Fachbuch, 1993
141 Seiten, Note: 1,5
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Zum Geleit
DANK
INHALT
Kapitel I / Teil 1 AUFBRUCH IN DEN HIMALAYA - LAND UND LEUTE
Die Lotosblume - Symbol der Reinheit
KASCHMIR
Die Zufahrt nach „Klein-Tibet“ (Ladakh) führt über das zauberhafte Hochtal Kaschmir
Die Kaschmiri leben nach den Gesetzen des Korans
Das Handeln ist des Kaschmiri Lust
LADAKH
Die Landwirtschaft in der ariden Bergwildnis Ladakhs
Die Himalaja-Völker
Was wird die neue Erschließungsstraße den Bewohnern des Zangskar-Tales bringen?
Das Verhältnis zwischen den Klöstern und der Laienbevölkerung
Bedeutung der Klöster für Tibet und seine Kultur
Die tibetische Schrift und Sprache
Die Bedeutung der Malerei und der kultischen Musik
Die Tscham-Mysterienspiele
Die alten Bön-Rituale und der Buddhismus
Menschen zwischen Himmel und Erde
Kapitel I / Teil 2 AUFBRUCH IN DEN HIMALAYA - LAND UND LEUTE
BHUTAN
Bhutan, das „Drachen-Land“
Das geheimnisvolle Land jenseits des „fernen Nordgebirges“
ZENTRAL – TIBET, PROVINZ Ü
Der Flug von Chengdu nach Lhasa
Das Klima Tibets
„See der oberen Weideplätze“: der türkisfarbene See ist „16 Tage groß“
Der Yak ist die Lebensgrundlage der Tibeter
Wie der Buddhismus auf das Dach der Welt kam
Die Tradition der Dalai Lamas
Die „Goldenen Dächer von Lhasa“
Das Verhältnis der Tibeter zur Hygiene
Das Land, in dem die Kinder Könige sind
EHEMALIGE PROVINZ AMDO, NORDOST-TIBET
Der heilige Berg Amnyè Matschen
Der räuberische Nomadenstamm der Golog
Kapitel II DAS LEIDEN EINES VOLKES - FLUCHT UND EXIL
Die Weissagung Padmasambhâvas erfüllt sich
Die tibetische Kultur im Exil
Die tibetischen Flüchtlinge sind nicht mit leeren Händen gekommen
Zielsetzung und Wirken des Klösterlichen Tibet-Institutes in der Schweiz
Der klösterliche Alltag in Rikon
Die Kâla-Tschakra-Initiation
Kapitel III / Teil 1 DIE BUDDHISTISCHE ERKENNTNISLEHRE - EINE REISE NACH INNEN
Ost und West im Zwiegespräch
Die zwei großen religiösen Strömungen der Menschheit
Der Zeitbegriff in Ost und West
Im Anfang war das Wort . . .
Brahman, Âtman und Trimûrti
Die „Nicht-Zweiheit“
Reinkarnation und Karma
Die großen Epen Indiens
Die Göttin Gangâ und der Königssohn
Prinz Siddhârta Gautama
Die „Vier Ausfahrten“
Der große Aufbruch
Die sieben Lehrjahre
Die Erleuchtung
Mâras Versuchungen
„Die Vier Edlen Wahrheiten“
Der Achtgliedrige Pfad
Die Legende vom Räuber Angulîmala
Buddhismus, eine atheistische Religion?
Nirvâna, das große „Nichts“
Das Gleichnis von der erloschenen Flamme
Tibetische Bildmeditation
Die Erfüllung der Lehre
Der Wandel von der „Kleinen Lehre“ (Hînayâna) zur „Großen Lehre“ (Mahâyâna)
Vajrayâna, das „Diamantene Fahrzeug“
Die vier Lehrtraditionen im tibetischen Buddhismus
Yudhistira und der Hund
Gibt es Brücken zwischen den Religionen?
Kapitel III / Teil 2 DIE BUDDHISTISCHE ERKENNTNISLEHRE - EINE REISE NACH INNEN
Die Tradition der Tulkus
Das Rad des Werdens
amatha, der Meditationspfad zur geistigen Ruhe
Der geheime tantrische Weg zur Erleuchtung
Der Ursprung der tantrischen Lehren liegt in Indien
Der „Linkshändige Tantrismus“ und die Tradition der Gotipua-Tanzknaben
Mandala, der Weg zur Mitte
Die Trikâya-Lehre
Die „Drei-Körper-Lehre“ („Trikâya“) und die Symbolik der Zahl „Fünf“
Das Totenbuch der Tibeter
Erläuterungen zur grafischen Darstellung des „Bardo Thödol“
EPILOG Gespräch zwischen einem Meister und einem Schüler
Dieses Werk bietet eine profunde Einführung in die tibetische Kultur und buddhistische Philosophie, indem es den Leser auf eine symbolische Reise vom Außen ins Innere mitnimmt, um die Zusammenhänge zwischen historischer Geografie, gelebter Tradition und spiritueller Erkenntnis aufzuzeigen. Die Forschungsfrage kreist dabei um die Essenz des tibetischen Buddhismus und seine Bedeutung als Erkenntnisweg zur Erlösung vom Leid in einer polaren Welt.
Die Landwirtschaft in der ariden Bergwildnis Ladakhs
Das zwischen Himalaja und Karakorum gelegene Ladakh ist eine Gebirgswüste. Trotzdem kann in den Talböden bei sorgfältiger Bewässerung eine oasenartige Landwirtschaft betrieben werden. Besonders im Sommer fließt reichlich Schmelzwasser der Gletscher und des ewigen Schnees. Die Sonneneinstrahlung in der geographischen Lage Ladakhs entspricht derjenigen des südlichen Mittelmeerraumes und ist bei einer durchschnittlichen Höhe von 4000 Metern ganz enorm. So kann Sommergerste bis 4500 Meter ü.M. angepflanzt werden, und auch Hülsenfrüchte und winterhartes Gemüse gedeihen unter diesen klimatischen Verhältnissen ganz ausgezeichnet. Ja, es reifen an geschützten Stellen sogar Aprikosen und Pfirsiche!
Die Vegatationsperiode ist allerdings sehr kurz. Der Boden kann nur zwischen Ende Mai und Mitte August kultiviert werden. Bei den extremen klimatischen Verhältnissen genügt diese kurze Zeit, um die Feldfrüchte zur Reife zu bringen. Von den verschiedenen Getreidesorten schafft es nur die Gerste, auf dieser Höhe zu gedeihen. Sie ist als Nahrung durchaus bekömmlich, hat jedoch den Nachteil, daß sie im Korn keinen Klebstoff hat; daraus kann also kein Brot, nicht einmal ein Fladenbrot gebacken werden. Die Körner werden auf heißen Steinen geröstet und anschließend gemahlen. So entsteht ein Röstmehl, das mit Butter, Tee und ein wenig Salz vermischt zur Grundnahrung der Tibeter wird: dem legendären Tsampa.
Kapitel I / Teil 1 AUFBRUCH IN DEN HIMALAYA - LAND UND LEUTE: Dieses Kapitel führt in die geografische und kulturelle Gegebenheit von Kaschmir und Ladakh ein und beleuchtet das Leben unter extremen klimatischen Bedingungen sowie die spirituelle Bedeutung der Klöster.
Kapitel I / Teil 2 AUFBRUCH IN DEN HIMALAYA - LAND UND LEUTE: Hier wird der Fokus auf Bhutan und Zentral-Tibet gelegt, wobei die Lebensgrundlagen der Tibeter und die Geschichte der Dalai Lamas thematisiert werden.
Kapitel II DAS LEIDEN EINES VOLKES - FLUCHT UND EXIL: Dieses Kapitel dokumentiert die tragische Besetzung Tibets, die Zerstörung der Kultur durch die Kulturrevolution und den Neuanfang der Tibeter im indischen Exil.
Kapitel III / Teil 1 DIE BUDDHISTISCHE ERKENNTNISLEHRE - EINE REISE NACH INNEN: Der erste Teil des dritten Kapitels widmet sich dem philosophischen Vergleich zwischen östlicher Weisheitslehre und westlichem Denken sowie der Lehre Buddhas.
Kapitel III / Teil 2 DIE BUDDHISTISCHE ERKENNTNISLEHRE - EINE REISE NACH INNEN: Der zweite Teil vertieft das Verständnis tantrischer Traditionen, der Mandala-Symbolik und des Totenbuchs der Tibeter als Anleitung zur Befreiung.
Tibet, Buddhismus, Himalaya, Ladakh, Bhutan, Dalai Lama, Erkenntnislehre, Tantrismus, Reinkarnation, Mandala, Tsampa, Exil, Bön, Erleuchtung, Meditationspfad
Es ist ein tiefgründiges Werk über die Kultur, die Religion und die Lebensweise in Tibet und angrenzenden Himalaya-Regionen, das eine Brücke zwischen östlicher Philosophie und westlichem Verständnis schlägt.
Die Arbeit beleuchtet die geografische Isolation, die buddhistische Lehre (einschließlich Tantra), die kulturelle Zerstörung durch politische Umbrüche und den Erhalt der tibetischen Identität im Exil.
Das Ziel ist es, dem Leser das Wesen der buddhistischen Erkenntnislehre näherzubringen und den Weg der inneren Entfaltung nachvollziehbar zu machen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus persönlichen Reiseerfahrungen, historischer Analyse und der Erläuterung religiöser Texte, um einen ganzheitlichen Überblick zu bieten.
Der Hauptteil gliedert sich in die geografische Einleitung, die historische Darstellung der Exil-Situation und die systematische Erarbeitung der buddhistischen Philosophie.
Zentrale Begriffe sind Samsâra, Nirvâna, Trikâya, das Bardo-Tödol (Totenbuch) und die Bedeutung des inneren Weges zur Selbsterkenntnis.
Die Klöster werden als zentrale Knotenpunkte für Religion, Kunst, Bildung und soziale Aufstiegschancen beschrieben, die bis zur Kulturrevolution das Rückgrat der tibetischen Gesellschaft bildeten.
Es wird als Mysterienbuch interpretiert, das dem Suchenden hilft, den Zustand zwischen Tod und Wiedergeburt bewusst zu durchschreiten und die Illusionen des Geistes zu überwinden.
Der Autor führt dies auf die Polarität der Welt zurück; beide Aspekte sind notwendig, um die Einheit zu erkennen und die eigenen dunklen Urkräfte zu integrieren.
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