht zu liefern.
6.1 WAS soll in der Einstiegssphase getan werden ?
Der Arbeitsauftrag (AA) muss eindeutig formuliert sein. Wählen Sie kurze, prägnante Hauptsätze. Der mündliche AA sollte schriftlich und bildhaft ergänzt werden, z.B. an der Tafel oder auf einem Arbeitsblatt. Die wesentlichen Merkmale des gesamten Aktivitätsverlaufes (Sozialform, Medien) können mit piktogrammähnlichen Zeichen an der Tafel ein visualisiertes Merkgerüst darstellen (z.B. Foto einer Schere, symbolhafte Abbildung eines Sitzkreises etc.) Bei Gruppenarbeiten (z.B. im Werkstattunterricht oder in einem Projekt), sollen alle über die verschiedenen Aufgaben informiert sein und sie als Teil eines Gesamtvorhabens begreifen können.
Gruppen können als Expertengruppen ihre Tätigkeiten der Lerngruppe vorstellen. Hier bieten sich Möglichkeiten des peer-modelingsan und individuelle Herausforderungen, vor Gruppen zu sprechen. Behutsam muss mit dem Wiederholen des AA durch Schüler zur Verständnissicherung umgegangen werden. Das Gefühl des Vorgeführtwerdens darf nicht entstehen und hemmt mittelfristig die Freude, sich an Unterrichtsgesprächen freiwillig zu beteiligen. Bei bestimmten Aufgaben, z.B. Konstruktionsaufgaben, sollten Sie Ihren eigenen Arbeitsauftrag zusammen mit einem AA-stellenden Partner vorher ausprobieren. Es ist eine hilfreiche Übung, wenn Ihnen ein nicht vorbereiteter AA nur mündlich und ohne gestische Hilfen gestellt wird. Sie werden schnell merken, welche Rolle sprachstrukturelle Aspekte (z.B. Präpositionen, Implikationen, Unter- und Oberbegriffe) und sozial-kognitive Aspekte (z.B. Perspektivenübernahme, Motivation) bei dem Stellen von AA spielen.
0 Vorwort: Die Herausgeber skizzieren das Ziel der Reihe, praxisnahe und innovative Ansätze für die schulische Sprachförderung und Therapie in Kooperation von Studierenden und Forschern bereitzustellen.
1 Einleitendes: Dieses Kapitel beschreibt die begriffliche Unschärfe in der Fachdisziplin und stellt das Vademecum als Orientierungshilfe für Studierende zur Entwicklung einer professionellen Identität vor.
2 Sprachförderung oder Sprachtherapie?: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung der verschiedenen Konzepte, von der klassischen Sprachtherapie bis hin zur immanenten Sprachförderung im Unterricht.
3 Sprachbehindertenpädagogik, Sprachheilpädagogik oder Sonderpädagogik?: Das Kapitel ordnet die theoretischen Grundorientierungen des Faches historisch ein und leitet daraus verschiedene Handlungskategorien ab.
4 Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache und des Sprechens als Sonderpädagogik: Hier werden die zentralen Aufgaben des sonderpädagogischen Feldes definiert und Beeinträchtigungen systematisch in verschiedene Ebenen unterteilt.
5. Sprach- und Kommunikationsförderung: Das Kapitel bietet methodische Anregungen zur Lehrer- und Unterrichtssprache sowie zu gezielten Modellierungstechniken für den Unterricht.
6 Unterrichtssprache: z. B. Arbeitsaufträge im Unterricht – Was, Wer, Womit, Wie, Wie lange?: Eine praktische Anleitung zur strukturierten Planung und Formulierung von Arbeitsaufträgen unter Berücksichtigung sprachfördernder Kriterien.
7 Einführungs- und Überblicksliteratur (kommentiert): Eine kommentierte Bibliographie, die Studierenden den Einstieg in die Grundlagenliteratur sowie methodisch-didaktische Vertiefungen erleichtert.
Sprachförderung, Sprachtherapie, Sonderpädagogik, Sprachheilpädagogik, Kommunikationsförderung, Unterrichtssprache, Modellierungstechniken, Arbeitsauftrag, Binnendifferenzierung, Peer-Modeling, Didaktik, Sprachbeeinträchtigung, Integrationspädagogik, Sprachverwendung, Sprachhandeln
Das Buch versteht sich als ein "kleines pädagogisches Vademecum", das Studierenden eine Orientierungshilfe im Feld der Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache und des Sprechens bietet und den Übergang von der Theorie zur Praxis im schulischen Alltag unterstützt.
Im Zentrum stehen die Abgrenzung verschiedener Förderkonzepte, die Gestaltung von Arbeitsaufträgen, die Rolle der Lehrersprache und die Anwendung therapeutischer Modellierungstechniken im regulären Unterricht.
Das primäre Ziel ist es, Studierenden dabei zu helfen, eine eigene professionelle Identität zu entwickeln und die theoretischen Konzepte der Sprachpädagogik sicher in konkrete Unterrichtsplanung und -gestaltung zu übersetzen.
Das Werk basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und verbindet wissenschaftstheoretische Diskurse mit pragmatischen, methodisch-didaktischen Anregungen für die schulische Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Fachrichtung, die Definition von Sprachbeeinträchtigungen sowie eine praktische Anleitung zur Gestaltung von Unterrichtssituationen, etwa durch gezielte Arbeitsaufträge oder Peer-Modeling.
Charakteristisch sind Begriffe wie Sprachförderung, Kommunikationsbeeinträchtigung, modellierendes Lernen, Unterrichtstransparenz und die Verzahnung von Unterricht und Therapie.
Die integrierte Förderung nutzt gezielt Unterrichtsmethoden zur Unterstützung spezifischer sprachlicher Herausforderungen, während die immanente Förderung etablierte Unterrichtsthemen und Medien direkt nutzt, um sprachlich-kommunikative Lerngelegenheiten ohne künstliche Trennung zu schaffen.
Arbeitsaufträge sind oft die zentrale Brücke zur Lernaufgabe; sind sie unpräzise oder sprachlich zu abstrakt, überfordern sie die Schüler, behindern die Dekontextualisierungsfähigkeit und können die Lernmotivation nachhaltig negativ beeinflussen.
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