Diplomarbeit, 2007
93 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Geschichte
2.2 Botanik
2.2.1 Aussehen
2.2.2 Verbreitung
2.2.3 Systematik
2.2.4 Formen, Unterarten und Synonyme
2.2.5 Namen
2.2.6 Besonderheit CAM
2.3 Anbau
2.3.1 Vermehrung
2.3.2 Boden und Substrate
2.3.3 Klimatische Bedingungen
2.3.4 Krankheiten und Schädlinge
2.4 Medizinische Verwendung
2.4.1 Ethnomedizin – volksmedizinischer Einsatz
2.4.2 Schulmedizin – belegte medizinische Wirkungen
2.5 Sonstige Verwendung und Forschung
2.6 Fazit
3 Praktischer Teil
3.1 Versuchsfrage
3.2 Material und Methoden
3.2.1 Anzucht und Kultur
3.2.2 Versuchsaufbau
3.2.3 Zubereitung und Applikation der Lösungen
3.2.3.1 Zubereitung der Gibberellinsäurelösungen
3.2.3.2 Zubereitung der Kokosmilchlösungen
3.2.3.3 Applikation der Lösungen
3.2.4 Kulturmaßnahmen
3.2.5 Festlegung der Boniturkriterien und Messung
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Kurztagversuch
3.3.1.1 Boniturkriterium Blüte
3.3.1.2 Boniturkriterium Höhe
3.3.2 Langtagversuch
3.3.2.1 Boniturkriterium Blüte
3.3.2.2 Boniturkriterium Höhe
3.3.3 Sonstige Bemerkungen
3.4 Diskussion
3.4.1 Boniturkriterium Blüte
3.4.2 Boniturkriterium Höhe
3.4.3 Sonstige Bemerkungen
3.5 Fazit
4 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Blütenbildung bei der tropischen Pflanze Kalanchoe pinnata. Das primäre Ziel der Forschungsarbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen der juvenilen Phase der Pflanze, der fotoperiodischen Einwirkung (Kurztag vs. Langtag) sowie der externen Applikation von Phytohormonen (Gibberellinsäure und Kokosmilch) zu klären, um eine erfolgreiche generative Phase induzieren zu können.
1 Einleitung
Kalanchoe pinnata ist ein tropischer Vertreter der Crassullaceae. Im Amazonastiefland Ecuadors im Jahr 2005 kam der Autor dieser Arbeit das erste Mal in Kontakt mit ihr. Ein Heiler verabreichte sie ihm als Heilmittel bei einer schlecht heilenden Wunde. Seit diesem Zeitpunkt ist der Autor von dieser Pflanze beeindruckt und neben dem Bekanntwerden weiterer medizinischer Eigenschaften durch die einheimische Bevölkerung, fiel ihm die faszinierende, botanische Eigenart dieser Pflanze auf, sich in erheblichem Maße vegetativ zu reproduzieren.
In Deutschland zurück machte der Verfasser dieser Arbeit alsbald die ersten Pflanzen dieser Art (Kalanchoe pinnata) in den botanischen Gärten aus und begann sich mit der Kultur zu beschäftigen. Durch die Fähigkeit dieser Pflanze sich selbst in großem Maße zu vermehren, stand schon innerhalb weniger Monate genug Pflanzenmaterial zur Verfügung, um einen gartenbaulichen Versuch auszustatten. In einer Studentenübung (WS 06/07), in welcher der Verfasser mitwirkte, wurde versucht, die Pflanze Kalanchoe pinnata zusammen mit der Pflanze Kalanchoe blossfeldiana zur Blüte zu bringen. Bei Kalanchoe blossfeldiana funktionierte dies im Kurztag wie erwartet problemlos, aber bei Kalanchoe pinnata konnten keine Effekte erreicht werden. Nun galt es herauszufinden, wie eine Blüte bei Kalanchoe pinnata erreicht werden kann und eine umfassende Recherche begann.
Neben Veröffentlichungen unter dem Synonym Bryophyllum calycinum mit geschichtlichem Hintergrund sind auch viele Studien zur medizinischen Wirksamkeit dieser Pflanze ans Licht gekommen. Außerdem tauchte ein botanischer Versuch aus Indien auf, welcher 1967 in der Zeitschrift „Planta“ veröffentlicht wurde (WADHI & MOHAN RAM 1967). Dieser beschäftigt sich mit der Blütenbildung an Kalanchoe pinnata. Beim Erfassen dieses Artikels wurde dem Autor dieser Diplomarbeit deutlich, dass eine Jugendphase die Pflanze bislang am Blühen gehindert hatte. Diese Jugendphase wird erst mit einem Alter von zwei Jahren und einer Anzahl von 37 Blattpaaren überwunden (WADHI & MOHAN RAM 1967). Des Weiteren wurde auch von einem Brechen der Jugendphase mittels Gibberellinsäure (GA3) berichtet.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Arbeit, motiviert durch eigene Beobachtungen in Ecuador und das Ausbleiben der Blühinduktion bei einer studentischen Versuchsreihe.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Botanik, Geschichte, den medizinischen Eigenschaften und den Anbaubedingungen von Kalanchoe pinnata zusammen.
3 Praktischer Teil: Hier wird der Versuchsaufbau detailliert beschrieben, in dem die Auswirkungen von Gibberellinsäure und Kokosmilch unter Kurztag- und Langtagbedingungen auf die Blühinduktion sowie das Höhenwachstum geprüft wurden.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse und bestätigt den positiven Einfluss von Gibberellinsäure auf das Brechen der juvenilen Phase bei Kalanchoe pinnata.
Kalanchoe pinnata, Bryophyllum calycinum, Gibberellinsäure, GA3, Blütenbildung, Kurztagpflanze, Jugendphase, Phytohormone, Ethnomedizin, CAM-Stoffwechsel, Blühinduktion, botanische Studien, vegetative Vermehrung, Zierpflanzenbau, wissenschaftliche Forschung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Pflanze Kalanchoe pinnata und untersucht primär, wie deren Blütenbildung künstlich induziert werden kann, da die Pflanze natürlicherweise eine lange juvenile Phase durchläuft.
Neben der botanischen Charakterisierung und der medizinischen Bedeutung der Pflanze stehen die gartenbauliche Anzucht und der Einsatz von Wachstumsregulatoren im Mittelpunkt.
Die Kernfrage ist, ob durch den Einsatz von Gibberellinsäure (GA3) und Kokosmilch unter variierenden Tageslängen die Jugendphase der Pflanze verkürzt und so eine Blütenbildung herbeigeführt werden kann.
Es handelt sich um einen gartenbaulichen Versuch, bei dem Pflanzen in verschiedenen Entwicklungsstadien mit unterschiedlichen Hormonkonzentrationen in Kurztag- und Langtag-Gewächshausabteilen kultiviert und anschließend bonitiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund (Systematik, Medizin, Geschichte) und einen praktischen Versuchsteil, der Anzucht, Versuchsaufbau, Ergebnisse der Blühinduktion sowie eine Diskussion der Resultate beinhaltet.
Wichtige Begriffe sind Kalanchoe pinnata, Gibberellinsäure (GA3), Blühinduktion, Kurztag, juvenile Phase und Pflanzenphysiologie.
Die Pflanze bildet unter natürlichen Bedingungen erst nach etwa zwei Jahren und nach Ausbildung von mindestens 37 Blattpaaren Blüten. Die Jugendphase verhindert vorher jegliche generative Entwicklung.
Die als natürliche Quelle für Cytokinine eingesetzte Kokosmilch erbrachte keine signifikanten Ergebnisse zur Blühinduktion, was darauf hindeutet, dass sie in der gewählten Dosierung oder Art nicht mit den spezifischen Mechanismen der Kalanchoe pinnata interagiert.
Ja, durch die Applikation von Gibberellinsäure konnte die juvenile Phase erfolgreich unter Kurztagbedingungen durchbrochen werden, was sowohl bei sechs Monate alten als auch bei zwei Monate alten Pflanzen zur Blütenbildung führte.
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