Diplomarbeit, 2006
61 Seiten, Note: 1,1
Vorwort
Einleitung
1. Etymologie des Wortes Spiccato – Ursprung und Begriffsdefinition
2. Organologische Betrachtung springender Stricharten auf verschiedenen Bögen von 1500 bis heute
3. Körperwahrnehmung als Voraussetzung für springende Stricharten
3.1 Körperhaltung und -bewegung
3.2 Bogenhaltung
3.3 Bogenführung
4. Methodik springender Stricharten
4.1 Spiccato
4.2 Sautillé
4.3 Übungsmaterial, Etüden (Auswahl)
Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spiccato als eine zentrale, jedoch wissenschaftlich bisher wenig fundiert beleuchtete Strichart der Violine. Das primäre Ziel ist es, den Ursprung und die Entwicklung des Spiccatos im Kontext der Bogenbaugeschichte darzulegen und didaktische Ansätze für eine erfolgreiche Vermittlung sowie die körperlichen Voraussetzungen für eine gesunde und ökonomische Ausführung zu erarbeiten.
1. Etymologie des Wortes Spiccato – Ursprung und Begriffsdefinition
Das Wort Spiccato ist italienisch und stammt von dem Verb ‚spiccare’ – ‚trennen’ ab. Grammatikalisch hat es die Form eines Partizip Perfekts (Endung: -ato) und kann daher mit ‚getrennt’ übersetzt werden. Etymologisch setzt sich Spiccato aus dem Buchstaben ‚s’- und ‚piccare’ zusammen, wobei das Wort ‚piccare’ der lateinische Infinitiv Präsens ist und soviel wie ‚(auf)picken, pflücken’ bedeutet. Der Buchstabe ‚s’ wurde dem ‚piccare’ im Laufe der Entwicklung vorangestellt.
Die Bedeutung des Wortes Spiccato hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, zusammenhängend mit den technischen Entwicklungen des Bogens, der differenzierten Erkenntnis über das Geigenspiel allgemein und über verschiedene Bewegungsabläufe des Bogens und des ausführenden Arms.
Das Wort Spiccato taucht bereits im 17. Jahrhundert in verschiedenen Musiklexika auf und bedeutet zunächst allgemein, dass einzelne Töne getrennt voneinander gespielt werden sollen. „Wo höhere Grade der Trennung, als das non-legato des normalen Bogenstrichs des 17. Jahrhunderts angestrebt wurde, wurden sie entweder durch solche Ausdrücke wie staccato oder spiccato (die scheinbar damals gleichbedeutend waren) oder durch besondere Zeichen angezeigt, von denen ein Punkt (.) oder senkrechter Strich (|) oberhalb oder unterhalb der Note die häufigsten waren.“ Wie aus diesem Zitat deutlich wird, machte man keine Unterscheidung zwischen Staccato, früher auch Stoccato genannt, und Spiccato; die beiden Begriffe waren somit gleichbedeutend.
Vorwort: Die Autorin erläutert die Motivation für diese wissenschaftliche Arbeit und dankt den Unterstützern, die ihr Zugang zu historischen Bögen und didaktischem Austausch ermöglichten.
Einleitung: Es wird die zentrale Bedeutung der Bogentechnik betont und kritisiert, dass fundierte Literatur zum Spiccato im Unterricht oft vernachlässigt wird.
1. Etymologie des Wortes Spiccato – Ursprung und Begriffsdefinition: Untersuchung der sprachlichen Wurzeln und der historischen Bedeutungswandlung des Begriffs in der Musiktheorie.
2. Organologische Betrachtung springender Stricharten auf verschiedenen Bögen von 1500 bis heute: Analyse der technischen Bogenentwicklung von der Barockzeit bis zum modernen Bogen und deren Einfluss auf die Stricharten.
3. Körperwahrnehmung als Voraussetzung für springende Stricharten: Didaktische Herleitung der Notwendigkeit von Entspannung und Körperkoordination für die Beherrschung komplexer Stricharten.
4. Methodik springender Stricharten: Detaillierte methodische Anleitung zum Erlernen von Spiccato und Sautillé sowie eine kuratierte Zusammenstellung von Übungsmaterial und Etüden.
Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über den Zusammenhang von Bogenentwicklung, körperlicher Entspannung und technischer Meisterschaft im Violinspiel.
Spiccato, Sautillé, Violinbogen, Bogentechnik, Geigenpädagogik, Körperwahrnehmung, Bogenhaltung, Musikgeschichte, Körperbewegung, Streichinstrumente, Didaktik, Saiteninstrumente, Spieltechnik, Bogenführung, Violinspiel
Die Diplomarbeit widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung der Strichart Spiccato auf der Violine unter Berücksichtigung historischer, technischer und pädagogischer Aspekte.
Die Arbeit behandelt die Etymologie des Begriffs, die organologische Entwicklung des Bogens, die physiologischen Voraussetzungen für den Spieler sowie methodische Übungsansätze.
Das Ziel ist es, das Spiccato als komplexe Strichart durch eine ganzheitliche Betrachtung – von der historischen Bogenentwicklung bis zur modernen körperorientierten Didaktik – für Violinpädagogen praxisorientiert aufzuarbeiten.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit historisch-musikwissenschaftlichen Erkenntnissen und methodischen Erfahrungen aus der eigenen pädagogischen Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Bogeninstrumente, die Bedeutung der Körperwahrnehmung und eine konkrete methodische Aufbereitung für den Unterricht.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Spiccato, Sautillé, Violinbogen, Körperwahrnehmung und Geigenpädagogik beschreiben.
Die Bogenentwicklung, insbesondere der Übergang zur konkaven Krümmung und die Gewichtsverlagerung durch den Hammer- bzw. Beilkopf, schuf erst die mechanischen Voraussetzungen, damit der Bogen auf der Saite natürlich federn kann.
Eine entspannte Körperhaltung und bewusste Körperimpulse sind essentiell, um Verspannungen zu vermeiden und eine freie Armbewegung zu ermöglichen, die für das elastische Springen des Bogens notwendig ist.
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