Diplomarbeit, 2002
112 Seiten, Note: sehr gut
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Michel Foucaults Begriff der Gouvernementalité, der als Instrument zur kritischen Analyse gegenwärtiger politischer Prozesse dienen soll. Ziel ist es, die theoretischen und methodischen Implikationen von Foucaults Werk für eine Analyse der heutigen politischen Situation nutzbar zu machen.
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil beleuchtet Foucaults theoretisches und methodisches Instrumentarium, wobei insbesondere die Konzepte der Archäologie, Genealogie und der Produktivität der Macht im Fokus stehen. Der zweite Teil behandelt den Begriff der Gouvernementalité und zeigt dessen Entstehung und Relevanz für eine Analyse des Politischen auf. Im dritten Teil werden die Erkenntnisse aus den vorhergehenden Teilen auf die Gegenwart angewendet, um aktuelle politische Prozesse und Herausforderungen aus einer gouvernementalen Perspektive zu betrachten.
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der Foucaultschen Forschung wie Wissen, Macht, Subjekt und Dispositiv. Besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung und Anwendung des Begriffs der Gouvernementalité als Analyseinstrument für gegenwärtige politische Prozesse. Weitere wichtige Stichworte sind: Genealogie, Archäologie, Biomacht, Disziplinierung, Normierung, politische Rationalität, anonyme Netzwerke, Globalisierung und kritische Theorie.
Er beschreibt die „Kunst des Regierens“, also das Zusammenspiel von Machttechniken, Wissen und der Führung von Menschen in modernen Gesellschaften.
Statt nur auf Disziplinierung setzt sie auf die „Führung der Führungen“, also die Steuerung freier Individuen durch politische Rationalität und ökonomische Diskurse.
Damit meint Foucault, dass Macht nicht nur vom Staat ausgeht, sondern in feinen Netzwerken den individuellen Körper und das tägliche Verhalten durchdringt.
Die Arbeit argumentiert, dass Gouvernementalité ein innovatives Potential bietet, um heutige Phänomene wie Globalisierung und neoliberale Selbstoptimierung zu analysieren.
Das Subjekt wird sowohl durch äußere Machtstrukturen als auch durch ethische Selbstkonstitution geformt, wobei Freiheit eine Voraussetzung für die Ausübung von Macht ist.
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