Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
2. Motivation
2.1. Allgemeines
2.2. Motivation, ein hypothetisches Konstrukt
2.3. Definitionsansätze
2.4. Motiv
3. Leistungsmotivation
3.1. Definition
3.2. Leistungsmotiv
3.3. Das Konzept der Leistungsmotivation
3.4. Studien zur Leistungsmotivation
3.5. Risikowahl-Modell nach Atkinson
3.6. Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg
3.7. Attributionen
3.8. Eine Theorie leistungsmotivierten Verhaltens
3.8.1. Die erfolgsaufsuchende Motivierung
3.8.2. Die misserfolgsmeidende Motivierung
3.8.3. Die resultierende leistungsbezogene Motivierung
3.9. Bestätigungsbedürfnis
3.10. Das Basismodell leistungsmotivierten Handelns
3.11. Förderliche Bedingungen für die Motivation bei der Ausbildung
3.11.1. Kompetenz- und Wirksamkeitserleben
3.11.2. Soziale Eingebundenheit
3.11.3. Selbstbestimmung
4. Bildungsstandards
4.1. Was sind Bildungsstandards?
4.2. Wozu dienen Bildungsstandards?
4.3. Wer entwickelt Bildungsstandards? Wo werden sie eingesetzt?
4.4. Wie sind die Bildungsstandards aufgebaut?
4.5. Welche Funktion haben die Aufgabenbeispiele?
4.6. Ab wann gelten die Bildungsstandards? Wie wird das Erreichen der Standards überprüft?
5. Empirische Erhebung
5.1. Forschungsfragen und Hypothesenmodell
5.2. Durchführung der Erhebung
5.3. Beschreibung der Vollumfrage
5.4. Interpretation der Ergebnisse
5.4.1. Forschungsfrage 1
5.4.2. Forschungsfrage 2
5.4.3. Forschungsfrage 3
6. Schlussfolgerungen
Diese Diplomarbeit untersucht, wie demotivierte Schüler durch den Einsatz von Leistungsstandards und motivationspsychologischen Ansätzen zu einem Grundinteresse an fachfremden Lehrinhalten (Elektrotechnik/Elektronik) geführt werden können. Dabei werden die theoretischen Grundlagen der Leistungsmotivation mit einer empirischen Erhebung bei Schülern verknüpft, um praxisnahe Strategien für den Unterricht zu entwickeln.
3.8.1. Die erfolgsaufsuchende Motivierung
Die Stärke der aufsuchenden Motivierung - oder der Tendenz, leistungsbezogene Tätigkeiten in Angriff zu nehmen - ist nach der Theorie das Produkt von drei Faktoren: des Erfolgsmotivs (Me), der Erfolgswahrscheinlichkeit (We) und des Anreizes von Erfolg (Ae).
aufsuchende Motivierung (Mge) = Me x We x Ae
Die Definition des Erfolgsmotivs und dessen Messung sind bereits beschrieben worden. Die verbleibenden beiden Faktoren der obigen Gleichung, We und Ae, sind noch näher zu bestimmen. We bezeichnet die subjektive Wahrscheinlichkeit von Erfolg oder die Erwartung, ein Ziel zu erreichen. Sie kann in Abhängigkeit von der wahrgenommenen Schwierigkeit der in Frage stehenden Aufgabe variieren, in Abhängigkeit von den zuletzt erreichten Leistungen, von der Einschätzung der eigenen Begabung sowie in Abhängigkeit von anderen Gegebenheiten. Ae symbolisiert den Anreizwert von Erfolg. Atkinson definiert den Anreiz von Erfolg als Gefühl des Stolzes über die eigene Leistung. Die Stärke dieses Affektes über einen antizipierten (gedanklich vorweggenommenen) Erfolg steht nach einer Zusatzannahme der Theorie in invers linearer Beziehung zu We, das heißt:
Ae = 1 - We.
Je leichter also die Aufgabe ist (oder je höher We), desto weniger wird man auf einen erzielten Erfolg stolz sein.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderung, demotivierte Schüler in branchenfremden Werkstättenunterrichtsfächern zu einem Grundinteresse zu führen, und beschreibt die dreiteilige Struktur der Diplomarbeit.
2. Motivation: Dieses Kapitel definiert den psychologischen Motivationsbegriff als hypothetisches Konstrukt und unterscheidet zwischen der situativen Motivation und dem stabilen Motiv als Persönlichkeitseigenschaft.
3. Leistungsmotivation: Hier werden zentrale theoretische Modelle wie das Risikowahl-Modell nach Atkinson, das Konzept der Attributionen sowie die förderlichen Bedingungen wie Kompetenzerleben und Selbstbestimmung ausführlich dargelegt.
4. Bildungsstandards: Der Autor erläutert das System der Bildungsstandards, adaptiert dieses für den eigenen fachpraktischen Unterricht als Leistungsstandards und diskutiert deren Nutzen für die Orientierung und Unterrichtsentwicklung.
5. Empirische Erhebung: Dieses Kapitel präsentiert die Forschungsfragen und Hypothesen, beschreibt die Durchführung der Vollumfrage unter Schülern der HTBLuVA St. Pölten und interpretiert die erhobenen Daten.
6. Schlussfolgerungen: Der Autor fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet konkrete Schritte zur Umsetzung von Profilen, Standards und einer stärker schülerzentrierten Unterrichtsgestaltung ab.
Motivation, Leistungsmotivation, Leistungsstandards, Bildungsstandards, Werkstättenunterricht, Kausalattributionen, Risikowahl-Modell, Kompetenzerleben, Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Schülerinteresse, Lernmotivation, Erfolgsmotiv, Misserfolgsmotiv, pädagogische Praxis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Motivationsförderung von Schülern in fachfremden Werkstättenunterrichtsfächern durch den Einsatz von Leistungsstandards.
Die Arbeit verknüpft motivationstheoretische Grundlagen wie die Leistungsmotivation und das Risikowahl-Modell mit der praktischen Anwendung von Bildungsstandards in der Ausbildung.
Das Ziel ist es, demotivierte Schüler zu einem Grundinteresse zu führen und Unterrichtsstrategien zu entwickeln, die den Kompetenzerwerb fördern.
Neben einer theoretischen Aufarbeitung psychologischer Motivationsmodelle wird eine empirische Vollumfrage mittels Fragebögen bei Schülern durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Analyse der Leistungsmotivationsforschung sowie die Erläuterung, wie Bildungsstandards aufgebaut sind und wie diese für die Unterrichtsgestaltung genutzt werden können.
Zentrale Begriffe sind Motivation, Leistungsmotivation, Leistungsstandards, Selbstbestimmung und Werkstättenunterricht.
Misserfolgsängstliche Schüler wählen laut den Ergebnissen eher extrem leichte oder extrem schwere Aufgaben, um eine negative Selbstbewertung oder Scham bei Misserfolg zu vermeiden.
Die Umfrage ergab, dass Transparenz bei den Schülern einen hohen Stellenwert einnimmt und eine wichtige Voraussetzung für die Motivationssteigerung darstellt.
Mehr Möglichkeiten der Wahl und Mitbestimmung wirken sich positiv auf die intrinsische Motivation aus, da die Schüler ihr Lernen als stärker selbstbestimmt erleben.
Sie bildet den Rahmen für eine angstfreie Lernatmosphäre, fördert den Teamgeist und unterstützt die Akzeptanz des Lehrers durch die Schüler, besonders in kleinen Gruppen.
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