Examensarbeit, 2006
58 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Computer und Schule
2.1. Der Computer im Grundschulunterricht
2.2. Der Computer im Musikunterricht der Grundschule
3. Software für den Musikunterricht
3.1. Softwarekategorien
3.1.1. Lern- und Übeprogramme
3.1.2. Themenbezogene Datenbestände
3.1.3. Werkzeuge
3.1.4. Multimediale Erlebnisumgebungen
3.1.5. Intelligente tutorielle Systeme
3.1.6. Kommunikations- und Kooperationsumgebungen
4. Der Computereinsatz im Musikunterricht der Grundschule
4.1. Rahmenbedingungen der Schule
4.2. Vorerfahrungen der Schüler
4.3. Kompetenzen der Lehrer
4.4. Eigenschaften des Computers
4.5. Planung von Unterricht
4.5.1. Medienpädagogik
4.5.2. Mediendidaktik
4.6. Methodische Konzeption
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Relevanz des Computereinsatzes im Musikunterricht der Primarstufe, mit der zentralen Forschungsfrage, inwiefern eine sinnvolle Integration dieses Mediums möglich und didaktisch wertvoll ist, ohne dabei ganzkörperliche Erfahrungen im Musizieren zu vernachlässigen.
3.1.3. Werkzeuge
Werkzeugprogramme dienen der schnellen Bearbeitung, Ergänzung, Produktion und Gestaltung von Musik (Ahlers 2001 S.167). Einzelne Programme richten sich dabei auf einen bestimmten Gegenstand der Musik und bearbeiten diesen nach unterschiedlichen Verfahren und Prinzipien. Werkzeugprogramme verschaffen Schülern das Angebot zu einem experimentierenden Umgang mit Musik. Ihr Einsatz entspricht den neuesten Ergebnissen der Lernforschung, dem Konstruktivismus. Diesem Konzept nach konstruiert sich jedes Subjekt seine Wirklichkeit selbst im handelnden Umgang mit ihr. Bei einer Mediendidaktik, die diesem Konzept folgt, wird der Computer nicht zum Mittelpunkt des Handelns und er ersetzt auch nicht den Lehrer (Kommer 2000 S.34). Vielmehr ist er ein Werkzeug, das durch den entsprechenden Einsatz von Software zur aktiven Konstruktion von Realität beiträgt und „musikbezogene Lernprozesse in Gang“ setzt (Frentrop S 23).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die gegensätzlichen Positionen zum Einsatz von Computern im Musikunterricht und führt in die Fragestellung ein, ob eine Integration pädagogisch sinnvoll und ästhetisch wertvoll ist.
2. Computer und Schule: Dieses Kapitel erörtert die gesellschaftliche Legitimation für die Nutzung neuer Technologien in der Grundschule und betont die Notwendigkeit zur Vermittlung von Medienkompetenz.
3. Software für den Musikunterricht: Hier erfolgt eine Kategorisierung und detaillierte Vorstellung unterschiedlicher musikspezifischer Software, die für den Einsatz im Unterricht relevant ist.
4. Der Computereinsatz im Musikunterricht der Grundschule: In diesem Teil werden die notwendigen Rahmenbedingungen sowie die Anforderungen an Lehrer und Schüler für eine gelingende Unterrichtsplanung und methodische Konzeption beschrieben.
5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Chancen und Grenzen des Computereinsatzes ab und gibt Empfehlungen für die Zukunft der musikpädagogischen Praxis.
Musikunterricht, Primarstufe, Computer, Medienkompetenz, Musiksoftware, Werkzeugprogramme, Lern- und Übeprogramme, Musikpädagogik, Mediendidaktik, Unterrichtsplanung, kreatives Musizieren, Schulpraxis, Medienintegration
Die Arbeit beleuchtet die pädagogische Bedeutung und den didaktischen Stellenwert des Computereinsatzes speziell im Musikunterricht der Grundschule.
Zu den Kernbereichen zählen die Legitimation von Medien im Unterricht, die Kategorisierung von Musiksoftware sowie die notwendigen Rahmenbedingungen für Lehrkräfte und Schulen.
Es wird untersucht, wie der Computer sinnvoll in den Musikunterricht integriert werden kann, ohne dass er authentische musikalische Erfahrungen wie das Musizieren mit Instrumenten oder die körperliche Bewegung ersetzt.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse einschlägiger musikpädagogischer Literatur, aktuelle Lehrpläne sowie Praxisbeispiele, um einen reflektierten Einsatz des Mediums zu begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Einteilung musikspezifischer Software (z. B. Werkzeugprogramme, Lernsoftware) sowie eine detaillierte Erörterung der Planungsparameter für den Unterricht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Musikunterricht, Softwarekategorien, kreatives Musizieren und Unterrichtsplanung charakterisiert.
Werkzeugprogramme ermöglichen den Schülern einen aktiven, konstruktiven und experimentierenden Umgang mit Musik, was dem aktuellen konstruktivistischen Lernverständnis besonders entgegenkommt.
Bei diesem Projekt ist es entscheidend, dass Schüler eigene Klänge aufnehmen und in eine musikalische Form bringen, wodurch Einblicke in Musikproduktion und Klanggestaltung vermittelt werden.
Die Lehrperson bleibt unersetzlich als Regulierungsinstanz, die Programme auswählt, den Unterricht methodisch plant und flexibles, emotionales Feedback gibt, das Technik nicht leisten kann.
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