Diplomarbeit, 2005
136 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Fragestellung und Aufbau der Arbeit
HAUPTTEIL I: INTEGRATION
3. Begriffsklärungen und Stand der Zuwanderung in Deutschland
3.1. Einleitung
3.2. Aktueller Stand und von der schwierigen Verwendung des Begriffes „Ausländer“
3.3. Migration, Zuwanderung und Einwanderung
3.3.1. Migration
3.3.2. Migrationsursachen und –verläufe
3.3.3. Die Begriffe Zuwanderung und Einwanderung
4. Integration
4.1. Einleitung
4.2. Definition
4.3. Dimensionen der Integration
4.4. Zusammenfassung
5. Geschichte der Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland
5.1. Einleitung
5.2. Nachkriegsjahre
5.3. Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer
5.3.1. Anwerbeabkommmen mit Arbeitsmigranten
5.3.2. Konsolidierung des Arbeitsmarktes und der Niederlassung
5.3.3. Kurze Phase halbherziger Integrationsbemühungen
5.3.4. Weiterer Verlauf: Stagnationsphase ab 1982
5.4. Flüchtlingspolitik
5.5. Zuwanderung von Aussiedlern und Spätaussiedlern
5.6. Wandel ab Ende der 90er Jahre
5.7. Die Entwicklung eines neuen Zuwanderungsgesetzes
5.8. Schlusslicht
6. Das neue Zuwanderungsgesetz
6.1. Überblick über das neue Zuwanderungsgesetz
6.1.1. Die wichtigsten Änderungen
6.1.2. Kurze Stellungnahme zum neuen Zuwanderungsgesetz
6.2 Integration im neuen Zuwanderungsgesetz
6.2.1 Darstellung des Bereiches Integration nach §§ 43-45 AufenthG
6.2.2 Kurze Bewertung/Stellungnahme
6.3. Integrationskurse nach § 43 AufenthG
HAUPTTEIL II: INTEGRATIONS- UND ORIENTIERUNGSKURSE
7. Integrationskurse nach § 43 AufenthG
8. Methoden
9. Darstellung bereits durchgeführter Integrations- und Orientierungskurse
9.1. Das Verständnis von Integrations- und Orientierungskursen für die vorliegende Arbeit
9.2. Einführung
9.3. Exemplarische Darstellung auserwählter Städte
9.3.1. Frankfurt
9.3.2. München
9.3.3. Baden-Württemberg
9.4. Zusammenfassung der Erkenntnisse
10. Interviews
10.1. Einführung
10.2. Darlegung der verwendeten Methoden
10.2.1. Erhebungsverfahren
10.2.2. Aufbereitungsverfahren
10.2.3. Auswertungsverfahren
10.3. Porträts
10.3.1. Porträt 1: Frau A.
10.3.2. Porträt 2: Herr P.
10.3.3. Porträt 3: Frau G.
10.3.4. Porträt 4: Frau E.
10.4. Vergleich der Interviewergebnisse mit den aus den Kursevaluationen gewonnenen Ergebnissen
10.4.1. Bestätigung bislang gewonnener Erkenntnisse
10.4.2. Abweichende Aussagen
10.4.3. Neue Erkenntnisse
HAUPTTEIL III: AUSWERTUNG, ROLLE DER SOZIALEN ARBEIT UND AUSBLICK
11. Auswertung der Fragestellungen
11.1. Klärung der ersten Frage
11.2. Klärung der zweiten Frage
12. Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Integration von Zuwanderern
12.1. Einleitung
12.2. Aufgaben und Ziele Sozialer Arbeit
12.3. Die Integration von Zugewanderten als Aufgabe und Ziel Sozialer Arbeit
13. Vorschläge, eigene Stellungnahme und Schlussbemerkung
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle und Wirksamkeit von Integrations- und Orientierungskursen im Kontext des neuen Zuwanderungsgesetzes in Deutschland. Ziel ist es, zu analysieren, ob diese Kurse sinnvoll gestaltet sind und welche konkreten Auswirkungen sie auf den Integrationsprozess von Neuzuwanderern haben, unter Berücksichtigung der Rolle der Sozialen Arbeit.
3.3.1. Migration
Migration Stammt von dem lateinischen Wort „migrare bzw. migratio“, was so viel bedeutet wie wandern, wegziehen bzw. Wanderung. Anette Treibel legt einen weit gefassten Migrationsbegriff zu Grunde: „Migration ist der auf Dauer angelegte bzw. dauerhaft werdende Wechsel in eine andere Gesellschaft bzw. in eine andere Region von einzelnen oder mehreren Menschen.“ Dauerhaftigkeit heißt dabei, dass ein mehr oder weniger kurzfristiger Aufenthalt wie etwa zu touristischen Zwecken ausgeschlossen ist und von einer permanenten Wanderung auszugehen ist. Die Begrifflichkeit des „dauerhaft werdenden Wechsels“ ist ein gelungener Terminus, der beispielsweise auch rückblickend die Geschichte der sogenannten „Gastarbeiter“ berücksichtigt, deren Bleibeabsicht anfangs nicht intendiert war, und auch Asylsuchende, deren Aufenthalt eventuell noch zu einem von Dauer werden wird, mit einschließt.
1. Einleitung: Beleuchtung der gesellschaftlichen Bedeutung von Integration und der Herausforderungen für das friedliche Zusammenleben in Deutschland.
2. Fragestellung und Aufbau der Arbeit: Definition der zentralen Forschungsfragen zur Sinnhaftigkeit und Wirkung von Integrationskursen sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
3. Begriffsklärungen und Stand der Zuwanderung in Deutschland: Klärung grundlegender Definitionen wie Migration, Zuwanderung und Einwanderung sowie Einordnung aktueller Zuwanderungsgruppen.
4. Integration: Erarbeitung eines Integrationsverständnisses als mehrdimensionaler Prozess sowie Definition der vier Hauptdimensionen kultureller, struktureller, sozialer und identifikatorischer Integration.
5. Geschichte der Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland: Historischer Rückblick auf die Zuwanderung von Arbeitsmigranten, Flüchtlingen und Aussiedlern und die damit verbundene politische Entwicklung.
6. Das neue Zuwanderungsgesetz: Überblick über das neue Regelwerk, die rechtliche Verankerung von Integrationskursen sowie eine kritische Bewertung der inhaltlichen Neuerungen.
7. Integrationskurse nach § 43 AufenthG: Detaillierte Darstellung der gesetzlichen Vorgaben zur Teilnahme, den Inhalten und den Rahmenbedingungen der künftigen Kurse.
8. Methoden: Erläuterung des methodischen Vorgehens durch die Auswertung von städtischen Projekt-Evaluationen und Experteninterviews.
9. Darstellung bereits durchgeführter Integrations- und Orientierungskurse: Analyse von Modellprojekten in verschiedenen Städten zur Identifikation von Erfolgsfaktoren für die Kursgestaltung.
10. Interviews: Darstellung und Auswertung von Leitfadeninterviews mit Experten aus der Praxis, um die Erfahrungen der Modellprojekte zu reflektieren.
11. Auswertung der Fragestellungen: Zusammenführender Vergleich der Erkenntnisse aus den Modellen mit dem neuen Gesetz und Beantwortung der Forschungsfragen.
12. Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Integration von Zuwanderern: Einordnung der Integrationsarbeit in das fachliche Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.
13. Vorschläge, eigene Stellungnahme und Schlussbemerkung: Zusammenfassendes Fazit der Autorin mit Handlungsempfehlungen für die Praxis und Politik.
Integration, Zuwanderung, Migrationsprozess, Aufenthaltsgesetz, Integrationskurs, Orientierungskurs, Soziale Arbeit, Arbeitsmigration, Flüchtlinge, Spätaussiedler, Sprachförderung, interkulturelle Kompetenz, Teilhabe, Chancengleichheit, Lebensweltorientierung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema Integration von Zuwanderern in Deutschland, wobei der Fokus explizit auf der Einführung und Gestaltung von Integrations- und Orientierungskursen im Zuge des neuen Zuwanderungsgesetzes liegt.
Die Arbeit behandelt die geschichtliche Einwanderungssituation in Deutschland, theoretische Dimensionen der Integration, die gesetzliche Neuregelung durch das Zuwanderungsgesetz sowie die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Prozess.
Die Autorin untersucht, ob die Integrationskurse in Umsetzung des neuen Zuwanderungsgesetzes sinnvoll gestaltet sind und welche Auswirkungen diese Kurse auf den Integrationsprozess der Zuwanderer haben.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Ansatz, bestehend aus der Auswertung von vorliegenden Evaluationen bereits durchgeführter kommunaler Modellprojekte sowie problemzentrierten Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: Grundlagen zur Zuwanderung und Integration, eine Analyse der Integrations- und Orientierungskurs-Modelle in Deutschland sowie eine Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der Rolle der Sozialen Arbeit.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Integration, Zuwanderung, Aufenthaltsgesetz, Integrationskurs, Soziale Arbeit und interkulturelle Orientierung.
Experten und Evaluationen weisen darauf hin, dass die Ausländerbehörde bei Migranten oft negativ konnotiert ist, mit Ängsten und Sanktionen verbunden wird und somit einem positiven, niederschwelligen Einstieg in den Integrationsprozess entgegensteht.
Die Arbeit betont, dass auch Migranten, die bereits länger in Deutschland leben, oft einen hohen Integrations- und Sprachbedarf haben, welcher durch die Fokussierung auf Neuzuwanderer in den gesetzlichen Kursen nicht ausreichend gedeckt wird.
Soziale Arbeit wird als entscheidende Instanz gesehen, um über die reine Sprachvermittlung hinaus eine umfassende sozialpädagogische Begleitung und Teilhabe zu ermöglichen, was im neuen Gesetz jedoch zu kurz kommt.
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