Magisterarbeit, 2007
124 Seiten, Note: 1,0
III. Klinisches Bild
III.1 Kindliches Stottern
III.1.1 Definition
III.1.2 Häufigkeit und Verbreitung
III.1.3 Kern- und Begleitsymptome
III.1.4 Abgrenzung normaler Sprechunflüssigkeiten von beginnendem Stottern
III.2 Entstehung des Stotterns
III.2.1 Aktueller Forschungsstand
III.2.2 Ursachen des Stotterns
III.2.3 Begleitende Faktoren des Stotterns
III.3 Psycholinguistische Dimension des Stotterns
III.4 Entwicklungsverläufe
IV. (Sprachheil-)pädagogisch-therapeutische Beratung
IV.1 Anamneseerhebung: Situation des Erstgesprächs
IV.2 Anamnesefragebogen
IV.2.1 Beschreibung der aktuellen Symptomatik
IV.2.2 Wie gehen Kind und Umwelt mit dem Stottern um?
IV.2.3 Therapiemotivation bei Eltern und Kind
IV.2.4 Anwesenheit des Kindes?
IV.3 Befunderhebung
IV.3.1 Erstdiagnostik als Grundlage der Therapieplanung
IV.3.2. Ressourcenorientierte Diagnostik und Therapie
IV.3.3 Umgang mit Stottern als Tabuthema
IV.3.4 Durchführung und Dokumentation der Untersuchung
IV.4 Befundbogen
IV.4.1 Von der Diagnostik zur Therapieplanung
IV.4.2 Untersuchung verschiedener Sprechleistungsstufen
IV.4.3 Beobachtung von Einflussfaktoren
V. (Sprachheil-)pädagogisch-therapeutische Behandlung
V.1 Therapieansätze
V.1.1 Direkte und indirekte Therapieansätze
V.1.2 Indikationskriterien für die Auswahl des Therapieansatzes
V.1.3 Elternberatung, Elterarbeit und Elterntraining
V.1.4 Spieltherapeutisch geprägte Sprachtherapie (Katz-Bernstein)
V.1.5 Fluency-Shaping-Programme
V.1.6 Sprechtechniken
V.1.7 Modifikationstherapie nach Dell und van Riper (»Non Avoidance«)
V.2 Kriterien und Voraussetzungen für die Therapie
V.2.1 Gründe für frühzeitigen Therapiebeginn
V.2.2 Indikationen
V.2.3 Prognosefaktoren
V.2.4 Therapeutische Grundhaltungen gegenüber Kind und Bezugspersonen
V.3 Umgang mit dem Stottern in der Therapie
V.3.1 Akzeptanz des Stotterns durch die Therapeutin
V.3.2 Flüssigere Perioden
V.4 Förderung mit Therapiebausteinen
V.4.1 Die Therapiebausteine
V.4.2 Atemtherapie und Tonusregulation
V.4.3 Körpersprache und rhythmisch-melodischer Ausdruck
V.4.4 Modifikation des Stotterns und Modeling
V.5 (Sprachheil-)pädagogisch-therapeutische Beratung
V.5.1 Beratungsaspekte
V.5.2 Information zum Stottern und zu beeinflussenden Faktoren
V.5.3 Allgemeine Förderung des flüssigen Sprechens
V.5.4 Sprachliches Kommunikationsverhalten
V.6. Ende der (sprachheil-)pädagogisch-therapeutischen Beratung und Behandlung
Die vorliegende Magisterarbeit setzt sich mit den (sprachheil-)pädagogisch-therapeutischen Beratungs- und Behandlungsansätzen bei kindlichem Stottern auseinander. Das primäre Ziel ist es, die Komplexität dieses Phänomens aufzuzeigen, über Beratungsmöglichkeiten zu informieren und geeignete Behandlungsansätze vorzustellen, um das Stottern als derzeitiges Tabuthema zu entmystifizieren.
III.1.4 Abgrenzung normaler Sprechunflüssigkeiten von beginnendem Stottern
Im Alter des Vokabelspurts mit 24 Monaten beginnt das Kind, enorme Fortschritte in seiner Sprachentwicklung zu machen. Neue Erfahrungen ergeben sich durch erweiterte Kontakte zu anderen Kindern mit dem Eintritt in den Kindergarten oder Kinderspielgruppen oder erweiterte Sprachangebote über verschiedene Medien wie Fernsehen und Kassetten oder DVDs und CDs. Diese vermitteln neue Informationen über und mit der Sprache, die verarbeitet werden müssen.
Der Wortschatz des Kindes erweitert sich sprunghaft, was in längeren Sätzen und neuen Satzkonstruktionen zum Ausdruck kommt. Zudem erweitert das Kind seine Erzählfähigkeit bezüglich der Satzlänge und facettenreicherer Wortwahl.
Das Kind lernt in dieser Zeit, Gedanken und Erlebnisse erzählerisch entsprechend zu ordnen, damit Zuhörer problemlos inhaltlich folgen können oder durch entsprechendes Nachfragen eine befriedigende Antwort erhalten.
Die Anwendung der Sprache ist in dieser Zeit aus den genannten Gründen nicht immer korrekt, sondern lässt häufigere Wiederholungen von Wörtern und Satzteilen sowie längere Pausen während des Erzählens erkennen. Wesentlich ist hierbei, dass diese Wiederholungen und Unterbrechungen ohne Anzeichen von körperlicher Anstrengung auftreten und das Kind selbst nicht irritieren. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu den Stottersymptomen.
III. Klinisches Bild: Dieses Kapitel erläutert das Syndrom des kindlichen Stotterns, inklusive Definition, Häufigkeit, Entstehungsbedingungen, psycholinguistischer Aspekte und typischer Entwicklungsverläufe.
IV. (Sprachheil-)pädagogisch-therapeutische Beratung: Hier wird der Prozess der Erstberatung, Anamneseerhebung und Befunderstellung detailliert beschrieben, wobei der Fokus auf einem ressourcenorientierten Umgang liegt.
V. (Sprachheil-)pädagogisch-therapeutische Behandlung: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene direkte und indirekte Therapieansätze, inklusive Elternarbeit, Sprechtechniken und Modifikationstherapie.
Kindliches Stottern, Sprachheilpädagogik, Therapieansätze, Anamnese, Stottermodifikation, Fluency Shaping, Elternberatung, Redeflussstörung, Sprechunflüssigkeiten, Sprachtherapie, Symptomatik, Kindesentwicklung, Therapeutische Beziehung, Frühförderung, Kommunikation.
Die Arbeit behandelt pädagogisch-therapeutische Beratungs- und Behandlungsansätze für Kinder, die stottern, eingebettet in das Fachgebiet der Sprachheilpädagogik.
Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Beschreibung des Stotterns, der differenzierten Diagnostik im Erstgespräch sowie der Auswahl und Anwendung geeigneter therapeutischer Maßnahmen.
Das Ziel ist es, das Phänomen Stottern zu entmystifizieren, Beratungsprozesse transparent zu machen und einen Überblick über ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten zu geben.
Die Autorin stützt sich auf eine idiographische Sichtweise, die das betroffene Kind in seiner individuellen Lebensgeschichte und Gesamtsituation betrachtet und systemische sowie lerntheoretische Erklärungsmodelle integriert.
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Bildbeschreibung (Diagnostik) und die therapeutische Intervention (Beratung und Behandlung), inklusive Ansätzen wie Fluency-Shaping oder der Modifikationstherapie.
Wichtige Begriffe sind kindliches Stottern, Stottermodifikation, Fluency-Shaping, Anamnese, Elternberatung und Sprechtechniken.
Die Arbeit betont, dass bei normaler Entwicklung Unflüssigkeiten ohne körperliche Anstrengung auftreten und das Kind nicht irritieren, während Stottern durch Anspannung, Blockierungen und ein Störungsbewusstsein gekennzeichnet ist.
Die Eltern werden als Ko-Therapeuten angesehen, deren Verhalten und Interaktion mit dem Kind maßgeblich zur Prävention und zum Erfolg der Therapie beitragen können.
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