Examensarbeit, 2007
67 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Zur Methode
1.2 Zum Forschungsstand
2. Die Hip Hop Kultur
2.1 Definition Hip-Hop
2.2 Die Jugendkultur
2.2.1 Definition Jugendkultur
2.2.2 Die Subkultur
2.3 Hintergrund und Geschichte
2.3.1 Entstehung und Entwicklung
2.3.2 Kleidung/Stil
2.3.3 Treffpunkte
2.4 Medien
2.5 Entwicklungen in Deutschland
2.5.1 Die Entwicklung der Rapsprache in Deutschland
2.5.2 Migranten und Hip Hop in Deutschland
2.6 Aggro Rap in Deutschland
2.6.1 Entstehung und Entwicklung des Aggro Rap
2.6.2 Textbeispiele
2.6.3 Kritik an aggressiven und sexistischen Rap Texten
3. Gegenwelten
4. Die Jugend
4.1 Definitionen
4.2 Wichtige Entwicklungsprozesse in der Jugend
4.2.1 Körperliche Entwicklung
4.2.2. Der Umgang mit der Sexualität
4.2.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse im Bereich der somatischen Entwicklung
4.2.4 Beispiele der Beeinflussung durch Aggro Rap
4.2.5 Die Identitätsbildung
5. Gruppenbildung und deren Dynamik
5.1 Die Peergroup
5.1.1 Begriffserklärung und Merkmale einer Peer Group
5.2 Die Peer Group als Jugendkultur
5.2.1 Entstehung einer Peer Group im Rahmen der Jugendkultur
5.2.2 Problematik der Peer Group
5.3 Die Fangruppe
5.3.1 Begriffserklärung
5.3.2 Der Aggro Rap Fan
6. Exemplarische Umfrage bei Hauptschülern und Schülerinnen
6.1 Ergebnisse
6.2 Die Gruppendiskussion
6.3. Auswertung der Diskussion
7. Auswertung der Arbeitsergebnisse
Die Arbeit untersucht, inwieweit Jugendliche durch den Konsum von aggressivem Hip Hop („Aggro Rap“) in ihrer Identitätsfindung beeinflusst werden und ob diese Musik zur Entstehung von Gegenwelten beiträgt, die nicht mehr mit der gesellschaftlichen Realität in Einklang stehen.
2.6.2 Textbeispiele
Im Gegensatz zu den zu dieser Zeit gängigen und bekannten Hip Hop Songs finden sich in den Reimen der Berliner Rapper obszöne Worte, Themen wie Sexismus, Gewalt, Pornografie oder auch rassistische Äußerungen. Der Begriff Ghetto wird häufig im Sinne der männlichen Revierverteidigung gegenüber der Gang oder der Bande nicht zugehörigen Personen benutzt.
Als Beispiel werden hier einige Zeilen aus dem Rapsong „Mein Block“ von SIDO aufgezeigt, in dem es unter anderem heißt:
„Steig ein, ich will dir was zeigen,
den Platz an dem sich meine Leute rumtreiben.
Hohe Häuser, dicke Luft, ein paar Bäume,
Menschen auf Drogen hier platzen Träume.
Wir hier im Viertel kommen klar mit diesem Leben,
ich hab alle meine Freunde aus dieser Gegend (…)
Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause,
mein Block.
Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt reicht vom 1. bis zum 16. Stock (…)“
(zit. nach SIDO, 2004).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die sexuelle Verwahrlosung bei Jugendlichen durch pornografische Rap-Texte und formuliert die Forschungsfragen zur Beeinflussung des Sexualverhaltens und zur Abgrenzung gegenüber der Erwachsenenwelt.
2. Die Hip Hop Kultur: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge von Hip Hop, seine Entwicklung zur Jugendkultur, die mediale Präsenz sowie die Entstehung des aggressiven „Aggro Rap“ in Deutschland.
3. Gegenwelten: Hier wird der Begriff der „Gegenwelt“ definiert und als Parallelwelt beschrieben, in die sich Jugendliche flüchten, wenn ihre Lebensentwürfe nicht mehr mit gesellschaftlichen Normen vereinbar sind.
4. Die Jugend: Dieses Kapitel analysiert Entwicklungsprozesse in der Pubertät, mit Fokus auf somatische Veränderungen, Sexualität und Identitätsbildung im Kontext von Musikeinflüssen.
5. Gruppenbildung und deren Dynamik: Der Autor untersucht die Bedeutung von Peergroups und Fangruppen für die Identitätssuche und die damit verbundenen sozialen Dynamiken und Risiken.
6. Exemplarische Umfrage bei Hauptschülern und Schülerinnen: Diese empirische Untersuchung präsentiert Daten zum Konsumverhalten Jugendlicher in Bezug auf Aggro Rap und diskutiert die Ergebnisse einer Gruppendiskussion.
7. Auswertung der Arbeitsergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Aggro Rap bei einigen Jugendlichen eine Parallelwelt fördern kann, die eine realistische Wahrnehmung der Gesellschaft erschwert.
Jugendliche, Hip Hop, Aggro Rap, Pubertät, Sexualität, Identitätsbildung, Gegenwelt, Peergroups, Medien, Sozialisation, Aggression, Pornografie, Gewaltverherrlichung, Musikindustrie, Identitätsdiffusion.
Die Arbeit analysiert, wie aggressive Hip-Hop-Texte („Aggro Rap“) Jugendliche in der Pubertät beeinflussen und ob diese Musik zur Bildung von Gegenwelten beiträgt.
Im Zentrum stehen die Hip-Hop-Kultur, jugendliche Entwicklungspsychologie, die Rolle der Peergroups, Mediennutzung und die kritische Auseinandersetzung mit Sexismus und Gewalt in Rap-Texten.
Es soll untersucht werden, ob Jugendliche durch Aggro Rap zur Nachahmung riskanter Verhaltensweisen animiert werden oder ob dies lediglich eine Form der pubertären Abgrenzung zur Erwachsenenwelt darstellt.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu soziologischen und psychologischen Theorien sowie eine exemplarische empirische Untersuchung (Umfrage und Gruppendiskussion an einer Hauptschule).
Der Hauptteil beleuchtet die Entstehung von Aggro Rap, psychologische Aspekte der Pubertät, den Einfluss von Medien und Gruppenprozesse auf die Identitätsbildung.
Wichtige Begriffe sind Jugend, Aggro Rap, Identitätsbildung, Gegenwelt, Sexualität, Peergroups und Medienkonsum.
Die „Gegenwelt“ wird als eine durch die Musik konstruierte Realität verstanden, in der Jugendliche soziale Normen hinterfragen, sich aber bei Überidentifikation von der gesellschaftlichen Integration entfernen können.
Der Autor sieht diese Künstler als einflussreiche Idole, deren Texte Jugendliche zur Nachahmung anregen können, wobei er kritisch die Diskrepanz zwischen künstlerischer Fiktion und der von Fans wahrgenommenen Realität aufzeigt.
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