Diplomarbeit, 2006
61 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Kosten und Nutzen einer Fahrt
2.1. Private Kosten einer Fahrt
2.2. Externe Kosten einer Fahrt
2.2.1. Variable externe Kosten einer Fahrt
2.2.2. Fixe externe Kosten aus der Bereitstellung der Verkehrswege
2.3. Nutzen einer Fahrt
2.4. Das Bottleneck-Modell
2.4.1. Städtischer Verkehr als Bottleneck-Fall
2.4.2. Kosten und Nutzen im Bottleneck-Modell
2.4.3. Staueliminierung
2.4.4. Anmerkungen zum Bottleneck-Modell
3. Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen Verkehrssituation
3.1. Maßnahmen auf der Nachfrageseite
3.2. Maßnahmen auf der Angebotsseite
3.3. Akzeptanz in der Öffentlichkeit
3.4. Aus internationalen Fällen lernen
3.4.1. Singapur – eine langjährige Erfolgsgeschichte als Vorbild?
3.4.2. London – Entwicklungen seit der Einführung der Congestion Charge
3.4.3. Stockholm – erste Eindrücke der Trängselskatt
3.4.4. Edinburgh – woran ist die Umsetzung gescheitert?
4. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Diplomarbeit untersucht das Problem der Überfüllung im städtischen Verkehr, analysiert die zugrunde liegenden Kosten- und Nutzenstrukturen verschiedener Verkehrsmittel und bewertet Maßnahmen zur Steuerung der Verkehrsnachfrage sowie zur Kapazitätserweiterung im Hinblick auf deren Wirksamkeit und gesellschaftliche Akzeptanz.
1. Einleitung
Das Problem der Überfüllung in Großstädten nimmt ständig zu und verursacht beispielsweise in London abnehmende Geschwindigkeiten seit 1977. Diese Entwicklung ist in vielen weiteren Städten zu beobachten und überrascht nicht, wenn man die steigenden Bestände an Personenkraftwagen von 1999 bis 2004 in einigen Ländern der Europäischen Union betrachtet. Das Überfüllungsproblem begründet sich durch Engpässe im städtischen Verkehr, womit sich diese Arbeit beschäftigt. Außerdem sollen Maßnahmen gefunden werden, die das Überfüllungsproblem lösen.
Neben den privaten und externen Kosten der Überfüllung, sind weitere Kostenkomponenten zu berücksichtigen. Daher werden im zweiten Kapitel zunächst sowohl die privaten als auch die externen Kosten einer Fahrt für verschiedene Verkehrsmittel herausgearbeitet und analysiert, um anschließend die alternativen Verkehrsmittel anhand der Zusammensetzung der Kostenkomponenten miteinander zu vergleichen. Die Überfüllungskosten im Autoverkehr kristallisieren sich dabei sowohl auf Seiten der privaten Kosten als auch auf Seiten der externen Kosten als Hauptkomponente heraus. Damit ist der Autoverkehr für Staus am meisten von allen betrachteten Verkehrsmitteln verantwortlich.
Mithilfe des Bottleneck-Modells wird das Verkehrsverhalten im Berufsverkehr verdeutlicht. Dabei wird erklärt, wie ein Stau durch die rationale Entscheidung der Individuen zustande kommt, und wie die Einführung einer Straßenbenutzungsgebühr zum sozialen Optimum führt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das wachsende Problem der städtischen Überfüllung ein und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der Analyse.
2. Kosten und Nutzen einer Fahrt: Hier werden die Kosten- und Nutzenstrukturen für verschiedene Verkehrsmittel detailliert hergeleitet, das Bottleneck-Modell theoretisch fundiert und die Bedingungen für Stau sowie dessen ökonomische Bewertung beschrieben.
3. Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen Verkehrssituation: Dieses Kapitel bewertet verschiedene verkehrspolitische Instrumente zur Steuerung der Nachfrage und Angebotsseite sowie die Bedeutung der öffentlichen Akzeptanz anhand internationaler Praxisbeispiele.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der theoretischen und praktischen Analysen zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit und Umsetzbarkeit wirksamer verkehrspolitischer Strategien.
Städtischer Verkehr, Überfüllung, Bottleneck-Modell, Straßenbenutzungsgebühr, Congestion Pricing, externe Kosten, interne Kosten, Mineralölsteuer, Verkehrssteuerung, Berufsverkehr, soziale Akzeptanz, Mobilität, Stadtplanung, Staueliminierung, Transportmanagement
Die Arbeit analysiert die Problematik der Überfüllung im städtischen Verkehr, identifiziert die Ursachen und evaluiert politische Steuerungsinstrumente zur Verbesserung der Verkehrssituation.
Die Arbeit umfasst die ökonomische Analyse von Fahrtkosten, die theoretische Modellierung von Stau im Bottleneck-Modell sowie die Bewertung verkehrspolitischer Maßnahmen in internationalen Städten.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Kostenfaktoren der Überfüllung zu entwickeln und zu ermitteln, welche Instrumente effektiv zur Internalisierung externer Effekte beitragen können.
Neben einer ökonomischen Kosten-Nutzen-Analyse findet das theoretische Bottleneck-Modell (nach Vickrey bzw. Arnott, De Palma und Lindsey) Anwendung, um das Verkehrsverhalten quantitativ zu verdeutlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Kostenkomponenten, die detaillierte Modellierung von Stauereignissen sowie die Diskussion praktischer Lösungsansätze wie Maut, Steuern und Verkehrsmanagement.
Zentrale Begriffe sind Congestion Pricing, externe Kosten, Bottleneck-Modell, Verkehrssteuerung und die Akzeptanz politischer Maßnahmen.
Es wird strikt zwischen privaten Kosten (z.B. Zeit, Unterhalt, Benzin) und externen Kosten (z.B. Umwelt, Stau, Unfallrisiko, Trennwirkung) differenziert, die ein Individuum bei der Entscheidung über eine Fahrt normalerweise nicht berücksichtigt.
Es erklärt präzise, wie durch rationale Entscheidungen der Pendler aufgrund von Engpässen (Bottlenecks) Staus entstehen und wie durch gezielte Preisgestaltung ein soziales Optimum erreicht werden kann.
Die Akzeptanz ist entscheidend für den Erfolg verkehrspolitischer Maßnahmen, wobei eine transparente Informationspolitik und die Verwendung der Einnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zentrale Faktoren für die Zustimmung sind.
Beispiele wie Singapur zeigen den Erfolg bei konsequenter Umsetzung, während Edinburgh verdeutlicht, dass eine mangelnde Akzeptanz der Bürger (z.B. aufgrund von Befürchtungen bezüglich Ausweichverkehr) zu einem Scheitern führen kann.
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