Diplomarbeit, 2007
141 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
Teil I: Theoretische Grundlagen
2. Theorie effizienter Märkte
2.1. Die Klassifikation der Markteffizienz
2.2. Stand der Wissenschaft zum Thema informationseffizienter Märkte
2.3. Nicht-effiziente Märkte
3. Das Capital Asset Pricing Model (CAPM)
3.1. Modelprämissen des Capital Asset Pricing Model
3.2. Von der Portfolio-Theorie zum Capital Asset Pricing Model
3.3. β-Faktor, systematische und unsystematische Risiken
3.4. Herleitung und Aufbau des CAPM
3.4.1. Die Effizienzkurve (Efficient frontier)
3.4.2. Die Kapitalmarktlinie
3.5. Die Beziehung zwischen dem Risiko eines individuellen Investments und der erwarteten Rendite
3.6. Kritische Würdigung des Capital Asset Pricing Model
3.6.1. Meriten des CAPM
3.6.2. Schwächen des CAPM
3.6.2.1. Probleme bei der Berechnung und Anwendung der Beta-Faktoren
3.6.2.2. Probleme bei Spezifikation und Wahl des Marktportfolios
3.6.2.3. Schwächen des CAPM basierend auf den im Modell implizierten Annahmen
Teil II: CAPM-Anomalien
4. Auszug wichtiger, empirisch diskutierter CAPM-Anomalien
4.1. „Price-Earnings“ Effekte
4.2. „Book-to-Market“ Effekte
4.3. „Contrarian“ Effekte
5. Der Size-Effekt als CAPM-Anomalie
5.1. Überblick der empirischen Studien zum Size-Effekt
5.1.1. Untersuchungen des US-amerikanischen Aktienmarktes hinsichtlich des Auftretens eines Size-Effekts
5.1.1.1. Banz (1981)
5.1.1.2. Reinganum (1981)
5.1.1.3. Chan und Chen (1988)
5.1.1.4. Fama und French (1992)
5.1.2. Untersuchungen internationaler Aktienmärkte hinsichtlich des Auftretens eines Size-Effekts
5.1.2.1. Oertmann (1994)
5.1.2.2. Stehle (1997)
5.1.2.3. Pichler (1993)
5.1.2.4. Aussenegg und Grünbichler (1999)
5.1.3. Weitere Studien zum Size-Effekt
5.2. Stand der Wissenschaft zum Phänomen des Size-Effekts
5.2.1. Heutiger Stand der Theorie
5.2.2. Kritik am Phänomen des Size-Effekts
5.2.3. Erklärungsversuche des Size-Effekts
5.2.3.1. Fehler als erklärende Variable
5.2.3.2. Transaktionskosten und Liquidität als erklärende Faktoren
5.2.3.3. Extremrenditen einzelner Aktien
5.2.3.4. Auf Informationsunterschiede basierende Erklärungsversuche
Teil III: Eine empirische Untersuchung des österreichischen Aktienmarktes
6. Datenbasis und Methodik der Untersuchung
6.1. Der österreichische Aktienmarkt
6.2. Untersuchungszeitraum und Aktienauswahl
6.3. Marktportfolio und risikoloser Zinssatz
6.4. Die Größenportfolios und deren Charakteristika
7. Untersuchung des österreichischen Aktienmarktes hinsichtlich eines Size-Effekts ohne Risikoadjustierung
7.1. Untersuchung der Portfolios hinsichtlich ihres Renditeverhaltens
7.2. Untersuchung der Ergebnisse im Kontext des Dividendenausschüttungsverhaltens österreichischer Unternehmen
7.3. Renditebeobachtung hinsichtlich Kalendermonate – Der Januar-Effekt
8. Untersuchung des österreichischen Aktienmarktes hinsichtlich eines Size-Effekts unter Berücksichtigung risikoadjustierter Renditen
8.1. Empirische Ansätze zur Berechnung risikobereinigter Renditen
8.2. Untersuchung des Renditeverhaltens österreichischer Aktien mittels Risikobereinigung durch die Sharpe-Ratio
8.3. Untersuchung des Renditeverhaltens österreichischer Aktien mittels Risikobereinigung durch das Jensen α
8.4. Analyse des österreichischen Kapitalmarktes hinsichtlich eines Size-Effekts vor dem Hintergrund der Gesamtmarktsituation
8.4.1. Das Renditeverhalten österreichischer Aktien in Down-Markets – eine Analyse des österreichischen Kapitalmarktes im Untersuchungszeitraum Januar 2000 bis Juni 2003
8.4.2. Das Renditeverhalten österreichischer Aktien in Up-Markets – eine Analyse des österreichischen Kapitalmarktes im Untersuchungszeitraum Juli 2003 bis Dezember 2006
9. Mögliche Erklärungen für die Resultate der Studie
9.1. Branchendiversifikation in den Portfolios
9.2. Privatisierung staatlicher Unternehmen
9.3. Investitionsverhalten institutioneller Investoren
9.4. Erklärungsversuche für das Auftreten eines Januar-Effekts am österreichischen Aktienmarkt
9.4.1. Tax Loss Selling
9.4.2. Weitere Erklärungsversuche
10. Zusammenfassung und Fazit
11. Literaturverzeichnis
12. Anhang
Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Size-Effekts" als mögliche Kapitalmarktanomalie auf dem österreichischen Aktienmarkt im Zeitraum von Januar 2000 bis Dezember 2006. Dabei wird überprüft, ob kleinkapitalisierte Unternehmen (Small-Caps) systematisch höhere risikoadjustierte Renditen erzielen als große Gesellschaften, wie es das Capital Asset Pricing Model (CAPM) theoretisch ausschließt.
3.2. Von der Portfolio-Theorie zum Capital Asset Pricing Model
Wie bereits weiter oben erwähnt, basiert das CAPM auf den Erkenntnissen der modernen Portfolio-Theorie von Markowitz. Im Modell wird davon ausgegangen, dass Investoren grundsätzlich risikoavers sind und ihre Investmententscheidungen allein anhand zweier Parameter, Risiko und erwarteter Rendite, treffen. Dabei versucht das Markowitz-Modell zu erklären, wie Investoren aus einer Vielzahl von individuellen Investmentalternativen Portfolios bilden können, um so eine optimale Risiko-Rendite-Kombination zu erreichen. Die Investoren werden als Resultat effiziente Portfolios halten, welche
1) bei gegebener erwarteter Rendite ein minimales Risiko aufweisen oder
2) bei gegebenem Risiko eine maximale Rendite erwarten lassen.
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung des Size-Effekts durch die Diskrepanz zwischen theoretischen CAPM-Vorhersagen und empirischen Beobachtungen an internationalen Aktienmärkten.
2. Theorie effizienter Märkte: Es werden die Grundlagen der Informationseffizienz nach Fama sowie die drei Stufen der Markteffizienz erläutert.
3. Das Capital Asset Pricing Model (CAPM): Das Modell wird als theoretischer Rahmen vorgestellt, wobei insbesondere die Rolle des Beta-Faktors und die Annahmen über den Kapitalmarkt diskutiert werden.
4. Auszug wichtiger, empirisch diskutierter CAPM-Anomalien: Ein Überblick über bekannte Kapitalmarktanomalien wie den Value-Effekt (Price-Earnings, Book-to-Market) und den Contrarian-Effekt.
5. Der Size-Effekt als CAPM-Anomalie: Detaillierte Darstellung der Literatur zum Size-Effekt, angefangen bei Banz (1981) bis hin zu neueren internationalen Studien.
6. Datenbasis und Methodik der Untersuchung: Beschreibung des österreichischen Datenumfangs, der Portfoliokonstruktion und der verwendeten Benchmarks für die empirische Analyse.
7. Untersuchung des österreichischen Aktienmarktes hinsichtlich eines Size-Effekts ohne Risikoadjustierung: Darstellung der Renditeergebnisse für die verschiedenen Größenportfolios unter Einbeziehung von Dividendenzahlungen.
8. Untersuchung des österreichischen Aktienmarktes hinsichtlich eines Size-Effekts unter Berücksichtigung risikoadjustierter Renditen: Anwendung der Sharpe-Ratio und des Jensen Alpha, um die Ergebnisse um systematische Risikokomponenten zu bereinigen.
9. Mögliche Erklärungen für die Resultate der Studie: Diskussion von Einflussfaktoren wie Branchendiversifikation, Privatisierungswellen und institutionellem Investorenverhalten auf die Performance der Portfolios.
10. Zusammenfassung und Fazit: Abschließende Würdigung, die festhält, dass am österreichischen Markt kein klassischer Size-Effekt, sondern eher ein Big-Firm-Effekt zu beobachten ist.
Size-Effekt, CAPM, Österreichischer Aktienmarkt, Markteffizienz, Portfolio-Theorie, Beta-Faktor, Sharpe-Ratio, Jensen Alpha, Januar-Effekt, Large-Caps, Small-Caps, Kapitalmarktanomalie, Risikoadjustierung, Renditeverhalten.
Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen des "Size-Effekts" als mögliche Kapitalmarktanomalie auf dem österreichischen Aktienmarkt, bei dem kleine Unternehmen entgegen der CAPM-Logik höhere Renditen erzielen könnten.
Zentrale Themen sind die Theorie effizienter Märkte, die Funktionsweise des Capital Asset Pricing Models (CAPM) und die empirische Überprüfung dieser Konzepte mittels risikoadjustierter Performancemaße.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob Aktien österreichischer Unternehmen mit niedrigerer Marktkapitalisierung systematisch Überrenditen im Vergleich zu großen Unternehmen aufweisen, wie dies in US-Studien oft dokumentiert wurde.
Die Arbeit nutzt die Konstruktion von fünf Größenportfolios, die jährlich basierend auf der Marktkapitalisierung restrukturiert werden, sowie eine quantitative Performance-Analyse mittels Sharpe-Ratio und Jensen Alpha.
Neben der theoretischen Herleitung des CAPM enthält der Hauptteil eine umfassende Literaturübersicht internationaler Studien zum Size-Effekt und eine detaillierte empirische Untersuchung des Wiener Börse Index (WBI).
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Size-Effekt, CAPM, österreichischer Kapitalmarkt, Performance-Messung und Markteffizienz beschreiben.
Der österreichische Markt ist wesentlich kleiner und weniger liquide, was in der Studie durch die Beschränkung auf die 50 größten Titel (WBI 50) berücksichtigt wird.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass im untersuchten Zeitraum kein klassischer Small-Firm-Size-Effekt vorliegt; stattdessen zeigte sich im Untersuchungszeitraum eher eine Überperformance größerer Unternehmen.
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